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서구 주체의 자기 정체성에 관하여 - 로베르트 무질의 『생도 퇴를레스의 혼란』 소고 -

Zur Identität des europäischen Subjekts - Die Verwirrungen des Zöglings Törless von Robert Musil

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주제분류독일어와문학

초록

Im vorliegenden gilt es, den am Anfang des 20. Jahrhunderts erschienenen Roman Robert Musils Die Verwirrungen des Zöglings Törless im Rahmen der Betrachtung des tradierten Bildungsromans zu analysieren. Das heisst, dass es bei dieser Betrachtung nicht um den ‘ersten’ Roman Musils geht, der meines Erachtens allzu häufig im Zusammenhang mit dem sogenannten “gewaltigen Torso” des Autors Musil in der deutschen Literatur gelesen wird: Törless, den Protagonisten des Romans, identifiziert man mit dem Ulrich aus dem Mann ohne Eigenschaft, wobei die vom Autor vorgebrachte Idee des Romans auf die des Torso-Romans zurückgeführt werden sollte. Im vorliegenden gilt das Interesse also dem Werdegang der Hauptfigur des Romans, den Musil als moralisch bezeichnet hat, als Perfektibilisierungsprozess des Subjekts, den die tradierte Bildungsgeschichte der Moderne darstellen sollte. Dabei gilt es, unser Augenmerk darauf zu richten, wer dieses Subjekt ist. Meines Erachtens handelt es sich bei diesem Prozess weniger um die Selbstfindung eines Menschen, der im universalistischen Sinne, also jenseits aller Politik zu bestimmen ist. Dieser Prozess bedeutet vor allem die Ichfindung des Protagonisten als westlicher Europäer. In diesem Zusammenhang befassen wir uns mit der im Roman als Antagonisten zu betrachtenden Nebenfigur Beineberg, der unter dem Einfluss des Vaters sein Selbst im Indischen zu finden sucht, das im Roman das Nichteuropäische als das Andere repräsentiert. Es soll im vorliegenden aufgezeigt werden, dass die als moralisch bezeichnete Subjektwerdung des Bildungsprotagonisten Musils einen politischen, d. h. eurozentristischen Prozeß des Ausschließens des Anderen darstellt.

Abstract

Im vorliegenden gilt es, den am Anfang des 20. Jahrhunderts erschienenen Roman Robert Musils Die Verwirrungen des Zöglings Törless im Rahmen der Betrachtung des tradierten Bildungsromans zu analysieren. Das heisst, dass es bei dieser Betrachtung nicht um den ‘ersten’ Roman Musils geht, der meines Erachtens allzu häufig im Zusammenhang mit dem sogenannten “gewaltigen Torso” des Autors Musil in der deutschen Literatur gelesen wird: Törless, den Protagonisten des Romans, identifiziert man mit dem Ulrich aus dem Mann ohne Eigenschaft, wobei die vom Autor vorgebrachte Idee des Romans auf die des Torso-Romans zurückgeführt werden sollte. Im vorliegenden gilt das Interesse also dem Werdegang der Hauptfigur des Romans, den Musil als moralisch bezeichnet hat, als Perfektibilisierungsprozess des Subjekts, den die tradierte Bildungsgeschichte der Moderne darstellen sollte. Dabei gilt es, unser Augenmerk darauf zu richten, wer dieses Subjekt ist. Meines Erachtens handelt es sich bei diesem Prozess weniger um die Selbstfindung eines Menschen, der im universalistischen Sinne, also jenseits aller Politik zu bestimmen ist. Dieser Prozess bedeutet vor allem die Ichfindung des Protagonisten als westlicher Europäer. In diesem Zusammenhang befassen wir uns mit der im Roman als Antagonisten zu betrachtenden Nebenfigur Beineberg, der unter dem Einfluss des Vaters sein Selbst im Indischen zu finden sucht, das im Roman das Nichteuropäische als das Andere repräsentiert. Es soll im vorliegenden aufgezeigt werden, dass die als moralisch bezeichnete Subjektwerdung des Bildungsprotagonisten Musils einen politischen, d. h. eurozentristischen Prozeß des Ausschließens des Anderen darstellt.

참고문헌 (17)

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