독일 동화교육의 역사 - 문학과 교육학의 연관성을 중심으로
Die Geschichte der deutschen Märchenpädagogik – Mit Schwerpunkt Wechselbeziehung zwischen Literaturund Erziehungswissenschaft
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초록
Märchen sind eine Gattung, die nur schwer einer einzigen wissenschaftlichen Disziplin untergeordnet werden können. Ursächlich dafür scheinen ihre mannigfachen Interpretations- und Anwendungsmöglichkeit zu sein, wie dies zum Beispiel in den folgenden Redewendungen deutlich wird: “Das ist wie im Märchen!” oder “Erzähl doch keine Märchen!” Die vorliegende Arbeit will auf diese ambivalente bzw. komplexe Eigenschaft des Märchens eingehen und so seine Interdisziplinarität herausarbeiten. Dafür untersuche ich hauptsächlich die Geschichte der deutschen Märchenpädagogik und -didaktik vom Zeitalter der Aufklärung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Denn in diesem Zeitraum wurden Märchen einerseits im Rahmen der Kinder- und Jugendliteratur einer pädagogischen Reflexion unterzogen – und dies sehr kritisch; andererseits gewann die Anerkennung als literarische Gattung durch die Einflüsse der deutschen Romantiker und vor allem mit der Märchensammlung der Brüder Grimm, die gegen den moralischen Zwang der Aufklärung die Fantasie und ‘Naturpoesie’ – im Herderschen Sinn – im Märchen zur Anerkennung brachten. Ähnliche Konfrontationen wiederholten bei den Neuherbartianern und kulturkritischen Reformpädagogen an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts. Trotz derartiger Dauerspannungen um die Gattung Märchen hat sich die Märchenpädagogik dennoch als ein interdisziplinäres Handlungsfeld etabliert. So begründen sich m. E. multidisziplinäre Arbeitsperspektiven auf das Märchen mit weiteren Fachdisziplinen wie z.B. der Psychologie und Filmkunst, die sich sicher positiv auf die Weiterentwicklung der Märchenpädagogik auswirken werden.
Abstract
Märchen sind eine Gattung, die nur schwer einer einzigen wissenschaftlichen Disziplin untergeordnet werden können. Ursächlich dafür scheinen ihre mannigfachen Interpretations- und Anwendungsmöglichkeit zu sein, wie dies zum Beispiel in den folgenden Redewendungen deutlich wird: “Das ist wie im Märchen!” oder “Erzähl doch keine Märchen!” Die vorliegende Arbeit will auf diese ambivalente bzw. komplexe Eigenschaft des Märchens eingehen und so seine Interdisziplinarität herausarbeiten. Dafür untersuche ich hauptsächlich die Geschichte der deutschen Märchenpädagogik und -didaktik vom Zeitalter der Aufklärung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Denn in diesem Zeitraum wurden Märchen einerseits im Rahmen der Kinder- und Jugendliteratur einer pädagogischen Reflexion unterzogen – und dies sehr kritisch; andererseits gewann die Anerkennung als literarische Gattung durch die Einflüsse der deutschen Romantiker und vor allem mit der Märchensammlung der Brüder Grimm, die gegen den moralischen Zwang der Aufklärung die Fantasie und ‘Naturpoesie’ – im Herderschen Sinn – im Märchen zur Anerkennung brachten. Ähnliche Konfrontationen wiederholten bei den Neuherbartianern und kulturkritischen Reformpädagogen an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts. Trotz derartiger Dauerspannungen um die Gattung Märchen hat sich die Märchenpädagogik dennoch als ein interdisziplinäres Handlungsfeld etabliert. So begründen sich m. E. multidisziplinäre Arbeitsperspektiven auf das Märchen mit weiteren Fachdisziplinen wie z.B. der Psychologie und Filmkunst, die sich sicher positiv auf die Weiterentwicklung der Märchenpädagogik auswirken werden.
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