독일어 어순 습득에서의 규칙과 구문 - 주어·동사 도치 구문을 중심으로
Regeln und Konstruktionen beim Erwerb von Wortstellungen im Deutschen - mit besonderem Augenmerk auf die Subjekt-Verb-Inversion
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초록
Die deutsche Sprache kennt verschiedene obligatorisch zu realisierende Wortstellungen, die im Vermittlungskontext im Hinblick auf die Stellung des Subjekts und des Verbs oft als SVO, Subjekt-Verb-Inversion und Verb-Ende bezeichnet werden. In der linguistischen Beschreibung werden die SVO-Strukturen und die Inversionsstrukturen sowohl im Stellungsfeldermodell als auch in der generativen Grammatik von derselben Regel erfasst, und zwar als V2 oder als die Verbbewegung nach C. Im L2-Erwerbskontext wurde aber festgestellt, dass diese mit einer einzigen Regel beschriebenen Strukturen in unterschiedlichen Erwerbsstadien mit großem zeitlichen Abstand erworben werden. Ferner wurde berichtet, dass verschiedene Inversionsstrukturen je nachdem, was topikalisiert wird, zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt erworben werden. Inversion in Fragesätzen wird bereits im ersten Erwerbsstadium mit einem hohen Anwendungsgrad beherrscht, während Inversion in Sätzen, in denen Adverbialphrasen oder vor allem Nebensätze topikalisiert werden, den Lernern bis in ein weit fortgeschrittenes Erwerbsstadium große Schwierigkeiten bereitet. Dies deutet darauf hin, dass diese Strukturen bei den Lernern mental unterschiedlich repräsentiert sein könnten. In der vorliegenden Studie wurde daher versucht, basierend auf lernersubjektiven Daten aus introspektiven Interviews Erklärungen zu den oben genannten lernersprachlichen Phänomenen zu finden, indem versucht wurde, zu erhellen, wie die Lerner verschiedene Inversionsstrukturen verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lerner Inversionsstrukturen nicht unter einer einzigen Regel auffassen, sondern diese je nach den topikalisierten Satzelementen als unterschiedliche Strukturen wahrnehmen; d.h. die Regel, die die Lerner bei der Bildung eines Satzes mit Adverb-Topikalisierung anwenden, muss nicht unbedingt die selbe Regel sein, auf die die Lerner z.B. bei der Bildung eines Fragesatzes zurückgreifen werden. Dies bedeutet, dass die in den bisherigen Studien aufgedeckten Erwerbssequenzen, deren jeweilige Stadien mit einer Regel definiert sind, die tatsächliche lernersprachliche Entwicklung nicht angemessen beschreiben. Auf diesen Erkenntnissen basierend wird zum Schluss für die künftige Forschung die Möglichkeit aufgezeigt, lernersprachliche Entwicklungsprozesse anhand des Konzepts ‘Konstruktionen’ im Sinne von Konstruktionsgrammatik zu beschreiben.
Abstract
Die deutsche Sprache kennt verschiedene obligatorisch zu realisierende Wortstellungen, die im Vermittlungskontext im Hinblick auf die Stellung des Subjekts und des Verbs oft als SVO, Subjekt-Verb-Inversion und Verb-Ende bezeichnet werden. In der linguistischen Beschreibung werden die SVO-Strukturen und die Inversionsstrukturen sowohl im Stellungsfeldermodell als auch in der generativen Grammatik von derselben Regel erfasst, und zwar als V2 oder als die Verbbewegung nach C. Im L2-Erwerbskontext wurde aber festgestellt, dass diese mit einer einzigen Regel beschriebenen Strukturen in unterschiedlichen Erwerbsstadien mit großem zeitlichen Abstand erworben werden. Ferner wurde berichtet, dass verschiedene Inversionsstrukturen je nachdem, was topikalisiert wird, zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt erworben werden. Inversion in Fragesätzen wird bereits im ersten Erwerbsstadium mit einem hohen Anwendungsgrad beherrscht, während Inversion in Sätzen, in denen Adverbialphrasen oder vor allem Nebensätze topikalisiert werden, den Lernern bis in ein weit fortgeschrittenes Erwerbsstadium große Schwierigkeiten bereitet. Dies deutet darauf hin, dass diese Strukturen bei den Lernern mental unterschiedlich repräsentiert sein könnten. In der vorliegenden Studie wurde daher versucht, basierend auf lernersubjektiven Daten aus introspektiven Interviews Erklärungen zu den oben genannten lernersprachlichen Phänomenen zu finden, indem versucht wurde, zu erhellen, wie die Lerner verschiedene Inversionsstrukturen verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lerner Inversionsstrukturen nicht unter einer einzigen Regel auffassen, sondern diese je nach den topikalisierten Satzelementen als unterschiedliche Strukturen wahrnehmen; d.h. die Regel, die die Lerner bei der Bildung eines Satzes mit Adverb-Topikalisierung anwenden, muss nicht unbedingt die selbe Regel sein, auf die die Lerner z.B. bei der Bildung eines Fragesatzes zurückgreifen werden. Dies bedeutet, dass die in den bisherigen Studien aufgedeckten Erwerbssequenzen, deren jeweilige Stadien mit einer Regel definiert sind, die tatsächliche lernersprachliche Entwicklung nicht angemessen beschreiben. Auf diesen Erkenntnissen basierend wird zum Schluss für die künftige Forschung die Möglichkeit aufgezeigt, lernersprachliche Entwicklungsprozesse anhand des Konzepts ‘Konstruktionen’ im Sinne von Konstruktionsgrammatik zu beschreiben.
참고문헌 (15)
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