독일 예술 영화의 캐릭터 연구 - 캐릭터 분석을 위한 방법론적 접근
Die Analyse der Figuren im deutschen Kunstfilm - eine methodische Annahrung
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초록
Die Theoriebildung zur Figur im deutschen Kunstfilm ist im Verhältnis zur Bedeutung des Gegenstandes bisher unterentwickelt. Das liegt vor allem daran, dass sich die Forschung meist mit dem allgemein Strukturellen beschäftigte, was eine komplementäre Abwendung vom Individuellen mit sich brachte. In diesem Beitrag handelt es sich um eine mehrdimensionale Figurenanalyse anhand des Spielfilms <Barbara> von Christian Petzold. Dabei wird die Methodik von Jens Eder, die er in seinem Buch „Die Figuren im Film“ vorschlug, angewandt: sein Grundmodell basiert darauf, dass Figuren unter vier speziellen Aspekten analysiert werden können: als Artefakte, fiktive Wesen, Symbole und Symptome. Die zwei Hauptfiguren des Films <Barbara>, Barbara und Andre, sind diesbezüglich in allen Aspekten zu untersuchen. Sie werden erst vom Zuschauer als fiktive Wesen wahrgenommen, was eine mentale Modellbildung des Zuschauers ermöglicht. Im Lauf des Films wird es immer deutlicher, dass sie als Artefakte mehrere Merkmale innehaben, die vom Produzierenden beabsichtigt werden.Nach dem Ende des Films wird sich der Zuschauer zudem be- wusst, dass die Figuren auch symbolische Bedeutungen haben und dass sie in einem größeren Kontext wie der filmgeschichtliche Kontext als Symp- tome hineinzuinterpretieren sind. In der Praxis der Figurenanalyse, wie sie hier am Beispiel des Films <Barbara> gemacht wurde, ist es schwer, an diesen vier Kategorien streng festzuhalten. Trotzdem sind sie durchaus hilfreich, wenn man die Figuren in ihrer Ganzheit analysieren will. Dies ist umso wichtiger, da die Figuren im Kunstfilm weniger als Handelnde, sondern eher als Charaktere eine wichtige Rolle spielen.
Abstract
Die Theoriebildung zur Figur im deutschen Kunstfilm ist im Verhältnis zur Bedeutung des Gegenstandes bisher unterentwickelt. Das liegt vor allem daran, dass sich die Forschung meist mit dem allgemein Strukturellen beschäftigte, was eine komplementäre Abwendung vom Individuellen mit sich brachte. In diesem Beitrag handelt es sich um eine mehrdimensionale Figurenanalyse anhand des Spielfilms <Barbara> von Christian Petzold. Dabei wird die Methodik von Jens Eder, die er in seinem Buch „Die Figuren im Film“ vorschlug, angewandt: sein Grundmodell basiert darauf, dass Figuren unter vier speziellen Aspekten analysiert werden können: als Artefakte, fiktive Wesen, Symbole und Symptome. Die zwei Hauptfiguren des Films <Barbara>, Barbara und Andre, sind diesbezüglich in allen Aspekten zu untersuchen. Sie werden erst vom Zuschauer als fiktive Wesen wahrgenommen, was eine mentale Modellbildung des Zuschauers ermöglicht. Im Lauf des Films wird es immer deutlicher, dass sie als Artefakte mehrere Merkmale innehaben, die vom Produzierenden beabsichtigt werden.Nach dem Ende des Films wird sich der Zuschauer zudem be- wusst, dass die Figuren auch symbolische Bedeutungen haben und dass sie in einem größeren Kontext wie der filmgeschichtliche Kontext als Symp- tome hineinzuinterpretieren sind. In der Praxis der Figurenanalyse, wie sie hier am Beispiel des Films <Barbara> gemacht wurde, ist es schwer, an diesen vier Kategorien streng festzuhalten. Trotzdem sind sie durchaus hilfreich, wenn man die Figuren in ihrer Ganzheit analysieren will. Dies ist umso wichtiger, da die Figuren im Kunstfilm weniger als Handelnde, sondern eher als Charaktere eine wichtige Rolle spielen.
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