본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

<장화신은 고양이>에 나타난 우스꽝스러운 왕과 풍자

Die Komik des Königs und die Satire in Der gestiefelte Kater

0

조회

0

다운로드

0

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Untersuchung widmet sich komischer Darstellungsmodi in Bezug auf die Königsfigur in dem Lustspiel Der gestiefelte Kater(1797) von Ludwig Tieck. Das Hauptanliegen dieser Arbeit ist es, die komischen Momente in der Figurenkonzeption des Königs herauszuarbeiten. Hierbei lässt sich herausstellen, dass das Lustspiel einen Gegenentwurf zum Bild des guten, kompetenten und gerechten Herrschers liefert. Das Autoritätsgebaren und die Machtpolitik des Königs werden als unzulänglich und lächerlich vorgeführt. Die Komik entspringt dem Unvermögen des Mächtigen, Autorität adäquat auszuüben und zu repräsentieren. Der Königsbegriff verliert also die Attribute autoritärer Kompetenz und Würde. Das Königliche nähert sich dem Prinzip des Närrischen. Hier lassen sich zweifelsohne auch historische Bezüge und Anspielungen auf zeitgenössische Herrscherpersönlichkeiten feststellen: Tieck betreibt durch sein Lustspiel subtile Herrschaftskritik. In Der gestiefelte Kater versteht sich der König als denkender Kopf. Das Denken für das Volk soll in seinen Zuständigkeitsbereich fallen. Allerdings ist er zu vernünftigen politischen Amtshandlungen kaum mehr befähigt. Als Herrscher ist er eher auf eine praxisfremde Verstandestätigkeit fixiert. Die weltabgewandte Denkerfigur scheint eine ihrer wichtigsten Aufgaben, sich als öffentliche Person des Staats wirkungsmächtig nach außen hin zu präsentieren, nur mangelhaft auszuführen. Damit mangelt es ihm an Intelligenz, an königlicher Würde und an majestätischer Haltung. Die Königsfigur in Der gestiefelte Kater wird zwar eindeutig mit den erwarteten äußerlichen Herrscherattributen ausgestattet: ihm werden Zepter, Mantel und Krone beigefügt. Doch trotz dieser äußeren Statusbestätigung werden ihm unkönigliche Charaktereigenschaften zugesprochen. Er missachtet seine Amtspflichten und sorgt sich nicht um seine Untertanen. Stattdessen ist er in egozentrischer Weise nur an seinem leiblichen Wohl interessiert. Die Qualität des Essens beeinflusst sogar seinen Politikstil. Er agiert wie ein ungeduldiges und launisches Kind, das seine Emotionen und niederen Bedürfnisse nicht bändigen kann. Das kindische und einfältige Wesen kommt sowohl in seiner Handlungsweise als auch in seiner Sprache und seinen Gefühlsausbrüchen zum Ausdruck. Der gestiefelte Kater weist somit verschiedene Spielarten des Komischen auf: die literarische und politische Satire einerseits und die existentielle Narrheit des Haupthelden andererseits, die den konventionell-gesellschaftlichen Rahmen der Komödie sprengt und die ganze Welt zur Komödie erklärt.

