독일어 괄호구조의 형태·통사·운율의 상관성 연구
Studie zur Untersuchung morphosyntaktischer und prosodischer Zusammenhänge im Deutschen
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초록
In der vorliegenden Studie wird, ausgehend von Erkenntnissen aus vorangegangenen Studien zu Lernschwierigkeiten bezüglich der Wortstellung bei L2-Lernern, die zentrale Verarbeitungsweise rekonstruiert, die für flektierende Sprachen in der morphosyntaktischen Verarbeitung als wesentlich eingeschätzt wird. Anschließend wird überprüft, wie sich diese Verarbeitungsweise auf der prosodischen Ebene widerspiegelt. Die zentrale Hypothese ist, dass in flektierenden Sprachen das Subjekt und das Verb aufgrund des SV- Kongruenz-Phänomens in der Sprachproduktion fast wie eine Einheit zusammen verarbeitet werden, sodass das Subjekt und das Verb in der Wortfolge SVO auf der prosodischen Ebene zusammen phrasiert werden. Eine Segmentierung z.B. durch eine Pause ist dann vor oder nach dieser Einheit zu erwarten. Hingegen ist in der Wortfolge SOV, z.B. in deutschen Nebensätzen, eine Segmentierung z.B. durch eine Pause nach dem Subjekt zu vermuten, da dies genau die Stelle ist, an der die Einheit ‚SV‘ durch Anwendung der syntaktischen Regel gestört wird. Diese Hypothesen wurden in einer empirischen Studie anhand spontan gesprochener Daten von Muttersprachlern des Deutschen aus dem GECO-Korpus getestet. Überprüft wurde dabei die Stellung der Pausen, denen die Funktion der Segmentierung auf der prosodischen Ebene innerhalb eines Satzes zugeordnet wird, sowohl in ‚Konjunktion+SVO‘- als auch in ‚Konjunktion+SOV‘ -Konstruktionen. Die Analyseergebnisse bestätigen die Hypothesen aber nur teilweise: In den jeweiligen Konstruktionen tauchten Pausen an den vermuteten Stellen statistisch zwar signifikant häufig auf, die Pausen nach dem Subjekt, die als typisch für ‚Konjunktion+SOV‘ -Konstruktionen vermutet wurden, wurden aber genauso oft in ‚Konjunktion+SVO‘-Konstruktionen belegt. Diese nur teilweise bestätigenden Ergebnisse könnten aber auf das insgesamt seltene Vorkommen von Pausen in den Daten zurückgeführt werden. Dies deutet darauf hin, dass die Verarbeitung bei Muttersprachlern auf der morphosyntaktischen Ebene weitgehend automatisiert stattfindet, sodass Pausen selten entstehen.
Abstract
In der vorliegenden Studie wird, ausgehend von Erkenntnissen aus vorangegangenen Studien zu Lernschwierigkeiten bezüglich der Wortstellung bei L2-Lernern, die zentrale Verarbeitungsweise rekonstruiert, die für flektierende Sprachen in der morphosyntaktischen Verarbeitung als wesentlich eingeschätzt wird. Anschließend wird überprüft, wie sich diese Verarbeitungsweise auf der prosodischen Ebene widerspiegelt. Die zentrale Hypothese ist, dass in flektierenden Sprachen das Subjekt und das Verb aufgrund des SV- Kongruenz-Phänomens in der Sprachproduktion fast wie eine Einheit zusammen verarbeitet werden, sodass das Subjekt und das Verb in der Wortfolge SVO auf der prosodischen Ebene zusammen phrasiert werden. Eine Segmentierung z.B. durch eine Pause ist dann vor oder nach dieser Einheit zu erwarten. Hingegen ist in der Wortfolge SOV, z.B. in deutschen Nebensätzen, eine Segmentierung z.B. durch eine Pause nach dem Subjekt zu vermuten, da dies genau die Stelle ist, an der die Einheit ‚SV‘ durch Anwendung der syntaktischen Regel gestört wird. Diese Hypothesen wurden in einer empirischen Studie anhand spontan gesprochener Daten von Muttersprachlern des Deutschen aus dem GECO-Korpus getestet. Überprüft wurde dabei die Stellung der Pausen, denen die Funktion der Segmentierung auf der prosodischen Ebene innerhalb eines Satzes zugeordnet wird, sowohl in ‚Konjunktion+SVO‘- als auch in ‚Konjunktion+SOV‘ -Konstruktionen. Die Analyseergebnisse bestätigen die Hypothesen aber nur teilweise: In den jeweiligen Konstruktionen tauchten Pausen an den vermuteten Stellen statistisch zwar signifikant häufig auf, die Pausen nach dem Subjekt, die als typisch für ‚Konjunktion+SOV‘ -Konstruktionen vermutet wurden, wurden aber genauso oft in ‚Konjunktion+SVO‘-Konstruktionen belegt. Diese nur teilweise bestätigenden Ergebnisse könnten aber auf das insgesamt seltene Vorkommen von Pausen in den Daten zurückgeführt werden. Dies deutet darauf hin, dass die Verarbeitung bei Muttersprachlern auf der morphosyntaktischen Ebene weitgehend automatisiert stattfindet, sodass Pausen selten entstehen.
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