크리스타 볼프의 『메데아. 목소리들』 - 자아성찰과 서사극적 기능
Christa Wolfs Medea. Stimmen - Kritische Reflexion und Funktion des epischen Theaters
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초록
Vor Medea hat Christa Wolf versucht, in ihrem Kassandra in einer Art von Selbst-Bekenntnis eine eigene Identität zu finden. In diesem Werk aktualisiert sie den Kassandra Mythos als Kritik am Androzentrismus und an dem mit dem Rationalismus verbundenen drohenden Atomkrieges und gestaltet die gesellschaftliche Gewalt gegen Frauen. Sie erhofft als Gegenmodell eine Gesellschaft, in der die ganze Menschheit als wahre Menschen leben kann. Wie die in der Geschichte isolierten Frauen sich trotz Ausgrenzung und Lügen mutig widersetzten, konnte es als der Prozess gelesen werden, dieses wahre menschliche Dasein zu erreichen. Dies führte zum Erfolg sowohl bei der Kritik als auch auf dem Buchmarkt. Medea. Stimmen zeigt die gleiche Suche nach einer wahren Identität und wird trotzdem als 'Schlüsselroman" verdächtigt. Warum? In diesem Aufsatz wird erörtert, ob die scharfe Kritik mit dem Werk Was bleibt zusammenhängt. Dabei wird das Augenmerk auf die literarischen Kontroversen in der Zeit der Wiedervereinigung gerichtet. Daraufhin wird der Versuch unternommen, mit dem Begriff des epischen Theaters zu beweisen, dass die scharfe Kritik an Medea auf einer Verkennung beruht. Dass man hier in Bezug auf das Genre „Roman“ über die Funktion des epischen Theaters debattieren kann, beruht darauf, dass die Autorin dem Werk den Untertitel „Stimmen“ gibt. Bei dem Versuch, durch eine neue Lektüre des Medea-Mythos eine Identität zu finden verbindet Wolf die Funktion des epischen Theaters mit Elisabeth Lenks Achronie und versetzt sie in das Genre „Roman“, damit eine kritische Reflexion möglich wird. Diese außergewöhnliche Kreativität lässt es als engstirnige Verkennung von Seiten der Kritiker erscheinen, dass Medea nach der scharfen Kritik an Was bleibt noch weiter als Schlüsselroman gelesen wird.
Abstract
Vor Medea hat Christa Wolf versucht, in ihrem Kassandra in einer Art von Selbst-Bekenntnis eine eigene Identität zu finden. In diesem Werk aktualisiert sie den Kassandra Mythos als Kritik am Androzentrismus und an dem mit dem Rationalismus verbundenen drohenden Atomkrieges und gestaltet die gesellschaftliche Gewalt gegen Frauen. Sie erhofft als Gegenmodell eine Gesellschaft, in der die ganze Menschheit als wahre Menschen leben kann. Wie die in der Geschichte isolierten Frauen sich trotz Ausgrenzung und Lügen mutig widersetzten, konnte es als der Prozess gelesen werden, dieses wahre menschliche Dasein zu erreichen. Dies führte zum Erfolg sowohl bei der Kritik als auch auf dem Buchmarkt. Medea. Stimmen zeigt die gleiche Suche nach einer wahren Identität und wird trotzdem als 'Schlüsselroman" verdächtigt. Warum? In diesem Aufsatz wird erörtert, ob die scharfe Kritik mit dem Werk Was bleibt zusammenhängt. Dabei wird das Augenmerk auf die literarischen Kontroversen in der Zeit der Wiedervereinigung gerichtet. Daraufhin wird der Versuch unternommen, mit dem Begriff des epischen Theaters zu beweisen, dass die scharfe Kritik an Medea auf einer Verkennung beruht. Dass man hier in Bezug auf das Genre „Roman“ über die Funktion des epischen Theaters debattieren kann, beruht darauf, dass die Autorin dem Werk den Untertitel „Stimmen“ gibt. Bei dem Versuch, durch eine neue Lektüre des Medea-Mythos eine Identität zu finden verbindet Wolf die Funktion des epischen Theaters mit Elisabeth Lenks Achronie und versetzt sie in das Genre „Roman“, damit eine kritische Reflexion möglich wird. Diese außergewöhnliche Kreativität lässt es als engstirnige Verkennung von Seiten der Kritiker erscheinen, dass Medea nach der scharfen Kritik an Was bleibt noch weiter als Schlüsselroman gelesen wird.
참고문헌 (16)
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