경계 넘기의 서사적 재현으로서의 디아스포라 문학
Diaspora Literatur als epische Repräsentation der Grenzüberschreitung
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초록
In der deutschen Literatur sind literarische Werke mit der Thematik 'Empire-Kolonie und deren Verhältnis' relativ selten, weil die Erfahrungen der imperialistischen Vergangenheit Deutschlands im Vergleich zu England und Frankreich nur von kurzer Dauer und nicht sehr ausgedehnt waren. In Deutschland fielen im Jahr 2000 mehr als 250 Autoren in die Kategorie Immigranten- bzw. Diaspora-Literatur. Darunter sind besonders erfolgreiche Autoren wie E. S. Özdamar, F. Zaimoglu, N. Cumart, S. Özdogan und R. Schami. Gemeinsam ist ihnen, dass sie entweder in den 1960er Jahren als Gastarbeiter in die Bundesrepublik Deutschland gekommen waren oder dass sie zur zweiten Generation dieser Gastarbeiter gehören. Je mehr die Zahl ausländischer Autoren in Deutschland steigt, je länger die Dauer ihres Aufenthalts, umso besser können die Immigranten ihre anfängliche 'Gast'- Rolle überwinden und die Möglichkeit erhöhen, sich zu “repräsentieren.” Die literarischen Werke der Diaspora-Literatur problematisieren dabei intensiv das Leben in der Fremde, der Peripherie und der Liminalität. Die Diaspora Literatur nimmt hauptsächlich ethnische Gruppen zum Gegenstand ihrer Darstellung, die ihre Heimat verlassen haben und in fremden Regionen leben. Ein entwurzeltes Leben an den kulturellen und geographischen Grenzen ist charakteristisch für Immigranten. So sind Hybridität und Verstreutheit die Schlüsselwörter der Diaspora-Literatur. Dieser Aufsatz behandelt Zadie Smith's Debütsroman White Teeth (2000), in dem Immigranten unterschiedlicher Herkunft im neuen Heimatland England durch Anpassung und Assimilation - 'Mimikry'(Homi Bhabha) - um ihr Dasein kämpfen. Oft bleiben sie trotzdem die Fremden bzw. Anderen, die sich zwischen den Grenzen bewegen. Zadie Smith thematisiert in diesem Roman den Diaspora-Zustand und ethnische bzw. kulturelle Hybridität sehr sachlich konkret, indem das Leben der ersten Generation, die sich an der Vergangenheit orientiert, und das der zweiten u. dritten, die das Heimatland ihrer Eltern nicht kennt, mal vergleichend, mal konfrontierend dargestellt wird.
Abstract
In der deutschen Literatur sind literarische Werke mit der Thematik 'Empire-Kolonie und deren Verhältnis' relativ selten, weil die Erfahrungen der imperialistischen Vergangenheit Deutschlands im Vergleich zu England und Frankreich nur von kurzer Dauer und nicht sehr ausgedehnt waren. In Deutschland fielen im Jahr 2000 mehr als 250 Autoren in die Kategorie Immigranten- bzw. Diaspora-Literatur. Darunter sind besonders erfolgreiche Autoren wie E. S. Özdamar, F. Zaimoglu, N. Cumart, S. Özdogan und R. Schami. Gemeinsam ist ihnen, dass sie entweder in den 1960er Jahren als Gastarbeiter in die Bundesrepublik Deutschland gekommen waren oder dass sie zur zweiten Generation dieser Gastarbeiter gehören. Je mehr die Zahl ausländischer Autoren in Deutschland steigt, je länger die Dauer ihres Aufenthalts, umso besser können die Immigranten ihre anfängliche 'Gast'- Rolle überwinden und die Möglichkeit erhöhen, sich zu “repräsentieren.” Die literarischen Werke der Diaspora-Literatur problematisieren dabei intensiv das Leben in der Fremde, der Peripherie und der Liminalität. Die Diaspora Literatur nimmt hauptsächlich ethnische Gruppen zum Gegenstand ihrer Darstellung, die ihre Heimat verlassen haben und in fremden Regionen leben. Ein entwurzeltes Leben an den kulturellen und geographischen Grenzen ist charakteristisch für Immigranten. So sind Hybridität und Verstreutheit die Schlüsselwörter der Diaspora-Literatur. Dieser Aufsatz behandelt Zadie Smith's Debütsroman White Teeth (2000), in dem Immigranten unterschiedlicher Herkunft im neuen Heimatland England durch Anpassung und Assimilation - 'Mimikry'(Homi Bhabha) - um ihr Dasein kämpfen. Oft bleiben sie trotzdem die Fremden bzw. Anderen, die sich zwischen den Grenzen bewegen. Zadie Smith thematisiert in diesem Roman den Diaspora-Zustand und ethnische bzw. kulturelle Hybridität sehr sachlich konkret, indem das Leben der ersten Generation, die sich an der Vergangenheit orientiert, und das der zweiten u. dritten, die das Heimatland ihrer Eltern nicht kennt, mal vergleichend, mal konfrontierend dargestellt wird.
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