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중세의 서정시 민네 Minne의 전통과 혁신 - 발터 폰 데어 포겔바이데의 경우

Tradition und Reform der mittelalterlichen Lyrik ‘Minne’ - am Beispiel von Walther von der Vogelweide

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주제분류독일어와문학

초록

Der Minnesang wurde in der Regel von einem Ritter, der zugleich ein Dichter und Sänger war, geschrieben und vor dem versammelten Publikum am mittelalterlichen Hof präsentiert. Ein Ritter wirbt um eine Frau aus den höheren Schichten, jedoch ist ihm von Anfang an klar, dass er keine Erhörung findet, weil diese Erhörung das Ende aller Minne bedeutet, deren Inhalt trûren und wân, d.h. Trübsal und endlose Sehnsucht sind. In diesem Sinne ist Minnesang ein Gesellschaftsspiel, in dem ein Mann und eine Frau eine ihnen zugewiesene Rolle spielen. Die herkömmliche Minne erfährt bei Walther eine eminente Begriffswandlung. Er erkannte, dass die hohe Minne nur eine leere Form war, und so blieb er nicht bei dieser Widersprüchlichkeit. Er will weg von der erstarrten Reinmarschen höfischen Minnedichtung und hin zur Wirklichkeit, wie sie der Natur des Menschen besser entspricht. Somit tritt bei Walther statt der typischen Charaktere der hohen Minne wie huote(Bewahrung, Zurückhaltung) und maze(Mäßigkeit) die Sinnlichkeit in den Vordergrund. Im Walthers neuen Minnekonzept, das in der sog. ‘niederen’ Minne zu finden ist, sind partnerschaftliche Gegenseitigkeit und ihre Beglückung wichtige Faktoren geworden. Der Minnende soll nicht Trauer und Enttäuschung, sondern Glück und Erfüllung erleben. Walthers Minnelieder wie z.B. ‘Herzeliebez frouwelin’, ‘Nemt,frouwe, disen kranz!’, ‘Under der linden’ u.a. gehören zu der ‘niederen’ Minne. ‘Niedere’ Minne wird charakterisiert besonders durch eine Hingabebereitschaft, in der die Bereitschaft zu beglückender Gegenseitigkeit gipfelt. Obwohl einige Kritiker Walthers neuen Versuch im Minnesang in bezug auf die soziale Lage des fahrenden Sängers verstehen wollen - etwa seine Hoffnung auf eine Anstellung bei einem Adligen in einem Hof -, würdigt Gerhard Hahn Walthers neues Minnekonzept, und zwar mit der Begründung, dass er die gesellschaftliche Realität in den Blick genommen hat. Walther hat eine sog. ‘Synthese’ geschaffen,indem er von den beiden Minneformen die jeweiligen Vorteile - offnes Liebesbekenntnis, Liebeserfüllung und Herzeliebe usw. aus der ‘niederen’ Minne,den ethischen, lehrhaften Charakter aus der ‘hohen’ Minne‑- in sein Werk aufgenommen hat.

Abstract

Der Minnesang wurde in der Regel von einem Ritter, der zugleich ein Dichter und Sänger war, geschrieben und vor dem versammelten Publikum am mittelalterlichen Hof präsentiert. Ein Ritter wirbt um eine Frau aus den höheren Schichten, jedoch ist ihm von Anfang an klar, dass er keine Erhörung findet, weil diese Erhörung das Ende aller Minne bedeutet, deren Inhalt trûren und wân, d.h. Trübsal und endlose Sehnsucht sind. In diesem Sinne ist Minnesang ein Gesellschaftsspiel, in dem ein Mann und eine Frau eine ihnen zugewiesene Rolle spielen. Die herkömmliche Minne erfährt bei Walther eine eminente Begriffswandlung. Er erkannte, dass die hohe Minne nur eine leere Form war, und so blieb er nicht bei dieser Widersprüchlichkeit. Er will weg von der erstarrten Reinmarschen höfischen Minnedichtung und hin zur Wirklichkeit, wie sie der Natur des Menschen besser entspricht. Somit tritt bei Walther statt der typischen Charaktere der hohen Minne wie huote(Bewahrung, Zurückhaltung) und maze(Mäßigkeit) die Sinnlichkeit in den Vordergrund. Im Walthers neuen Minnekonzept, das in der sog. ‘niederen’ Minne zu finden ist, sind partnerschaftliche Gegenseitigkeit und ihre Beglückung wichtige Faktoren geworden. Der Minnende soll nicht Trauer und Enttäuschung, sondern Glück und Erfüllung erleben. Walthers Minnelieder wie z.B. ‘Herzeliebez frouwelin’, ‘Nemt,frouwe, disen kranz!’, ‘Under der linden’ u.a. gehören zu der ‘niederen’ Minne. ‘Niedere’ Minne wird charakterisiert besonders durch eine Hingabebereitschaft, in der die Bereitschaft zu beglückender Gegenseitigkeit gipfelt. Obwohl einige Kritiker Walthers neuen Versuch im Minnesang in bezug auf die soziale Lage des fahrenden Sängers verstehen wollen - etwa seine Hoffnung auf eine Anstellung bei einem Adligen in einem Hof -, würdigt Gerhard Hahn Walthers neues Minnekonzept, und zwar mit der Begründung, dass er die gesellschaftliche Realität in den Blick genommen hat. Walther hat eine sog. ‘Synthese’ geschaffen,indem er von den beiden Minneformen die jeweiligen Vorteile - offnes Liebesbekenntnis, Liebeserfüllung und Herzeliebe usw. aus der ‘niederen’ Minne,den ethischen, lehrhaften Charakter aus der ‘hohen’ Minne‑- in sein Werk aufgenommen hat.

참고문헌 (18)

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