헵벨의 드라마와 여성의 비극
Das Frauenschicksal in den Dramen von Friedrich Hebbel
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초록
Die vorliegende Studie zielt darauf ab, einerseits die Bedingung der Tragik in den Dramen von Hebbel unter dem Gesichtspunkt des Frauenschicksals zu erklären, und andererseits die Haltbarkeit des Begriffs Pantragismus für die Interpretation dieser Dramen zu überprüfen. Die meisten Dramen von Hebbel tragen den Namen einer Frau. So sind z. B. Judith, Genoveva, Julia, Agnes Bernauer die Titelheldinnen der gleichnamigen Dramen. Mariamne in 『Herodes und Mariamne』 ist auch Protagonistin neben ihrem Gegenspieler Herodes, während Klara als Heldin durch den biblischen Namen Maria Magdalena im Titel vertreten ist. Die Frauen und ihre Schicksale stehen also ohne Zweifel im Mittelpunkt der vom Autor so bezeichneten Tragödie Hebbels. Aber die Frauen selber sind an ihrem Schicksal nicht schuld. Es sind eher die Männer, die ihre Frauen aus unergründlicher Furcht(『Judith』) oder blinder Liebe(『Agnes Bernauer』), aus Eitelkeit(『Gyges und sein Rind』) oder aus Neid(『Herodes und Mariamne』) in den Untergang führen. Klara in 『Maria Magdalena』 stellt ein eklatantes Opfer der Prüderie der patriarchalischen Familie und Gesellschaft dar. Aber um die Tragik dieser Dramen sachgerecht zu charakterisieren, erweist sich der Begriff Pantragismus von Scheunert insofern mißverständlich, als das Individuum, das sich der Welt widerstetzt und schließlich zum Opfer werden muß, nur auf die Frauengestalten begrenzt ist. Darüber hinaus entspricht das Schema des Pantragismus, das an der Dialektik der Universalgeschichte von Hegel angelehnt ist, grundsätzlich nicht dem tragischen Willen Hebbels, der den optimistischen Glauben an die absolute Idee verloren hatte und die Ausweglosigkeit des menschlichen Schicksals in seinen Dramen zu beschreiben trachtete. Mit seinen Tragödien der Frauen wird Hebbel zum Vorläufer der Emanzi- pationsbewegung des 19. Jahrhunderts, wo das Frauenrecht zum ersten Mal auf der politischen und künstlerischen Ebene in den Mittelpunkt der Gesellschaft rückte.
Abstract
Die vorliegende Studie zielt darauf ab, einerseits die Bedingung der Tragik in den Dramen von Hebbel unter dem Gesichtspunkt des Frauenschicksals zu erklären, und andererseits die Haltbarkeit des Begriffs Pantragismus für die Interpretation dieser Dramen zu überprüfen. Die meisten Dramen von Hebbel tragen den Namen einer Frau. So sind z. B. Judith, Genoveva, Julia, Agnes Bernauer die Titelheldinnen der gleichnamigen Dramen. Mariamne in 『Herodes und Mariamne』 ist auch Protagonistin neben ihrem Gegenspieler Herodes, während Klara als Heldin durch den biblischen Namen Maria Magdalena im Titel vertreten ist. Die Frauen und ihre Schicksale stehen also ohne Zweifel im Mittelpunkt der vom Autor so bezeichneten Tragödie Hebbels. Aber die Frauen selber sind an ihrem Schicksal nicht schuld. Es sind eher die Männer, die ihre Frauen aus unergründlicher Furcht(『Judith』) oder blinder Liebe(『Agnes Bernauer』), aus Eitelkeit(『Gyges und sein Rind』) oder aus Neid(『Herodes und Mariamne』) in den Untergang führen. Klara in 『Maria Magdalena』 stellt ein eklatantes Opfer der Prüderie der patriarchalischen Familie und Gesellschaft dar. Aber um die Tragik dieser Dramen sachgerecht zu charakterisieren, erweist sich der Begriff Pantragismus von Scheunert insofern mißverständlich, als das Individuum, das sich der Welt widerstetzt und schließlich zum Opfer werden muß, nur auf die Frauengestalten begrenzt ist. Darüber hinaus entspricht das Schema des Pantragismus, das an der Dialektik der Universalgeschichte von Hegel angelehnt ist, grundsätzlich nicht dem tragischen Willen Hebbels, der den optimistischen Glauben an die absolute Idee verloren hatte und die Ausweglosigkeit des menschlichen Schicksals in seinen Dramen zu beschreiben trachtete. Mit seinen Tragödien der Frauen wird Hebbel zum Vorläufer der Emanzi- pationsbewegung des 19. Jahrhunderts, wo das Frauenrecht zum ersten Mal auf der politischen und künstlerischen Ebene in den Mittelpunkt der Gesellschaft rückte.
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