신앙, 정치, 그리고 우울: 안드레아스 그뤼피우스의 『그루지야의 카타리나』 - 복합적인 대립구도를 중심으로
Glaube, Politik und Schwermut: Andreas Gryphius Trauerspiel Catharina von Georgien und dessen komplexe Spannungsstrukturen
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초록
Gryphius Catharina von Georgien verlangt durch den Fall Catharina vom Publikum (und von den Lesern), sich trotz drohenden Todes an “Constantia christiana” zu halten und “getrost für Gott vnd Ehr vnd Land” zu leben und zu sterben. In diesem Sinne ist das Trauerspiel ein Lehrstück. Der vorliegende Aufsatz will zeigen, dass der Autor in Catharina nicht nur seine didaktische Absicht klar zur Schau stellt, sondern auch theologische und politische Spannungen schafft, die miteinander verflochten sind. Zwar äußert Catharina den sehnlichen Wunsch nach ihrer Erlösung, aber das Werk erinnert an das Wort der personifizierten “Ewigkeit", dass die Ewigkeit nicht auf Papier beruhe. Im Trauerspiel ist die Transzendenz nicht visualisiert und daher nicht zu bestätigen. Der Grund dafür liegt nicht nur im Säkularisierungsprozess, sondern auch im Luthertum, zu dem sich Gryphius bekennt. Die lutherische Glaubenslehre trennt streng das Sichtbare vom Glauben und geht davon aus, dass die Erlösung völlig vom Willen Gottes abhängt, der durch den menschlichen Verstand nicht zu fassen ist. Daher bleibt Catharina nichts anderes übrig, als das Martyrium “in tief’ster Demut” anzunehmen. Gryphius politischer Pessimismus intensiviert als eine ethische Reaktion auf die Unordnung und die Vergänglichkeit der säkularisierten Politikwelt den Schwermut im Werk. Zwar enthält das Trauerspiel verschiedene politische Motive, wie den Wunsch nach der Realisierung des göttlichen Rechts, die Verdammung der Tyrannei und die Anerkennung der Nutzung von List im Notfall, im Ganzen gesehen herrscht jedoch ein politische Pessimismus über das politische Bild des Werks.
Abstract
Gryphius Catharina von Georgien verlangt durch den Fall Catharina vom Publikum (und von den Lesern), sich trotz drohenden Todes an “Constantia christiana” zu halten und “getrost für Gott vnd Ehr vnd Land” zu leben und zu sterben. In diesem Sinne ist das Trauerspiel ein Lehrstück. Der vorliegende Aufsatz will zeigen, dass der Autor in Catharina nicht nur seine didaktische Absicht klar zur Schau stellt, sondern auch theologische und politische Spannungen schafft, die miteinander verflochten sind. Zwar äußert Catharina den sehnlichen Wunsch nach ihrer Erlösung, aber das Werk erinnert an das Wort der personifizierten “Ewigkeit", dass die Ewigkeit nicht auf Papier beruhe. Im Trauerspiel ist die Transzendenz nicht visualisiert und daher nicht zu bestätigen. Der Grund dafür liegt nicht nur im Säkularisierungsprozess, sondern auch im Luthertum, zu dem sich Gryphius bekennt. Die lutherische Glaubenslehre trennt streng das Sichtbare vom Glauben und geht davon aus, dass die Erlösung völlig vom Willen Gottes abhängt, der durch den menschlichen Verstand nicht zu fassen ist. Daher bleibt Catharina nichts anderes übrig, als das Martyrium “in tief’ster Demut” anzunehmen. Gryphius politischer Pessimismus intensiviert als eine ethische Reaktion auf die Unordnung und die Vergänglichkeit der säkularisierten Politikwelt den Schwermut im Werk. Zwar enthält das Trauerspiel verschiedene politische Motive, wie den Wunsch nach der Realisierung des göttlichen Rechts, die Verdammung der Tyrannei und die Anerkennung der Nutzung von List im Notfall, im Ganzen gesehen herrscht jedoch ein politische Pessimismus über das politische Bild des Werks.
참고문헌 (13)
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