획일화된 사회에서의 아동비만과 정체성의 문제 - 카슈니츠의 자전적 단편 『뚱보 아이』를 중심으로
Die Korpulenz und das Identitätsproblem in der verdinglichten Gesellschaft - Eine Studie zu Das dicke Kind von Marie Luise Kaschnitz
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초록
Das dicke Kind ist eine autobiographische Erzählung von Marie Luise Kaschnitz. Darin verarbeitet sie die negativen Erinnerungsspuren ihrer Kindheit mit Hilfe fiktionaler Erzählungselemente. In der Konstellation der Erzählung verdeutlicht sich die Selbstentfremdung und Selbstdiskrepanz einer Dicken. Denn die verdinglichte Gesellschaft unterwirft alle ihre Mitglieder dem gleichen Wertesystem. Dazu gehört ein schönes und schlankes Äußeres. Ist dieses nicht vorhanden, entfremdet man sich von der Gesellschaft und letzten Endes von sich selbst. So identifiziert sich die Hauptfigur, die Dicke, nicht mit sich selbst, sondern mit den anderen, z. B mit ihrer schönen, schlanken, in jeder Hinsicht perfekten Schwester. Das Resultat symbolisiert sich als Einbruch ins Eis auf zugefrorenem See, als das dicke Kind die Stelle betritt. Das geschah an der Stelle, an der die Schwester vordem wie eine Ballerina getanzt hatte. Die Dicke strebt mit ihren kratzigen, unbeholfenen Stößen unter Wasser immer weiter hinaus. Aber plötzlich hebt das dicke Kind den Kopf. Sein Überlebenswille ist erwacht. Die Ursache liegt nicht in der organisierten und verwalteten Welt, sondern in der Natur des Menschen selbst. Kaschnitz drückt es literarisch so aus: “das war ein langer Kampf, ein schreckliches Ringen um Befreiung und Verwandlung, wie das Aufbrechen einer Schale oder eines Gespinstes”. Auf der erzählerischen Ebene bedient Kaschnitz sich in ihrer autobiographischen Erzählung für die Darstellung des Reflexionsprozesses der Fiktionalität poetischer Elemente sowie der Fragmentform. Der Reflexionsraum der fiktiven Erzählung trägt zur Möglichkeit der Erkenntnis des Subjekts bei.
Abstract
Das dicke Kind ist eine autobiographische Erzählung von Marie Luise Kaschnitz. Darin verarbeitet sie die negativen Erinnerungsspuren ihrer Kindheit mit Hilfe fiktionaler Erzählungselemente. In der Konstellation der Erzählung verdeutlicht sich die Selbstentfremdung und Selbstdiskrepanz einer Dicken. Denn die verdinglichte Gesellschaft unterwirft alle ihre Mitglieder dem gleichen Wertesystem. Dazu gehört ein schönes und schlankes Äußeres. Ist dieses nicht vorhanden, entfremdet man sich von der Gesellschaft und letzten Endes von sich selbst. So identifiziert sich die Hauptfigur, die Dicke, nicht mit sich selbst, sondern mit den anderen, z. B mit ihrer schönen, schlanken, in jeder Hinsicht perfekten Schwester. Das Resultat symbolisiert sich als Einbruch ins Eis auf zugefrorenem See, als das dicke Kind die Stelle betritt. Das geschah an der Stelle, an der die Schwester vordem wie eine Ballerina getanzt hatte. Die Dicke strebt mit ihren kratzigen, unbeholfenen Stößen unter Wasser immer weiter hinaus. Aber plötzlich hebt das dicke Kind den Kopf. Sein Überlebenswille ist erwacht. Die Ursache liegt nicht in der organisierten und verwalteten Welt, sondern in der Natur des Menschen selbst. Kaschnitz drückt es literarisch so aus: “das war ein langer Kampf, ein schreckliches Ringen um Befreiung und Verwandlung, wie das Aufbrechen einer Schale oder eines Gespinstes”. Auf der erzählerischen Ebene bedient Kaschnitz sich in ihrer autobiographischen Erzählung für die Darstellung des Reflexionsprozesses der Fiktionalität poetischer Elemente sowie der Fragmentform. Der Reflexionsraum der fiktiven Erzählung trägt zur Möglichkeit der Erkenntnis des Subjekts bei.
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