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인류사는 결손사 - 발터 벤야민의 자본주의 분석(2)

Menschheitsgeschichte als Schuldgeschichte - Die Kapitalismusanalyse bei Walter Benjamin

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit wird Walter Benjamins Kapitalismusanalyse behandelt, die er in seinem Text Kapitalismus als Religion(1921) begründet. Kapitalismus wie auch Religion bestehen laut Benjamin darin, dass beide in eine Schuld verwickelt sind, aus der es kaum oder gar keine Möglichkeit gibt, sich zu befreien. Weiterhin sieht er das kapitalistische Wirtschaftssystem durch einen ursprünglichen Zusammenhang von Geld und Schuld geprägt, d. h. wenn man kein Geld hat oder verdient, muß man sich zwangsläufig ‘schuldig’ fühlen. ‘Schuldig sein’ heisst auch ‘verschuldet sein’ und bedeutet daher ‘etwas irgendwie vergelten müssen’. Die moderne Ökonomie ist also dem archaischen mythischen Zwangsmuster der ewigen Verschuldung unterworfen. Hierin liegt der unfreie und kultische Charakter der kapitalistischen Geldwirtschaft. Wenn die Schuld oder das Verschuldetsein des Menschens verewigt wird, dann ist der Begriff der Schuld und der Verschuldung als unabdingbares Fundament nicht nur sozialer religiöser Verhältnisse, sondern auch aller lebensweltlichen konsolidiert. Gerade darüber schreibt Werner Hamacher treffend wie folgt. “Jede Geschichte ist ein Defizienzphänomen... Alle Geschichte ist deshalb Geschichte der Schuld in dem Sinn, dass die Form ― und nur darum auch der Inhalt ― der Geschichte von Schuld bestimmt ist... Geschichte, kurzum, ist der Prozeß der Verschuldung.”Hier enthüllt sich die Lebensgeschichte des Menschen, oder besser die Menschheitsgeschichte, als Schuldgeschichte. Der Kapitalismus ist als ein apokalyptisches Lebenssystem zu bezeichnen, das auf den Weltzustand der verewigten Verzweiflung zutreibt.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird Walter Benjamins Kapitalismusanalyse behandelt, die er in seinem Text Kapitalismus als Religion(1921) begründet. Kapitalismus wie auch Religion bestehen laut Benjamin darin, dass beide in eine Schuld verwickelt sind, aus der es kaum oder gar keine Möglichkeit gibt, sich zu befreien. Weiterhin sieht er das kapitalistische Wirtschaftssystem durch einen ursprünglichen Zusammenhang von Geld und Schuld geprägt, d. h. wenn man kein Geld hat oder verdient, muß man sich zwangsläufig ‘schuldig’ fühlen. ‘Schuldig sein’ heisst auch ‘verschuldet sein’ und bedeutet daher ‘etwas irgendwie vergelten müssen’. Die moderne Ökonomie ist also dem archaischen mythischen Zwangsmuster der ewigen Verschuldung unterworfen. Hierin liegt der unfreie und kultische Charakter der kapitalistischen Geldwirtschaft. Wenn die Schuld oder das Verschuldetsein des Menschens verewigt wird, dann ist der Begriff der Schuld und der Verschuldung als unabdingbares Fundament nicht nur sozialer religiöser Verhältnisse, sondern auch aller lebensweltlichen konsolidiert. Gerade darüber schreibt Werner Hamacher treffend wie folgt. “Jede Geschichte ist ein Defizienzphänomen... Alle Geschichte ist deshalb Geschichte der Schuld in dem Sinn, dass die Form ― und nur darum auch der Inhalt ― der Geschichte von Schuld bestimmt ist... Geschichte, kurzum, ist der Prozeß der Verschuldung.”Hier enthüllt sich die Lebensgeschichte des Menschen, oder besser die Menschheitsgeschichte, als Schuldgeschichte. Der Kapitalismus ist als ein apokalyptisches Lebenssystem zu bezeichnen, das auf den Weltzustand der verewigten Verzweiflung zutreibt.

참고문헌 (10)

  1. Walter Benjamin, "Kapitalismus als Religion, In Fragmente, Autobiographische Schriften, GS VI", pp.100~104 (1991)
  2. 1, "Schicksal und Charakter, GS II", pp.1977, Walter Benjamin
  3. 1, "Ursprung des deutschen Trauerspiels, GS I", pp.1974, Walter Benjamin
  4. Walter Benjamin, "Zum Problem der Physiognomik und Vorhersagung, In Fragmente, Autobiographische Schriften, GS VI", pp.91~93
  5. 문광훈, "돈과 빚과 죄 - 발터 벤야민의 자본주의 분석", 독일언어문학, (57), pp.69~85 (2012), 한국독일언어문학회
  6. Dirk Baecker, "Kapitalismus als Religion" (2003)
  7. Norbert Bolz, "Der Kapitalismus ― eine Erfindung von Theologen?, In Kapitalismus als Religion", pp.187~207
  8. Werner Hamacher, "Schuldgeschichte, In Kapitalismus als Religion, In Kapitalismus als Religion", pp.77~119 (2003)
  9. Burkhardt Lindner, "Der 11.9.2001 oder Kapitalismus als Religion, In Ereignis. Eine fundamentale Kategorie der Zeiterfahrung. Anspruch und Aporien", pp.196~221 (2003)
  10. Helmut Thielen, "Eindenken, In theologischer Materialismus, In Global Benjamin 3", pp.1371~1409 (1992)

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