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낯선 시선으로 바라본 전체주의 사회의 잿빛 풍경 - 헤르타 뮐러의 『그때 이미 여우는 사냥꾼이었다 』를 중심으로

Die graue Landschaft der totalitären Gesellschaft mit dem fremden Blick - In Bezug auf Herta Müllers DerFuchswardamalsschonderJäger

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주제분류독일어와문학

초록

Der eigentliche Handlungsrahmen des Romans ist nur angedeutet. Die Handlung kreist um die Lehrerin Adina, die in einer heruntergekommenen rumänischen Vorstadt ihren tristen Alltag fristet. Ihre Erlebnisse reihen sich von der Kindheit bis hin zum Umsturz des Ceauçescu-Regimes. Die Bildführung ist eingestellt auf die beiden weiblichen Hauptfiguren, Adina und ihre Freundin, die Fabrikarbeiterin Clara. Eines Tages findet Adina das Fuchsfell in ihrer Wohnung zerstückelt vor, was sie als Bedrohung erlebt. Der Roman nun basiert auf der Grundlage des Drehbuchs, das Herta Müller mit Harry Merkle schrieb. In der filmähnlichen szenischen Aneinanderreihung im temporeichen Wechsel folgen die kurzen Erzählabschnitte aufeinander wie Kameraeinstellungen. Dieser Kamerablick und der große Bildreichtum des Romans haben unmittelbar miteinander zu tun. In ihrem Roman zeichnet Herta Müller in expressiven Bildern das krude, Schrecken erregende Panorama eines totalitären Regimes. Ihre Spannung erzielt diese Prosa nicht durch das Geschehen, sondern durch die Intensität der aneinander gereihten symbolhaften Bilder. Noch im kleinsten Detail spiegelt sich die Verkommenheit dessen, was das Regime aus den Menschen und dem Land gemacht hat. Es sind Bilder der allgegenwärtigen Bedrohung und der Angst, Bilder der Demütigung und der Aussichtslosigkeit, Bilder der Verzweiflung und Unterdrückung des einfachen Volkes. Das Leben der Figuren ist geprägt durch Hunger und Armut, Brutalität und schlechte Behandlung, Überwachung und Zensur durch den Geheimdienst. Die Sprache nimmt Phantasie- und Metaphernanstöße der Landschaft auf und hebt von der sinnlichen Erfahrung ab, so dass ein ganz eigenes poetisches Geflecht aus übertragener Bildlichkeit entsteht. Auch die Pflanzen- und Tiersymbolik stellt ein Hauptmerkmal dar und berherrscht den Roman bis ins kleinste Detail. Blumen und Insekten wechseln sich häufig ab: Blumen eher als Kontrast zum grauen Alltag, Insekten, um die Widerlichkeit zu verdeutlichen. Müllers Stil ist geprägt durch Bewusstseinsströmungen, Perspektivumbrüche, wörtliche Rede ohne Anführungszeichen, Aneinanderreihungen von Sequenzen und kurzen Geschichten oder Beobachtungen, assoziative Sinneseindrücke und Abbrüche von Gesprächsfetzen. Neben eingefügten imaginierten Gesprächen oder Träumen und zeitlichen, perspektivischen oder lokalen Parallelebenen treten weiterhin Unterbrechungen, Zeilensprünge, Widersprüche, Personifizierungen und Dämonisierungen von Naturelementen und Pflanzen, eingeschobene Songverse und Volksweisheiten. Herta Müller sieht die Gefahr des Weiterlebens unter neuer Tarnung noch nicht gebannt. Sie lässt Adina erkennen, dass auch nach dem Umsturz die Bedrohung allgegenwärtig geblieben ist.

