「마리아 슈투아르트」에 나타난 갈등 모티브
Konflikt-Motive in Maria Stuart von Schiller
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초록
Maria Stuart ist eines der beliebtesten Theaterstücke Schillers, gleichermaßen attraktiv für die Bühne wie für das Publikum. In diesem Drama geht es um das Konflikt-Motiv. Schiller interessierte an Maria Stuarts Schicksal vor allem der dramatische Konflikt, in dem sich Geschichte quasi verdichtet - hier dargestellt in der Auseinandersetzung zwischen den beiden rivalisierenden Königinnen kurz vor der Hinrichtung Maria Stuarts 1587. Es gipfelt in der Gegenüberstellung der verfeindeten Königinnen, Maria Stuart und Elisabeth, die mit allen Eigenschaften der Religion und der Politik ausgestattet sind. Bleibt Maria die aus politischen Gründen Internierte, so ist Elisabeth die Gefangene ihres Amtes. Das Doppelspiel der Frauen wird in den Männergestalten gespiegelt, nämlich gegenüber dem idealistischen, todesbereiten Mortimer steht der egoistische, ängstliche Leicester, gegenüber dem staatsklugen, kühlen Burleigh der warmherzige, edle Schrewsbury. Die streitenden Parteien haben das Kampfziel, Maria zu retten oder zu verderben. Das Ringen der beiden Königinnen ist zunächst das Ringen zweier höchst unterschiedlicher Frauen. Elisabeth hat bisher auf eine Heirat und privates Glück verzichtet, damit sie sich mit ganzer Kraft den Staatsgeschäften widmen konnte. Maria Stuart hat dagegen treu gegenüber ihren Gefühlen gelebt. Aber dieser Konflikt lässt sich nicht als ein bloßer weiblicher Konflikt ansehen, weil sie nicht nur als Frauen, sondern auch als königliche Frauen hier auf Leben und Tod miteinander kämpfen. Maria war die Vorkämpferin der alten, der katholischen Religion gewesen, Elisabeth die Schirmherrin der reformatorischen Religion. Und Maria Stuart verkörpert die absterbende, die mittelaterlich ritterliche Welt, während Elisabeth die werdende, die neuzeitliche Welt verkörpert. Als Herrscherin ist Elisabeth zwar erfolgreich, aber dennoch innerlich zerrissen. Elisabeth, die Realistin, wird von der Geschichtsschreibung als Siegerin angesehen, während Maria Stuart, die Romantikerin, in Dichtung und Legende siegte.
Abstract
Maria Stuart ist eines der beliebtesten Theaterstücke Schillers, gleichermaßen attraktiv für die Bühne wie für das Publikum. In diesem Drama geht es um das Konflikt-Motiv. Schiller interessierte an Maria Stuarts Schicksal vor allem der dramatische Konflikt, in dem sich Geschichte quasi verdichtet - hier dargestellt in der Auseinandersetzung zwischen den beiden rivalisierenden Königinnen kurz vor der Hinrichtung Maria Stuarts 1587. Es gipfelt in der Gegenüberstellung der verfeindeten Königinnen, Maria Stuart und Elisabeth, die mit allen Eigenschaften der Religion und der Politik ausgestattet sind. Bleibt Maria die aus politischen Gründen Internierte, so ist Elisabeth die Gefangene ihres Amtes. Das Doppelspiel der Frauen wird in den Männergestalten gespiegelt, nämlich gegenüber dem idealistischen, todesbereiten Mortimer steht der egoistische, ängstliche Leicester, gegenüber dem staatsklugen, kühlen Burleigh der warmherzige, edle Schrewsbury. Die streitenden Parteien haben das Kampfziel, Maria zu retten oder zu verderben. Das Ringen der beiden Königinnen ist zunächst das Ringen zweier höchst unterschiedlicher Frauen. Elisabeth hat bisher auf eine Heirat und privates Glück verzichtet, damit sie sich mit ganzer Kraft den Staatsgeschäften widmen konnte. Maria Stuart hat dagegen treu gegenüber ihren Gefühlen gelebt. Aber dieser Konflikt lässt sich nicht als ein bloßer weiblicher Konflikt ansehen, weil sie nicht nur als Frauen, sondern auch als königliche Frauen hier auf Leben und Tod miteinander kämpfen. Maria war die Vorkämpferin der alten, der katholischen Religion gewesen, Elisabeth die Schirmherrin der reformatorischen Religion. Und Maria Stuart verkörpert die absterbende, die mittelaterlich ritterliche Welt, während Elisabeth die werdende, die neuzeitliche Welt verkörpert. Als Herrscherin ist Elisabeth zwar erfolgreich, aber dennoch innerlich zerrissen. Elisabeth, die Realistin, wird von der Geschichtsschreibung als Siegerin angesehen, während Maria Stuart, die Romantikerin, in Dichtung und Legende siegte.
참고문헌 (14)
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- Frenzel, Elisabeth, "Motive der Weltliteratur, In Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte" (1976), Stuttgart
- Frommer, Harald, "Lernziel: Leserrolle. Ein Annäherungsversuch an Schillers Königin Elisabeth in Klasse 10", Der Deutschunterricht, 33(2), pp.61~65 (1981)
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- Kienzle, Siegfried, "Reclams Schauspielführer" (1983), Stuttgart
- Sautermeister, Gert, "Maria Stuttgart, In Schillers Dramen. Neue Interpretationen" (1979), Stuttgart
- Wiese, Benno von, "Das deutsche DramaⅠ, In Vom Barock bis zur Gegenwart. Interpretationen" (1980), Düsseldorf
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