Abstract

Die vorliegende Untersuchung widmet sich komischer Darstellungsmodi in Bezug auf die Königsfigur in dem Lustspiel Der gestiefelte Kater(1797) von Ludwig Tieck. Das Hauptanliegen dieser Arbeit ist es, die komischen Momente in der Figurenkonzeption des Königs herauszuarbeiten. Hierbei lässt sich herausstellen, dass das Lustspiel einen Gegenentwurf zum Bild des guten, kompetenten und gerechten Herrschers liefert. Das Autoritätsgebaren und die Machtpolitik des Königs werden als unzulänglich und lächerlich vorgeführt. Die Komik entspringt dem Unvermögen des Mächtigen, Autorität adäquat auszuüben und zu repräsentieren. Der Königsbegriff verliert also die Attribute autoritärer Kompetenz und Würde. Das Königliche nähert sich dem Prinzip des Närrischen. Hier lassen sich zweifelsohne auch historische Bezüge und Anspielungen auf zeitgenössische Herrscherpersönlichkeiten feststellen: Tieck betreibt durch sein Lustspiel subtile Herrschaftskritik. In Der gestiefelte Kater versteht sich der König als denkender Kopf. Das Denken für das Volk soll in seinen Zuständigkeitsbereich fallen. Allerdings ist er zu vernünftigen politischen Amtshandlungen kaum mehr befähigt. Als Herrscher ist er eher auf eine praxisfremde Verstandestätigkeit fixiert. Die weltabgewandte Denkerfigur scheint eine ihrer wichtigsten Aufgaben, sich als öffentliche Person des Staats wirkungsmächtig nach außen hin zu präsentieren, nur mangelhaft auszuführen. Damit mangelt es ihm an Intelligenz, an königlicher Würde und an majestätischer Haltung. Die Königsfigur in Der gestiefelte Kater wird zwar eindeutig mit den erwarteten äußerlichen Herrscherattributen ausgestattet: ihm werden Zepter, Mantel und Krone beigefügt. Doch trotz dieser äußeren Statusbestätigung werden ihm unkönigliche Charaktereigenschaften zugesprochen. Er missachtet seine Amtspflichten und sorgt sich nicht um seine Untertanen. Stattdessen ist er in egozentrischer Weise nur an seinem leiblichen Wohl interessiert. Die Qualität des Essens beeinflusst sogar seinen Politikstil. Er agiert wie ein ungeduldiges und launisches Kind, das seine Emotionen und niederen Bedürfnisse nicht bändigen kann. Das kindische und einfältige Wesen kommt sowohl in seiner Handlungsweise als auch in seiner Sprache und seinen Gefühlsausbrüchen zum Ausdruck. Der gestiefelte Kater weist somit verschiedene Spielarten des Komischen auf: die literarische und politische Satire einerseits und die existentielle Narrheit des Haupthelden andererseits, die den konventionell-gesellschaftlichen Rahmen der Komödie sprengt und die ganze Welt zur Komödie erklärt.

참고문헌 (16)

  1. Tieck, Ludwig, "Ludwig Tieck. Phantasus", pp.490~566 (1985), Frankfurt a. M.
  2. 장영은, "루드비히 티이크의 장화 신은 고양이연구", 독일문화, 2, pp.133~149 (1995)
  3. 정규화, "Ludwig Tieck의 작품에 나타난 해학, 풍자 및 익살 연구", 독일문학, 56, pp.23~44 (1995)
  4. Bumke, Joachim, "Höfische Kultur Bd.1" (1999), München
  5. Freund, Winfried, "Deutsche Komödien. 2.Aufl" (1995), München
  6. Früh, Sigrid, "Die Frau im Märchen" (1985), Kassel
  7. Kreuzer, Helmut, "Tiecks Gestiefelter Kater", Der Deutschunterricht, 15, pp.33~44 (1963)
  8. Kreuzer, Helmut, "Tieck, Ludwig: Der gestiefelte Kater. Kindermärchen drei Akten. Mit Zwischenspielen, einem Prologe und Epiloge", pp.66~80 (2001), Stuttgart
  9. Nestle, Wilhelm, "Aristoteles Hauptwerke" (1953), Stuttgart
  10. Ohmer, Anja, "Romantische Ironie und absolute Kunst" (2011), Essen
  11. Pestalozzi, Karl, "Die deutsche Komödie", pp.110~126 (1977), Düsseldorf
  12. Plessner, Helmuth, "Lachen und Weinen" (1961), Bern
  13. Rommel, Otto, "Komik und Lustspieltheorie", Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 21, pp.252~286 (1943)
  14. Schnmitz-Emans, Monika, "Einführung in die Literatur der Romantik" (2004), Darmstadt
  15. Sieß, Jürgen, "Zitat und Kontext bei Georg Büchner" (1975), Göppingen

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (13건)