문학 속의 스포츠 -무질과 브레히트를 중심으로
Sport in der Literatur -am Beispiel von Robert Musil und Bertolt Brecht
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초록
In den 1920er Jahren in Deutschland, wo der Sport einen enormen gesellschaftlichen Aufschwung erlebte - wie heute -, setzen sich zwei der bedeutendsten Autoren, Musil und Brecht, mit dem Sport auseinander, und zwar ohne schiefen Blick. In seinem Hauptwerk Der Mann ohne Eigenschaften verwendet Musil das Sportmotiv für die Charakterisirung der Figuren, aber, noch wichtiger, sieht er im Sportserlebnis eine Möglichkeit des anderen Zustandes, der Hauptidee des Romans. Die Darstellung des Sportserlebnisses im Roman läßt sich folgendermaßen zusammenzufassen: Im Augenblick der sportlichen Handlung steht der Körper in Mittelpunkt des Handelns, nicht der Wille und die bewusste Absicht. In diesem daher eher intuiviten Handeln ist auch das Gefühl das Hauptmovens des Handelns, das in der zivilisierten Welt selten zur vollen Entfaltung kommt. In diesem Zustand der geistigen Abweseneheit und gefühlsmäßigen Handelns erlebt der Mensch ein anderes Verhältnis zu sich und zu seiner Welt als im normalen und bewussten Leben. Dieser Zustand, der als Unterbrechung der bewussten Person und Entrückung darstellt, zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem mystischen Erlebnis in der Religion. So fungiert das Sportserlebnis als ein zeitgenössischer Ersatz des immerwährenden religiösen Bedürfnisses des Menschen.
Abstract
In den 1920er Jahren in Deutschland, wo der Sport einen enormen gesellschaftlichen Aufschwung erlebte - wie heute -, setzen sich zwei der bedeutendsten Autoren, Musil und Brecht, mit dem Sport auseinander, und zwar ohne schiefen Blick. In seinem Hauptwerk Der Mann ohne Eigenschaften verwendet Musil das Sportmotiv für die Charakterisirung der Figuren, aber, noch wichtiger, sieht er im Sportserlebnis eine Möglichkeit des anderen Zustandes, der Hauptidee des Romans. Die Darstellung des Sportserlebnisses im Roman läßt sich folgendermaßen zusammenzufassen: Im Augenblick der sportlichen Handlung steht der Körper in Mittelpunkt des Handelns, nicht der Wille und die bewusste Absicht. In diesem daher eher intuiviten Handeln ist auch das Gefühl das Hauptmovens des Handelns, das in der zivilisierten Welt selten zur vollen Entfaltung kommt. In diesem Zustand der geistigen Abweseneheit und gefühlsmäßigen Handelns erlebt der Mensch ein anderes Verhältnis zu sich und zu seiner Welt als im normalen und bewussten Leben. Dieser Zustand, der als Unterbrechung der bewussten Person und Entrückung darstellt, zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem mystischen Erlebnis in der Religion. So fungiert das Sportserlebnis als ein zeitgenössischer Ersatz des immerwährenden religiösen Bedürfnisses des Menschen.
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