카프카의 「학술원에 드리는 보고」를 통해 본 문화적 소통 양상
Die Art und Weise der kulturellen Kommunikation in Kafkas Ein Bericht für eine Akademie
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초록
Kafkas Ein Bericht für eine Akademie, in dem ein Affe von der Goldküste an einer Akademie über seine Menschwerdung berichtet, lässt sich als Verwandlungsgeschichte lesen. Das Werk bietet uns die Möglichkeit zu überlegen, welchen Standpunkt man in interkultureller Kommunikation einnehmen sollte. Sie ist eng mit der Frage nach Identität und Fremdheit verbunden. In Kafkas Brief an R. Klopstock werden drei unterschiedliche Figuren Abrahams aufgezeigt. ‘Ein Abraham’, wie in der Bibel, der sich gegenüber einer anderen Kultur von einer gesicherten kulturellen Identität aus öffnet. In diesem Fall lässt er sich durch andere Kulturen bereichern, ohne seine eigene kulturelle Identität aufzugeben. Dagegen verweigert ‘ein anderer Abraham’ den Kontakt mit anderen Kulturen, weil er glaubt, in seiner eigenen Kultur nicht gefestigt zu sein. Er hält starr an seiner eigenen kulturellen Identität fest. Schließlich ist ‘aber ein anderer Abraham’ zwar offen gegenüber anderen Kulturen, seine kulturelle Identität ist jedoch nicht gefestigt. In diesem Fall vermag er seine kulturelle Identität nicht zu bewahren und er erliegt einer anderen, mächtigeren Kultur. Im Hinblick auf diese drei Abrahams lassen sich die Figuren in Kafkas Erzählung unterscheiden: ‘Die hohen Herren der Akademie’ entsprechen ‘einem Abraham’, ‘ein freier Affe von der Goldküste’ und die ‘Schiffsleute’ ‘einem anderen Abraham’, während ‘Rotpeter’ in der Menschwerdung, ‘sein erster Lehrer’ und ‘die junge, halbdressierte Schimpansin’ schließlich ‘aber einem anderen Abraham’ entsprechen. Der freie Affe und die Schiffsleute wahren zwar ihre kulturelle Identität, aber ihre Kultur kann nicht wie auf einer Insel einfach unverändert fortbestehen. Dagegen geht die kulturelle Identität bei Rotpeter und seinem ersten Lehrer verloren, weil ihre eigene Kultur einer anderen, mächtigeren Kultur unterliegt. Dem Werdegang der beiden folgt auch die junge, halbdressierte Schimpansin. Obwohl ‘die hohen Herren der Akademie’ sich gegenüber einer anderen Kultur öffnen, bewahren sie doch ihre eigene kulturelle Identität, lassen sich jedoch durch die fremde Kultur bereichern. Es lässt sich daher sagen, dass in Kafkas Erzählung Sichtweisen interkultureller Kommunikation thematisiert werden. In Idealfall werden andere Kulturen weder unterdrückt, noch werden diese einer mächtigeren Kultur unterworfen, sondern der Wert jeder Kultur wird anerkannt und die unterschiedlichen Kulturen kommunizieren gleichberechtigt miteinander.
Abstract
Kafkas Ein Bericht für eine Akademie, in dem ein Affe von der Goldküste an einer Akademie über seine Menschwerdung berichtet, lässt sich als Verwandlungsgeschichte lesen. Das Werk bietet uns die Möglichkeit zu überlegen, welchen Standpunkt man in interkultureller Kommunikation einnehmen sollte. Sie ist eng mit der Frage nach Identität und Fremdheit verbunden. In Kafkas Brief an R. Klopstock werden drei unterschiedliche Figuren Abrahams aufgezeigt. ‘Ein Abraham’, wie in der Bibel, der sich gegenüber einer anderen Kultur von einer gesicherten kulturellen Identität aus öffnet. In diesem Fall lässt er sich durch andere Kulturen bereichern, ohne seine eigene kulturelle Identität aufzugeben. Dagegen verweigert ‘ein anderer Abraham’ den Kontakt mit anderen Kulturen, weil er glaubt, in seiner eigenen Kultur nicht gefestigt zu sein. Er hält starr an seiner eigenen kulturellen Identität fest. Schließlich ist ‘aber ein anderer Abraham’ zwar offen gegenüber anderen Kulturen, seine kulturelle Identität ist jedoch nicht gefestigt. In diesem Fall vermag er seine kulturelle Identität nicht zu bewahren und er erliegt einer anderen, mächtigeren Kultur. Im Hinblick auf diese drei Abrahams lassen sich die Figuren in Kafkas Erzählung unterscheiden: ‘Die hohen Herren der Akademie’ entsprechen ‘einem Abraham’, ‘ein freier Affe von der Goldküste’ und die ‘Schiffsleute’ ‘einem anderen Abraham’, während ‘Rotpeter’ in der Menschwerdung, ‘sein erster Lehrer’ und ‘die junge, halbdressierte Schimpansin’ schließlich ‘aber einem anderen Abraham’ entsprechen. Der freie Affe und die Schiffsleute wahren zwar ihre kulturelle Identität, aber ihre Kultur kann nicht wie auf einer Insel einfach unverändert fortbestehen. Dagegen geht die kulturelle Identität bei Rotpeter und seinem ersten Lehrer verloren, weil ihre eigene Kultur einer anderen, mächtigeren Kultur unterliegt. Dem Werdegang der beiden folgt auch die junge, halbdressierte Schimpansin. Obwohl ‘die hohen Herren der Akademie’ sich gegenüber einer anderen Kultur öffnen, bewahren sie doch ihre eigene kulturelle Identität, lassen sich jedoch durch die fremde Kultur bereichern. Es lässt sich daher sagen, dass in Kafkas Erzählung Sichtweisen interkultureller Kommunikation thematisiert werden. In Idealfall werden andere Kulturen weder unterdrückt, noch werden diese einer mächtigeren Kultur unterworfen, sondern der Wert jeder Kultur wird anerkannt und die unterschiedlichen Kulturen kommunizieren gleichberechtigt miteinander.
참고문헌 (15)
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- Sokel, Walter H., "Identität und Individuum oder Vergangenheit und Zukunft. Zum Identitätsprobleme in Franz Kafkas “Ein Bericht an eine Akademie” in psychoanalytischem und zeithistorischem Kontext, In Die Vielfalt in Kafkas Leben und Werk", pp.245~257 (2005)
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