실패한 성장과정 - 루드비히 틱의 『금발의 에크베르트』속 베르타 이야기
Gescheiterter Entwicklungsprozess - Berthas Geschichte in <Der blonde Eckbert> von Ludwig Tieck
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초록
Ludwig Tiecks Der blonde Eckbert ist in der Vergangenheit bereits Gegenstand zahlreicher literaturwissenschaftlicher Untersuchungen unter den verschiedensten Perspektiven und Fragestellungen geworden. Der vorliegende Aufsatz sucht einen neuen Zugang zu Tiecks Text, indem er, unter Rückgriff auf die Theorien Mario Erdheims, das Schicksal der Protagonisten als Folge einer gescheiterten Adoleszenz begreift. Berthas Kindheits- und Jugendgeschichte rückt so in den Fokus der Aufmerksamkeit. Erdheim sieht es als eine Hauptaufgabe des Adoleszenten an, den Übergang von der Sphäre der Familie zur Sphäre der Kultur und Gesellschaft zu meistern, wobei zwischen beiden Bereichen ein zum Teil antagonistisches Verhältnis herrscht. Traditionellen, beharrenden Elementen der Familie stehen progressive kulturelle Elemente gegenüber. Daraus resultieren für den Jugendlichen Schwierigkeiten, die zu einem Scheitern der Persönlichkeitsentwicklung führen können. Genau dies ist in Berthas Geschichte der Fall. Die Analyse des Tieckschen Textes zeigt, dass ihr einerseits die Lösung von ihrer Ursprungsfamilie, andererseits, nach ihrer Rückkehr aus der Waldeinsamkeit, die Integration in die Gesellschaft nicht gelingt. In ihrem Denken bleibt sie in einem Kreisen um die Vergangenheit der eigenen Person gefangen. Diese Apekte weisen deutlich auf die Symptome einer ‘eingefrorenen Adoleszenz’ im Sinne Erdheims hin. Der vorliegende Aufsatz möchte einen Beitrag zur Diskussion um die literarische Auseinandersetzung mit der Problematik moderner Adoleszenz leisten, die zur Zeit der Entstehung des Blonden Eckbert im Zuge allgemeiner gesellschaftlicher Modernisierung überhaupt erst emöglicht wurde.
Abstract
Ludwig Tiecks Der blonde Eckbert ist in der Vergangenheit bereits Gegenstand zahlreicher literaturwissenschaftlicher Untersuchungen unter den verschiedensten Perspektiven und Fragestellungen geworden. Der vorliegende Aufsatz sucht einen neuen Zugang zu Tiecks Text, indem er, unter Rückgriff auf die Theorien Mario Erdheims, das Schicksal der Protagonisten als Folge einer gescheiterten Adoleszenz begreift. Berthas Kindheits- und Jugendgeschichte rückt so in den Fokus der Aufmerksamkeit. Erdheim sieht es als eine Hauptaufgabe des Adoleszenten an, den Übergang von der Sphäre der Familie zur Sphäre der Kultur und Gesellschaft zu meistern, wobei zwischen beiden Bereichen ein zum Teil antagonistisches Verhältnis herrscht. Traditionellen, beharrenden Elementen der Familie stehen progressive kulturelle Elemente gegenüber. Daraus resultieren für den Jugendlichen Schwierigkeiten, die zu einem Scheitern der Persönlichkeitsentwicklung führen können. Genau dies ist in Berthas Geschichte der Fall. Die Analyse des Tieckschen Textes zeigt, dass ihr einerseits die Lösung von ihrer Ursprungsfamilie, andererseits, nach ihrer Rückkehr aus der Waldeinsamkeit, die Integration in die Gesellschaft nicht gelingt. In ihrem Denken bleibt sie in einem Kreisen um die Vergangenheit der eigenen Person gefangen. Diese Apekte weisen deutlich auf die Symptome einer ‘eingefrorenen Adoleszenz’ im Sinne Erdheims hin. Der vorliegende Aufsatz möchte einen Beitrag zur Diskussion um die literarische Auseinandersetzung mit der Problematik moderner Adoleszenz leisten, die zur Zeit der Entstehung des Blonden Eckbert im Zuge allgemeiner gesellschaftlicher Modernisierung überhaupt erst emöglicht wurde.
참고문헌 (16)
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