유머 속에 나타난 토마스 만의 서술론 -『선택받은 사람』을 중심으로 -
Humor und Erzähltheorie in Thomas Manns Der Erwählte
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초록
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Humor und Erzähltheorie in Thomas Manns Spätwerk Der Erwählte’. Humor ist ein erzählerischer Stil, der der traditionellen Erzählweise Thomas Manns die eigentliche Modernität gibt. In der Idee des Humors ist eine Synthese von Geist und Leben vorgegeben. Der epische Humor erscheint in jedem Zeitalter als eine poetische Form, die durch den Konflikt zwischen dem entfremdeten Menschen und der Wirklichkeit entsteht, und als eine spezifische weltanschauliche Haltung, die auf die Überwindung des Konfliktes zielt. In der Zeit der ‘Romankrise’ sucht Thomas Mann die Einheit des Erzählens in der Form der Selbstreflexion des Erzählens über sich selbst. Aufgrund des Bewusstseins der ‘Spätzeitlichkeit’ Thomas Manns tendiert sein Erzählen meistens zur Form der Parodie. Diese Formen gestalten seinen Humor. Der Humor erscheint als eine Art heiteres Spiel. Die Heiterkeit kann aus der Erkenntnis des dunklen Triebes im menschlichen Geist und aus dessen Überwindung entstehen. Im ‘Erwählten’ wird ein legendärer Stoff humoristisch neu gestaltet. Hier spielt ‘der Geist der Erzählung’ mit der ernsten Legende ein heiteres Spiel. Dadurch wird im Roman Thomas Manns eigene Theorie der Erzählung vorgestellt. Das humoristische Spiel erscheint im Roman in wissenschaftlichen Elementen wie Erörterungen und Kommentaren, die auf das Unwissenschaftliche und das Märchenhafte angewandt werden. Hier reflektiert der traditionelle allwissende Erzähler ständig über seinen Stoff und das Erzählen selbst. Mit diesem erzählerischen Spiel gelingt es Thomas Mann, die traditionelle Erzählweise beizubehalten. Die Heiterkeit des Humors stellt den Geist der Humanität in der Sympathie mit den Menschen und der Welt vor. Sie dient der Verwirklichung der Kunstidee Thomas Manns, deren Ziel die Verbreitung höherer Heiterkeit unter den Menschen ist.
Abstract
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Humor und Erzähltheorie in Thomas Manns Spätwerk Der Erwählte’. Humor ist ein erzählerischer Stil, der der traditionellen Erzählweise Thomas Manns die eigentliche Modernität gibt. In der Idee des Humors ist eine Synthese von Geist und Leben vorgegeben. Der epische Humor erscheint in jedem Zeitalter als eine poetische Form, die durch den Konflikt zwischen dem entfremdeten Menschen und der Wirklichkeit entsteht, und als eine spezifische weltanschauliche Haltung, die auf die Überwindung des Konfliktes zielt. In der Zeit der ‘Romankrise’ sucht Thomas Mann die Einheit des Erzählens in der Form der Selbstreflexion des Erzählens über sich selbst. Aufgrund des Bewusstseins der ‘Spätzeitlichkeit’ Thomas Manns tendiert sein Erzählen meistens zur Form der Parodie. Diese Formen gestalten seinen Humor. Der Humor erscheint als eine Art heiteres Spiel. Die Heiterkeit kann aus der Erkenntnis des dunklen Triebes im menschlichen Geist und aus dessen Überwindung entstehen. Im ‘Erwählten’ wird ein legendärer Stoff humoristisch neu gestaltet. Hier spielt ‘der Geist der Erzählung’ mit der ernsten Legende ein heiteres Spiel. Dadurch wird im Roman Thomas Manns eigene Theorie der Erzählung vorgestellt. Das humoristische Spiel erscheint im Roman in wissenschaftlichen Elementen wie Erörterungen und Kommentaren, die auf das Unwissenschaftliche und das Märchenhafte angewandt werden. Hier reflektiert der traditionelle allwissende Erzähler ständig über seinen Stoff und das Erzählen selbst. Mit diesem erzählerischen Spiel gelingt es Thomas Mann, die traditionelle Erzählweise beizubehalten. Die Heiterkeit des Humors stellt den Geist der Humanität in der Sympathie mit den Menschen und der Welt vor. Sie dient der Verwirklichung der Kunstidee Thomas Manns, deren Ziel die Verbreitung höherer Heiterkeit unter den Menschen ist.
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