대도시의 환등상과 배회자: 도취와 비판
Großstädtische Phantasmagorie und Flaneur: Rausch und Kritik
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초록
Ein Hauptmerkmal der Moderne ist u.a. die Entstehung und Entwicklung der Großstädten und Metropolen, die später von K. Marx und W. Benjamin als eine Art moderner Phantasmagorie bezeichnet werden. Die Großstadt steht in einem engen Zusammenhang mit technischer Entwicklung und kapitalistischer Produktion. Vor der technischen Moderne war der Unterschied zwischen Stadt und Land nicht so gross, aber mit der technischen Industrialisierung begann, wie H. Lefèbvre analysierte, das sogenannte “Stadtgewebe" zu wuchern, sich auszudehnen und “die Überbleibsel des ländlichen Daseins” zu verschlingen. Mit dem Begriff “Stadtgewebe" ist hier nicht nur das bebaute Gelände der Stadt gemeint, vielmehr verstehen wir darunter “die Gesamtheit der Erscheinungen, welche die Dominanz der Stadt über das Land manifestieren.”G. Simmel bietet uns scharfsinnigste Analyse des großstädtischen Lebens im Zusammenhang von Ökonomie und Technik, wobei er verschiedene Merkmale wie Steigerung des Nervenlebens, Pünktlichkeit, Blasiertheit und Reserviertheit akzentuierte. Als Alternative zu einer übermächtigen Objektivierung und Gleichheit im großstädtischen Leben verlangt Simmel eine Kultur der individuellen Freiheit. Es ist W. Benjamin, der an der Schwelle zwischen Vormoderne und Moderne, Reproduktion und Simulation die ambivalenten Aspekte der Großstadt analysierte. Die Figur des “Flaneurs" in der Großstadt, eine moderne Variation des Dandys, impliziert verschiedene Bedeutungen: Einen Anonymen in der Massengesellschaft, einen Promenierenden, einen Bildungsreisenden, einen Physiognomiker, einen Detektiven, einen Jäger und Sammler äußerer Eindrücke. Mit dieser Figur des Flaneurs beschreibt Benjamin einen Widerspruch des modernen Daseins in der Warengesellschaft Der Flaneur nimmt die Strasse zur Wohnung, genießt und kritisiert die Passagen, die von Benjamin als “Mittelding zwischen Strasse und Interieur” bezeichnet werden. Die architektonische Form der Passage ist ein zentraler Raum der Großstadt, in dem die Kunst als Ware fungiert und das Dasein der Dinge durch einen Tauschwert bedingt wird. Der Flaneur will zwar im Schildkrötentempo in den Passagen spazierengehen und alle Waren als Zeichen kritisch beobachten, doch gerät er selber in Gefahr, sich von jenem ästhetischen Schein faszinieren zu lassen, der vom sinnlichen Reiz der Gegenstände ausgeht. Mit Benjamins Worten: “Die Stadt ist die Realisierung des alten Menschheitstraumes vom Labyrinth. Dieser Realität geht, ohne es zu wissen der Flaneur nach."
Abstract
Ein Hauptmerkmal der Moderne ist u.a. die Entstehung und Entwicklung der Großstädten und Metropolen, die später von K. Marx und W. Benjamin als eine Art moderner Phantasmagorie bezeichnet werden. Die Großstadt steht in einem engen Zusammenhang mit technischer Entwicklung und kapitalistischer Produktion. Vor der technischen Moderne war der Unterschied zwischen Stadt und Land nicht so gross, aber mit der technischen Industrialisierung begann, wie H. Lefèbvre analysierte, das sogenannte “Stadtgewebe" zu wuchern, sich auszudehnen und “die Überbleibsel des ländlichen Daseins” zu verschlingen. Mit dem Begriff “Stadtgewebe" ist hier nicht nur das bebaute Gelände der Stadt gemeint, vielmehr verstehen wir darunter “die Gesamtheit der Erscheinungen, welche die Dominanz der Stadt über das Land manifestieren.”G. Simmel bietet uns scharfsinnigste Analyse des großstädtischen Lebens im Zusammenhang von Ökonomie und Technik, wobei er verschiedene Merkmale wie Steigerung des Nervenlebens, Pünktlichkeit, Blasiertheit und Reserviertheit akzentuierte. Als Alternative zu einer übermächtigen Objektivierung und Gleichheit im großstädtischen Leben verlangt Simmel eine Kultur der individuellen Freiheit. Es ist W. Benjamin, der an der Schwelle zwischen Vormoderne und Moderne, Reproduktion und Simulation die ambivalenten Aspekte der Großstadt analysierte. Die Figur des “Flaneurs" in der Großstadt, eine moderne Variation des Dandys, impliziert verschiedene Bedeutungen: Einen Anonymen in der Massengesellschaft, einen Promenierenden, einen Bildungsreisenden, einen Physiognomiker, einen Detektiven, einen Jäger und Sammler äußerer Eindrücke. Mit dieser Figur des Flaneurs beschreibt Benjamin einen Widerspruch des modernen Daseins in der Warengesellschaft Der Flaneur nimmt die Strasse zur Wohnung, genießt und kritisiert die Passagen, die von Benjamin als “Mittelding zwischen Strasse und Interieur” bezeichnet werden. Die architektonische Form der Passage ist ein zentraler Raum der Großstadt, in dem die Kunst als Ware fungiert und das Dasein der Dinge durch einen Tauschwert bedingt wird. Der Flaneur will zwar im Schildkrötentempo in den Passagen spazierengehen und alle Waren als Zeichen kritisch beobachten, doch gerät er selber in Gefahr, sich von jenem ästhetischen Schein faszinieren zu lassen, der vom sinnlichen Reiz der Gegenstände ausgeht. Mit Benjamins Worten: “Die Stadt ist die Realisierung des alten Menschheitstraumes vom Labyrinth. Dieser Realität geht, ohne es zu wissen der Flaneur nach."
참고문헌 (22)
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