본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

무한한 유희, 영원한 생성 - 슐레겔의 보편주의적 사유와 낭만적 시문학

Unendliches Spiel und ewiges Werden - Universalistisches Denken und romantische Poesie bei Friedrich Schlegel

0

조회

0

다운로드

1

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Analyse geht von der Annahme aus, dass es in Schlegels Konzeption von der romantischen Poesie nicht um die Konstruktion einer ganz reinen Poetologie geht, die sich nie für etwas Außerpoetisches interessiert, sondern um eine Universalität, die sich von dem apriorisch, nach dem subjektivistischen Prinzip erhobenen Anspruch auf die geschichtsphilosophisch vervollständigte Universalität à la Schiller unterscheidet. Wenn der Anspruch auf Universalität dem Konzept der Enzyklopädie Schlegels zugrunde liegt, und wenn er jedoch ausgerechnet aufgrund eines ästhetischen Konzepts von der romantischen Poesie die enzyklopädische Universalität konstruieren will, ist nun die Frage zu stellen, warum seine sich auf die Universalität richtende Konzeption eine poetologische sein soll. Die Poesie, deren Aufgabe darin bestehe, den Gang und die Gesetze der vernünftig denkenden Vernunft aufzuheben und uns wieder in die schöne Verwirrung der Fantasie, in das ursprüngliche Chaos der menschlichen Natur zu versetzen, sei Schlegel zufolge eine Konstruktion des Ganzen. Diese ganzheitliche Konstruktion der Poesie zeige sich als einen neuen grenzenlosen Realismus, der mit dem unendlichen Spiel der Welt richtig umgehen kann, und er könne in Gestalt der Philosophie oder gar eines Systems nie wieder auftreten. Deshalb könne das Organ zu einem solchen Realismus nur in der Poesie gefunden werden. Die Konzeption der absoluten Poesie bei Schlegel scheint sich also nicht auf den Absolutismus der Poesie selbst, sondern auf die immer noch zu erreichende (‚unendliche‘ und ‚grenzlose‘), also offene Universalität der Welt zu richten, und sie beruht auf der Überzeugung, dass nur die Poesie fähig sei, die auch das Außerpoetische implizierende Universalität der Welt zu erreichen. Schließlich wird Schlegels Konzept von der romantischen Poesie als einer progressiven Universalpoesie besprochen. Dabei geht es um die Frage nach dem Zusammenhang von der Universalität der romantischen Poesie und der Offenheit ihrer Progressivität. Wenn die romantische Poesie ein Spiegel der ganzen umgebenden Welt, ein Bild des Zeitalters werden soll, wird die poetische Reflexion hier nicht für sich selbst, sondern für die Universalität gefordert. Da diese Universalität das ins noch Unbestimmte grenzenlos wachsende und daher ewig unerreichbare Ganze bedeutet, soll die romantische Poesie ihre poetische Reflexion immer wieder potenzieren und wie in einer endlosen Reihe von Spiegeln vervielfachen. Die romantische Poesie, deren Reflexion sich so in einer unendlichen Progression befindet, sei – anders als andere Dichtarten, die fertig sind – noch im Werden; das ist ihr eigentliches Wesen, dass sie ewig nur werden, nie vollendet sein kann.

