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“궁극의 풍자잡지 『티타닉』”을 통해 본 현대독일의 풍자문화

Zur satirischen Kultur des modernen Deutschlands anhand des “endgültigen Satiremagazins Titanic”

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem „endgültigen Satiremagazin Titanic”. Durch Ergründung von dessen Existenz- und Wirkungsweisen und dessen Entwicklungen in den letzten vier Dekaden sollten nicht zuletzt auch die Veränderungen der satirischen Kultur des modernen Deutschlands erschlossen werden. Zu den Charakteristika der Titanic gehört als Erstes die materielle und redaktionelle Unabhängigkeit, die das Magazin zum “unabhängigsten und freiesten Blatt der Republik” macht. Zweitens bemüht sich Titanic unaufhörlich, im deutschsprachigen Raum zeitgemäß mit dekonstruktiver und subversiver Komikkultur zu experimentieren. Die parodistische bzw. ironische Anwendung traditioneller Formen und die Nonsenssatire lassen die Leser die Subversion der Regelsysteme und die Ablösung der Ernsthaftigkeit traditioneller Bürgerkultur erfahren. Das jüngste Experiment mit öffentlicher Aktionssatire lässt darüber hinaus die Grenze zwischen Kunst und Leben überspringen, was den dritten Punkt, nämlich die Beibehaltung der Tradition der gesellschaftlichen Kritik, ausmacht. Das Magazin, das sich als kulturkritisches Organ positioniert, sieht in seiner Satire eine Möglichkeit, “auf den Irrsinn des immer irrsinniger werdenden Kapitalismus zu reagieren”. Viertens, für Titanics Satire - “Satire an der Schmerzgrenze” - spielt noch eine große Rolle, selbst an die gesellschaftliche Grenze der Toleranz zu stoßen und festzustellen, wie weit die Satire inhaltlich wie rechtlich gehen darf. Durch ständige juristische Verfahren ruft Titanic immer wieder Diskussionen über die Grenze der Satire und die Rolle der Zensur hervor. Zwar wird Titanic immer noch von den Feuilletons und der Literaturwissenschaft kaum ernst genommen, aber dieses Magazin trägt ohne Zweifel durch seine revolutionäre Existenzweise im Kapitalismus und grenzenlose Experimente mit satirischen Formen zur Etablierung charakteristischer Komikkultur des modernen Deutschlands bei, die einerseits subversiv und dekonstruktiv, aber andererseits zeitkritisch und aufklärerisch wirkt. Als “Satire-Instanz” Deutschlands zeigt Titanic auch die Zukunft der satirischen Kultur auf.

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem „endgültigen Satiremagazin Titanic”. Durch Ergründung von dessen Existenz- und Wirkungsweisen und dessen Entwicklungen in den letzten vier Dekaden sollten nicht zuletzt auch die Veränderungen der satirischen Kultur des modernen Deutschlands erschlossen werden. Zu den Charakteristika der Titanic gehört als Erstes die materielle und redaktionelle Unabhängigkeit, die das Magazin zum “unabhängigsten und freiesten Blatt der Republik” macht. Zweitens bemüht sich Titanic unaufhörlich, im deutschsprachigen Raum zeitgemäß mit dekonstruktiver und subversiver Komikkultur zu experimentieren. Die parodistische bzw. ironische Anwendung traditioneller Formen und die Nonsenssatire lassen die Leser die Subversion der Regelsysteme und die Ablösung der Ernsthaftigkeit traditioneller Bürgerkultur erfahren. Das jüngste Experiment mit öffentlicher Aktionssatire lässt darüber hinaus die Grenze zwischen Kunst und Leben überspringen, was den dritten Punkt, nämlich die Beibehaltung der Tradition der gesellschaftlichen Kritik, ausmacht. Das Magazin, das sich als kulturkritisches Organ positioniert, sieht in seiner Satire eine Möglichkeit, “auf den Irrsinn des immer irrsinniger werdenden Kapitalismus zu reagieren”. Viertens, für Titanics Satire - “Satire an der Schmerzgrenze” - spielt noch eine große Rolle, selbst an die gesellschaftliche Grenze der Toleranz zu stoßen und festzustellen, wie weit die Satire inhaltlich wie rechtlich gehen darf. Durch ständige juristische Verfahren ruft Titanic immer wieder Diskussionen über die Grenze der Satire und die Rolle der Zensur hervor. Zwar wird Titanic immer noch von den Feuilletons und der Literaturwissenschaft kaum ernst genommen, aber dieses Magazin trägt ohne Zweifel durch seine revolutionäre Existenzweise im Kapitalismus und grenzenlose Experimente mit satirischen Formen zur Etablierung charakteristischer Komikkultur des modernen Deutschlands bei, die einerseits subversiv und dekonstruktiv, aber andererseits zeitkritisch und aufklärerisch wirkt. Als “Satire-Instanz” Deutschlands zeigt Titanic auch die Zukunft der satirischen Kultur auf.

참고문헌 (28)

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