Sein und Denken in Hegels Logik
Sein und Denken in Hegels Logik
Anton F. Koch
초록
Der folgende Aufsatz besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil werden abstrakte Allgemeinbegriffe im gewöhnlichen Sinn von dem singulären Begriff unterschieden, den Hegel als das Prinzip des Logischen betrachtet. Gewöhnliche Allgemeinbegriffe gehören für Hegel nicht dem Logischen, sondern der so genannten Vorstellung an, die an raumzeitliche Mannigfaltigkeit gebunden und insofern ein Gegenstand nicht der Logik, sondern der Realphilosophie ist. Im zweiten Teil wird die Verneinung, auch und besonders in ihrem Selbstbezug, als Grundoperation des Denkens untersucht. Parmenides wollte sie aus dem Denken ausschließen. Seinem logischen Disjunktivismus, dem zufolge wir entweder denken (dann nur affirmatives Sein) oder aber verneinen (und dann imaginieren), stellt Hegel einen logischen Konjunktivismus gegenüber: Wenn wir denken, so verneinen und affirmieren wir stets zugleich. Im dritten Teil wird vor dem so gewonnenen Hintergrund der Bereich des Logischen vom Bereich des Außerlogischen und damit die Wissenschaft der Logik von der sogenannten Realphilosophie unterschieden. Dies gibt Gelegenheit, abschließends Hegel philosophische Generalmethode gegenüber derjenigen Kants zu profilieren.