크리스마스 선물문화와 동화 「난쟁이 요정들
Die weihnachtliche Schenkkultur und das Märchen Die Wichtelmänner
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초록
Das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit liegt darin, die Entwicklung der Gabenbringer zur Weihnachtszeit und die Bedeutung der Weihnachtsgeschenke zu hinterfragen. Diese Arbeit geht davon aus, dass das Märchen der Brüder Grimm Die Wichtelmänner aufschlussreiche Hinweise zu diesem Thema geben kann. Weihnachten ohne Bescherung ist kaum mehr denkbar. Der Heilige Nikolaus, das Christkind und der Weihnachtsmann bringen jedes Jahr zur Weihnachtszeit Geschenke für die Kinder. Der älteste der drei Gabenbringer ist der Heilige Nikolaus, der als wohltätig den Menschen gegenüber gilt. Mit den protestantischen Reformbewegungen in Deutschland kam es zu der Abschaffung der katholischen Heiligen. Martin Luther versuchte, den Heiligen Nikolaus durch das Christkind zu ersetzen. Das Christkind eroberte zunächst das evangelische Deutschland, bevor sich dieser Brauch nach Süden ausbreitete. Aber im 19. Jahrhundert wurde das Christkind in Norddeutschland nach und nach vom Weihnachtsmann abgelöst. Dieser geht auf den niederländischen Sinterklaas zurück, der die typisch rote Kleidung mit dem weißen Pelzbesatz trägt. Für die weltweite Verbreitung dieses Bildes vom Weihnachtsmann sorgte die Firma Coca-Cola 1932 durch eine große Werbeaktion. Seit diesem außerordentlichen Werbefeldzug ist der Weihnachtsmann zum Standard geworden. Die Kinder sollen über die Spender ihrer Geschenke in Unwissenheit bleiben, Deswegen werden die Rollen der wahren Gabengeber von Ersatzfiguren, wie z.B. dem Heiligen Nikolaus, dem Christkind oder dem Weihnachtsmann, besetzt. Um diese weihnachtliche Schenkkultur zu verstehen, muss man sich die Frage nach der Bedeutung, die sich hinter dem Begriff Schenken versteckt, stellen. Im Mittelalter waren Geschenke rechtliche Verpflichtungen zwischen dem Gebenden und dem Nehmenden nach dem Prinzip des do-ut-des. Wenn der Hausherr dem Gesinde, das sich bei ihm verdingte, Geschenke machte, war das eine Art Zeichensprache für das Ausgelohntsein. Das galt auch für die Kinder des Hausherrn, weil diese sich in Tätigkeit und Stellung wenig vom Gesinde unterschieden. Deswegen brauchte man eine Hilfs- und Ersatzfigur, um seinen Kindern etwas zur Weihnachtszeit schenken zu können,
Abstract
Das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit liegt darin, die Entwicklung der Gabenbringer zur Weihnachtszeit und die Bedeutung der Weihnachtsgeschenke zu hinterfragen. Diese Arbeit geht davon aus, dass das Märchen der Brüder Grimm Die Wichtelmänner aufschlussreiche Hinweise zu diesem Thema geben kann. Weihnachten ohne Bescherung ist kaum mehr denkbar. Der Heilige Nikolaus, das Christkind und der Weihnachtsmann bringen jedes Jahr zur Weihnachtszeit Geschenke für die Kinder. Der älteste der drei Gabenbringer ist der Heilige Nikolaus, der als wohltätig den Menschen gegenüber gilt. Mit den protestantischen Reformbewegungen in Deutschland kam es zu der Abschaffung der katholischen Heiligen. Martin Luther versuchte, den Heiligen Nikolaus durch das Christkind zu ersetzen. Das Christkind eroberte zunächst das evangelische Deutschland, bevor sich dieser Brauch nach Süden ausbreitete. Aber im 19. Jahrhundert wurde das Christkind in Norddeutschland nach und nach vom Weihnachtsmann abgelöst. Dieser geht auf den niederländischen Sinterklaas zurück, der die typisch rote Kleidung mit dem weißen Pelzbesatz trägt. Für die weltweite Verbreitung dieses Bildes vom Weihnachtsmann sorgte die Firma Coca-Cola 1932 durch eine große Werbeaktion. Seit diesem außerordentlichen Werbefeldzug ist der Weihnachtsmann zum Standard geworden. Die Kinder sollen über die Spender ihrer Geschenke in Unwissenheit bleiben, Deswegen werden die Rollen der wahren Gabengeber von Ersatzfiguren, wie z.B. dem Heiligen Nikolaus, dem Christkind oder dem Weihnachtsmann, besetzt. Um diese weihnachtliche Schenkkultur zu verstehen, muss man sich die Frage nach der Bedeutung, die sich hinter dem Begriff Schenken versteckt, stellen. Im Mittelalter waren Geschenke rechtliche Verpflichtungen zwischen dem Gebenden und dem Nehmenden nach dem Prinzip des do-ut-des. Wenn der Hausherr dem Gesinde, das sich bei ihm verdingte, Geschenke machte, war das eine Art Zeichensprache für das Ausgelohntsein. Das galt auch für die Kinder des Hausherrn, weil diese sich in Tätigkeit und Stellung wenig vom Gesinde unterschieden. Deswegen brauchte man eine Hilfs- und Ersatzfigur, um seinen Kindern etwas zur Weihnachtszeit schenken zu können,
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