Abstract

Die vorliegende Analyse geht von der Annahme aus, dass es in Schlegels Konzeption von der romantischen Poesie nicht um die Konstruktion einer ganz reinen Poetologie geht, die sich nie für etwas Außerpoetisches interessiert, sondern um eine Universalität, die sich von dem apriorisch, nach dem subjektivistischen Prinzip erhobenen Anspruch auf die geschichtsphilosophisch vervollständigte Universalität à la Schiller unterscheidet. Wenn der Anspruch auf Universalität dem Konzept der Enzyklopädie Schlegels zugrunde liegt, und wenn er jedoch ausgerechnet aufgrund eines ästhetischen Konzepts von der romantischen Poesie die enzyklopädische Universalität konstruieren will, ist nun die Frage zu stellen, warum seine sich auf die Universalität richtende Konzeption eine poetologische sein soll. Die Poesie, deren Aufgabe darin bestehe, den Gang und die Gesetze der vernünftig denkenden Vernunft aufzuheben und uns wieder in die schöne Verwirrung der Fantasie, in das ursprüngliche Chaos der menschlichen Natur zu versetzen, sei Schlegel zufolge eine Konstruktion des Ganzen. Diese ganzheitliche Konstruktion der Poesie zeige sich als einen neuen grenzenlosen Realismus, der mit dem unendlichen Spiel der Welt richtig umgehen kann, und er könne in Gestalt der Philosophie oder gar eines Systems nie wieder auftreten. Deshalb könne das Organ zu einem solchen Realismus nur in der Poesie gefunden werden. Die Konzeption der absoluten Poesie bei Schlegel scheint sich also nicht auf den Absolutismus der Poesie selbst, sondern auf die immer noch zu erreichende (‚unendliche‘ und ‚grenzlose‘), also offene Universalität der Welt zu richten, und sie beruht auf der Überzeugung, dass nur die Poesie fähig sei, die auch das Außerpoetische implizierende Universalität der Welt zu erreichen. Schließlich wird Schlegels Konzept von der romantischen Poesie als einer progressiven Universalpoesie besprochen. Dabei geht es um die Frage nach dem Zusammenhang von der Universalität der romantischen Poesie und der Offenheit ihrer Progressivität. Wenn die romantische Poesie ein Spiegel der ganzen umgebenden Welt, ein Bild des Zeitalters werden soll, wird die poetische Reflexion hier nicht für sich selbst, sondern für die Universalität gefordert. Da diese Universalität das ins noch Unbestimmte grenzenlos wachsende und daher ewig unerreichbare Ganze bedeutet, soll die romantische Poesie ihre poetische Reflexion immer wieder potenzieren und wie in einer endlosen Reihe von Spiegeln vervielfachen. Die romantische Poesie, deren Reflexion sich so in einer unendlichen Progression befindet, sei – anders als andere Dichtarten, die fertig sind – noch im Werden; das ist ihr eigentliches Wesen, dass sie ewig nur werden, nie vollendet sein kann.

참고문헌 (19)

  1. 김윤상, "프리드리히 슐레겔의 패러독스에 관한 패러독스적 사유", 독일언어문학, (33), pp.207~220 (2006), 한국독일언어문학회
  2. 주일선, "보편성: 현대의 동일성과 차이", 독일어문학, 23(3), pp.249~285 (2015), 한국독일어문학회
  3. 최문규, "문학이론과 현실인식. 낭만주의에서 해체론까지", pp.67~104 (2000), 문학동네
  4. 최문규, "독일 낭만주의" (2005), 연세대학교 출판부
  5. Adorno, Theodor W., "Gesammelte Schriften in 20 Bdn., Bd. 11, Noten zur Literatur, Lizenzausgabe für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft", pp.9~33 (1998), Darmstadt
  6. Baraldi, Claudio, "Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme", pp.1997, Frankfurt
  7. Bohrer, Karl Heinz, "Das absolute Präsens: die Semantik ästhetischer Zeit", pp.1994, Frankfurt
  8. Briese, Svenja, "Die Universalpoesie von Friedrich Schlegel" (2012), Hamburg
  9. 최문규, "Zwei Konzepte ästhetischer Bildung im 18. Jahrhundert: Schiller contra Schlegel", 유럽사회문화, (13), pp.83~106 (2014), 인문학연구원
  10. Jauß, Hans Robert, "Literaturgeschichte des Provokation", pp.1970, Frankfurt
  11. 주일선, "Die Darstellung des Undarstellbaren - Die Ironie und der offene Universalismus bei Friedrich Schlegel -", 헤세연구, (32), pp.349~369 (2014), 한국헤세학회
  12. Krause, Detlef, "Luhmann-Lexikon. Eine Einführung in das Gesamtwerk von Niklas Luhmann. 2., vollst. überarb., erw. und aktualisierte Aufl" (1999), Stuttgart
  13. Luhmann, Niklas, "Soziale Systeme", pp.1984, Frankfurt
  14. Lukács, Georg, "Deutsche Essays. Prosa aus zwei Jahrhunderten, Bd. 1, ausgewählt, eingeleitet und erläutert von Ludwig Rohner in 6 Bdn", pp.27~47 (1972), München
  15. Pikulik, Lothar, "Frühromantik. Epoche-Werke-Wirkung" (1992), München
  16. Schärf, Christian, "Geschichte des Essays. Von Montaigne bis Adorno" (1999), Göttingen
  17. Schwemmer, Oswald, "Enzyklopädie. Philosophie und Wissenschaftstheorie in 4 Bdn, Bd. 3", pp.525~528 (1995), Mannheim, u.a
  18. Szondi, Peter, "Schriften II. Essays: Satz und Gegensatz, Lektüren und Lektionen, Celan-Studien", pp.1978, Frankfurt
  19. Zahn, Lothar, "Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 8", pp.396~407 (1992), Basel

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (19건)