Ernst Jünger und das Judentum - Studien Ⅰ - Ernst Jüngers Stellung zum Judentum und zu einzelnen Juden in der Zeit von 1930 bis 1940
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초록
Die Frage des Antisemitismus wird zu einem entscheidenden Angelpunkt für ein eher bloß negatives oder ein positives Interesse an Ernst Jünger. In diesem Projekt wird den Fragen nachgegangen werden, wie es sich mit alldem tatsächlich in der Zeit von 1930 bis 1940 verhält und ob und wie Jüngers Verhältnis zum Judentum sich darüberhinaus in seinem Werk in einer spezifisch literarischen Weise ausgewirkt hat. Der so berühmte - wie immer noch umstrittene - deutsche Autor Ernst Jünger (1895-1998) hat sich früh, noch um 1930, in zum Teil sehr negativer Weise über das Judentum in Deutschland geäußert. Dies war wohl eine Facette seines damaligen extremen Denkens überhaupt. Möglicherweise zeigte sich darin eine Folge einer quasi-ästhetizistischen Homogenisierungstendenz in seinem nationalistischen Denken. In praktischer Hinsicht war er jedoch bereits damals anscheinend kein Antisemit, was sich beispielsweise in persönlichen Beziehungen zu einzelnen Juden wie Valeriu Marcu, einem aus Rumänien stammenden Gelehrten und Erich Mühsam, dem älteren, anarchistisch-pazifistischen Schriftsteller, zeigte. Nach 1933 begann sich Jünger von seiner Wendung gegen das ‘Assimilationsjudentum’ zu lösen und sich literarisch gelegentlich negativ zum Rassenwahn der Nationalsozialisten zu äußern. Während des Zweiten Weltkrieges steigerte sich Jüngers Abneigung gegen den NS-Rassenwahn und dessen mörderische Praxis.
Abstract
Die Frage des Antisemitismus wird zu einem entscheidenden Angelpunkt für ein eher bloß negatives oder ein positives Interesse an Ernst Jünger. In diesem Projekt wird den Fragen nachgegangen werden, wie es sich mit alldem tatsächlich in der Zeit von 1930 bis 1940 verhält und ob und wie Jüngers Verhältnis zum Judentum sich darüberhinaus in seinem Werk in einer spezifisch literarischen Weise ausgewirkt hat. Der so berühmte - wie immer noch umstrittene - deutsche Autor Ernst Jünger (1895-1998) hat sich früh, noch um 1930, in zum Teil sehr negativer Weise über das Judentum in Deutschland geäußert. Dies war wohl eine Facette seines damaligen extremen Denkens überhaupt. Möglicherweise zeigte sich darin eine Folge einer quasi-ästhetizistischen Homogenisierungstendenz in seinem nationalistischen Denken. In praktischer Hinsicht war er jedoch bereits damals anscheinend kein Antisemit, was sich beispielsweise in persönlichen Beziehungen zu einzelnen Juden wie Valeriu Marcu, einem aus Rumänien stammenden Gelehrten und Erich Mühsam, dem älteren, anarchistisch-pazifistischen Schriftsteller, zeigte. Nach 1933 begann sich Jünger von seiner Wendung gegen das ‘Assimilationsjudentum’ zu lösen und sich literarisch gelegentlich negativ zum Rassenwahn der Nationalsozialisten zu äußern. Während des Zweiten Weltkrieges steigerte sich Jüngers Abneigung gegen den NS-Rassenwahn und dessen mörderische Praxis.
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