독일 통일의 사례를 통해 본 한반도 통일의 과제 2 - 통일담론의 전환을 위하여
Die deutsche Einheit als ein historisches Vorbild für die Wiedervereinigung Koreas - Ein Beitrag zur neuen Entwicklung des Wiedervereinigungsdiskurses in Korea
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초록
Die deutsche Wiedervereinigung gilt in Korea als ein vorbildliches Beispiel, an dem wir uns für die koreanische Wiedervereinigung orientieren können. Sie ist also in Korea sehr viel untersucht. Aber es ist fraglich, ob wir Koreaner den Prozess der deutschen Wiedervereinigung richtig interpretiert haben und daraus ein verwirklichbares und wünschenswertes Wiedervereinigungsmodell für Korea entwickelt haben. In Korea nennt man die Art und Weise der deutschen Wiedervereinigung eine ‘Absorptions-Wiedervereinigung'. Freilich gibt es so ein sonderbares Wort im Deutschen nicht. Die Wortbildung impliziert einfach, dass Westdeutschland über Ostdeutschland im Konkurrenzkampf triumphierte und deshalb die DDR ‘absorbieren’ konnte. Dieser Terminus, der auf einem oberflächlichen und einseitigen Blickwinkel beruht, hat nicht nur ein falsches Bild des deutschen Wiedervereinigungsprozesses in Korea verbreitet, sondern auch heftige Konflikte zwischen Süd- und Nordkorea verursacht. Nachdem Deutschland im Zuge der Wiedervereinigung erfahren musste, dass die Herstellung der Einheit ein mühsames Gemeinschaftswerk der Bevölkerung in Ost und West ist, haben wir Koreaner erkannt, dass die Wiedervereinigung nicht durch politische Systemintegration verwirklicht wird, sondern erst durch innere Einheit zustande kommt, die einen langen und mühsamen Prozess erfordert. Diesen Prozess nennt man in Korea inzwischen 'soziale Integration' oder 'soziokulturelle Integration'. Ich glaube, dass diese Wortwahl unangemessen und unglücklich ist, weil der Begriff der sozialen Integration in der Soziologie vor allem den Prozess der Integration impliziert, der Menschen mit einem Migrationshintergrund betrifft. Integration besteht in diesem Sinne aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, dem Finden von Gemeinsamkeiten, dem Feststellen von Unterschieden usw. zwischen Zugewanderten und der anwesenden Mehrheitsbevölkerung besteht. Die vorliegende Arbeit möchte dazu beitragen, falsche und unangemessene Wortwahlen im Wiedervereinigungsdiskurs in Korea zu korrigieren und hierdurch einen Weg zur vernünftigen Diskussion über das Modell für die koreanische Wiedervereinigung zu finden.
Abstract
Die deutsche Wiedervereinigung gilt in Korea als ein vorbildliches Beispiel, an dem wir uns für die koreanische Wiedervereinigung orientieren können. Sie ist also in Korea sehr viel untersucht. Aber es ist fraglich, ob wir Koreaner den Prozess der deutschen Wiedervereinigung richtig interpretiert haben und daraus ein verwirklichbares und wünschenswertes Wiedervereinigungsmodell für Korea entwickelt haben. In Korea nennt man die Art und Weise der deutschen Wiedervereinigung eine ‘Absorptions-Wiedervereinigung'. Freilich gibt es so ein sonderbares Wort im Deutschen nicht. Die Wortbildung impliziert einfach, dass Westdeutschland über Ostdeutschland im Konkurrenzkampf triumphierte und deshalb die DDR ‘absorbieren’ konnte. Dieser Terminus, der auf einem oberflächlichen und einseitigen Blickwinkel beruht, hat nicht nur ein falsches Bild des deutschen Wiedervereinigungsprozesses in Korea verbreitet, sondern auch heftige Konflikte zwischen Süd- und Nordkorea verursacht. Nachdem Deutschland im Zuge der Wiedervereinigung erfahren musste, dass die Herstellung der Einheit ein mühsames Gemeinschaftswerk der Bevölkerung in Ost und West ist, haben wir Koreaner erkannt, dass die Wiedervereinigung nicht durch politische Systemintegration verwirklicht wird, sondern erst durch innere Einheit zustande kommt, die einen langen und mühsamen Prozess erfordert. Diesen Prozess nennt man in Korea inzwischen 'soziale Integration' oder 'soziokulturelle Integration'. Ich glaube, dass diese Wortwahl unangemessen und unglücklich ist, weil der Begriff der sozialen Integration in der Soziologie vor allem den Prozess der Integration impliziert, der Menschen mit einem Migrationshintergrund betrifft. Integration besteht in diesem Sinne aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, dem Finden von Gemeinsamkeiten, dem Feststellen von Unterschieden usw. zwischen Zugewanderten und der anwesenden Mehrheitsbevölkerung besteht. Die vorliegende Arbeit möchte dazu beitragen, falsche und unangemessene Wortwahlen im Wiedervereinigungsdiskurs in Korea zu korrigieren und hierdurch einen Weg zur vernünftigen Diskussion über das Modell für die koreanische Wiedervereinigung zu finden.
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