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화해적 결별 - 발터 벤야민의 문화사 이해

Versöhnte Scheidung - Walter Benjamins Verständnis der Kulturgeschichte

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit wird Walter Benjamins Verständnis von der Kulturgeschichte behandelt. Im Mittelpunkt der Argumentation steht sein Konzept von der Kultur als ‘Torso’, dessen sämtliche Glieder auf Transporten oder während der Überlieferung abgeschlagen werden. Seine Figur ist massiv entstellt und zerstört. Aus diesem kostbaren Block muß man irgendwas herauslesen und auf jeden Fall ergänzen, um ein vollständiges Bild seiner Zukunft zu gewinnen. Wenn die Kultur und die Kulturgeschichte fragmentarisch sind, heißt dies, daß es viele Widersprüche und Lücken auch im Erkenntnis- und Wahrheitsbegriff gibt, die die Kunst, die Philosophie und die Wissenschaft als Teil der Kulturgeschichte konstituieren. Wir sollten daher einerseits aus der Tradition immer etwas lernen, aber auch andererseits sollten wir uns davon distanzieren, indem wir das jeweils Gegebene zum Unabgeschlossenen, also etwas, was anders organisiert werden soll, betrachten. Mit der Haltung dieser ‘versöhnten Scheidung‘ müssen wir den Schein des Immer-Gleichen als Idee der Katastrophe immer in Frage stellen. Jede wahre Darstellung von Kulturgeschichte könnte, wie Benjamin sagte, mit einem ‘festen, scheinbar brutalen Zugriff‘ beginnen. Dazu ist ein anderer Blick als der bisherige nötig. Das von jeher Gewesene oder das jeweils Gegebene könnte nur durch den ‘apokryphen Blick’ auf die verschütteten Dingen gerettet werden. Auch die Gerechtigkeit in der Kulturgeschichte läßt sich nicht nur in Gegenwart sondern auch in Zukunft schwerlich erhoffen.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird Walter Benjamins Verständnis von der Kulturgeschichte behandelt. Im Mittelpunkt der Argumentation steht sein Konzept von der Kultur als ‘Torso’, dessen sämtliche Glieder auf Transporten oder während der Überlieferung abgeschlagen werden. Seine Figur ist massiv entstellt und zerstört. Aus diesem kostbaren Block muß man irgendwas herauslesen und auf jeden Fall ergänzen, um ein vollständiges Bild seiner Zukunft zu gewinnen. Wenn die Kultur und die Kulturgeschichte fragmentarisch sind, heißt dies, daß es viele Widersprüche und Lücken auch im Erkenntnis- und Wahrheitsbegriff gibt, die die Kunst, die Philosophie und die Wissenschaft als Teil der Kulturgeschichte konstituieren. Wir sollten daher einerseits aus der Tradition immer etwas lernen, aber auch andererseits sollten wir uns davon distanzieren, indem wir das jeweils Gegebene zum Unabgeschlossenen, also etwas, was anders organisiert werden soll, betrachten. Mit der Haltung dieser ‘versöhnten Scheidung‘ müssen wir den Schein des Immer-Gleichen als Idee der Katastrophe immer in Frage stellen. Jede wahre Darstellung von Kulturgeschichte könnte, wie Benjamin sagte, mit einem ‘festen, scheinbar brutalen Zugriff‘ beginnen. Dazu ist ein anderer Blick als der bisherige nötig. Das von jeher Gewesene oder das jeweils Gegebene könnte nur durch den ‘apokryphen Blick’ auf die verschütteten Dingen gerettet werden. Auch die Gerechtigkeit in der Kulturgeschichte läßt sich nicht nur in Gegenwart sondern auch in Zukunft schwerlich erhoffen.

참고문헌 (10)

  1. 3, "Abhandlungen, GS I", pp.1974, Walter Benjamin
  2. 1, "Das Passagenwerk, GS V", pp.1982, Walter Benjamin
  3. 1, "Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik, GS I", pp.1974, Walter Benjamin
  4. 2, "Der Erzähler, GS II", pp.1977, Walter Benjamin
  5. 2, "der Sammler und der Historiker, GS II", pp.1977, Walter Benjamin
  6. 1, "Einbahnstraße, GS IV", pp.1991, Walter Benjamin
  7. 2, "Über den Begriff der Geschichte, GS I", pp.1974, Walter Benjamin
  8. 1, "Ursprung des deutschen Trauerspiels, GS I", pp.1974, Walter Benjamin
  9. Jürgen Habermas, "Bewußtmachende oder rettende Kritik ― die Aktualität Walter Benjamins, In Zur Aktualität Walter Benjamins" (1972)
  10. Max Pensky, "Method and time: Benjamin’s dialectical images" (2004), Cambridge University Press

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