Abstract

Der eigentliche Handlungsrahmen des Romans ist nur angedeutet. Die Handlung kreist um die Lehrerin Adina, die in einer heruntergekommenen rumänischen Vorstadt ihren tristen Alltag fristet. Ihre Erlebnisse reihen sich von der Kindheit bis hin zum Umsturz des Ceauçescu-Regimes. Die Bildführung ist eingestellt auf die beiden weiblichen Hauptfiguren, Adina und ihre Freundin, die Fabrikarbeiterin Clara. Eines Tages findet Adina das Fuchsfell in ihrer Wohnung zerstückelt vor, was sie als Bedrohung erlebt. Der Roman nun basiert auf der Grundlage des Drehbuchs, das Herta Müller mit Harry Merkle schrieb. In der filmähnlichen szenischen Aneinanderreihung im temporeichen Wechsel folgen die kurzen Erzählabschnitte aufeinander wie Kameraeinstellungen. Dieser Kamerablick und der große Bildreichtum des Romans haben unmittelbar miteinander zu tun. In ihrem Roman zeichnet Herta Müller in expressiven Bildern das krude, Schrecken erregende Panorama eines totalitären Regimes. Ihre Spannung erzielt diese Prosa nicht durch das Geschehen, sondern durch die Intensität der aneinander gereihten symbolhaften Bilder. Noch im kleinsten Detail spiegelt sich die Verkommenheit dessen, was das Regime aus den Menschen und dem Land gemacht hat. Es sind Bilder der allgegenwärtigen Bedrohung und der Angst, Bilder der Demütigung und der Aussichtslosigkeit, Bilder der Verzweiflung und Unterdrückung des einfachen Volkes. Das Leben der Figuren ist geprägt durch Hunger und Armut, Brutalität und schlechte Behandlung, Überwachung und Zensur durch den Geheimdienst. Die Sprache nimmt Phantasie- und Metaphernanstöße der Landschaft auf und hebt von der sinnlichen Erfahrung ab, so dass ein ganz eigenes poetisches Geflecht aus übertragener Bildlichkeit entsteht. Auch die Pflanzen- und Tiersymbolik stellt ein Hauptmerkmal dar und berherrscht den Roman bis ins kleinste Detail. Blumen und Insekten wechseln sich häufig ab: Blumen eher als Kontrast zum grauen Alltag, Insekten, um die Widerlichkeit zu verdeutlichen. Müllers Stil ist geprägt durch Bewusstseinsströmungen, Perspektivumbrüche, wörtliche Rede ohne Anführungszeichen, Aneinanderreihungen von Sequenzen und kurzen Geschichten oder Beobachtungen, assoziative Sinneseindrücke und Abbrüche von Gesprächsfetzen. Neben eingefügten imaginierten Gesprächen oder Träumen und zeitlichen, perspektivischen oder lokalen Parallelebenen treten weiterhin Unterbrechungen, Zeilensprünge, Widersprüche, Personifizierungen und Dämonisierungen von Naturelementen und Pflanzen, eingeschobene Songverse und Volksweisheiten. Herta Müller sieht die Gefahr des Weiterlebens unter neuer Tarnung noch nicht gebannt. Sie lässt Adina erkennen, dass auch nach dem Umsturz die Bedrohung allgegenwärtig geblieben ist.

참고문헌 (11)

  1. Müller, Herta, "Der Fuchs war damals schon der Jäger" (2009), Hanser, Carl GmbH + Co.
  2. 박정희, "바나트 독일-루마니아 소수민족과 차우세스크 독재정권 - 헤르타 뮐러의 텍스트를 중심으로", 독일어문학, 14(4), pp.63~84 (2006), 한국독일어문학회
  3. 헤르타 뮐러, "그때 이미 여우는 사냥꾼이었다" (2010), 문학동네
  4. Bozzi, Paola, "Der Fremde Blick. Zum Werk Herta Müllers" (2005)
  5. Brodbeck, Nina, "Schreckenbilder. Zum Angstbegriff im Werk Herta Müllers" (2000)
  6. Carmine Chiellino, "Interkulturelle Literatur in Deutschland. Ein Handbuch" (2000)
  7. Müller, Herta, "Der Wind spricht nicht, sondern die Menschen sprechen. Gespräch. In: Frankfurter Rundschau vom 12.07. 1995", ~ (1995)
  8. Zierden, Josef, "Deutsche Frösche. Zur 》Diktatur des Dorfes《 bei Herta Müller. in: Text und Kritik 155", Text und Kritik, (155), pp.30~38 (2002)

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