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모순의 유희적 성격 -『피가로 이혼하다』와 『푼틸라 씨와 그의 하인 마티』를 중심으로

Der Spielcharakter des Widerspruchs-anhand Figaro lßt sich scheiden und Herr Puntila und sein Knecht Matti-

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Ödön von Horváth und Bertolt Brecht haben gemeinsam, dass sie in ihren Stücken Lügen demaskieren und den Rezipienten dazu bringen, die Wirklichkeit ins Auge zu fassen. Sie beziehen sich auf die verdeckten Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft, die gewöhnlich unkritisch aufgenommen werden. Um die Widersprüche zu zeigen oder neue Erkenntnisse zu vermitteln, übernehmen und ändern die beiden Dramatiker bekannte Stoffe, wie z.B. bekannte Personen, Motive, Ausdrücke usw. Daraus entsteht ein Verfremdungseffekt, der die habituelle Erwartung des Lesers bzw. Publikums entautomatisiert. Der Unterschied zwischen beiden liegt aber darin, dass Horváths Dramaturgie Tragik in der Komik und die Einfühlung nicht gänzlich ausschließt, während Brecht sie nicht zulässt und die Einsicht in die Mechanismen der Wirklichkeit betont. In dieser Arbeit wird versucht, Horváths Komödie Figaro läßt sich scheiden (1937) und Brechts Volksstück Herr Puntila und sein Knecht Matti (1940/41) in Bezug auf den Spielcharakter des Widerspruchs zu analysieren. In der Gestaltung des Motivs ‘Herr und Knecht’ zeigen beide Autoren ihre Figuren als gespalten. Deshalb ist es problematisch, diese Figuren zu typisieren und sie rahmenhaft aufzufassen: Figaro ist eine Spielfigur, die verschiedenartige Wandlungen durchmacht und die Gedanken des Rezipienten in Gang setzt; der Gutsbesitzer Puntila ist eine gespaltene Figur, die sich quasi zwischen Traum und Wirklichkeit hin und her bewegt. Mein Interesse an dem Spielerischen ist damit verbunden, wie die beiden Dramatiker im Exil, von den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen isoliert, in diesen beiden Stücken einen neuen Vorstellungsraum schaffen.

Abstract

Ödön von Horváth und Bertolt Brecht haben gemeinsam, dass sie in ihren Stücken Lügen demaskieren und den Rezipienten dazu bringen, die Wirklichkeit ins Auge zu fassen. Sie beziehen sich auf die verdeckten Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft, die gewöhnlich unkritisch aufgenommen werden. Um die Widersprüche zu zeigen oder neue Erkenntnisse zu vermitteln, übernehmen und ändern die beiden Dramatiker bekannte Stoffe, wie z.B. bekannte Personen, Motive, Ausdrücke usw. Daraus entsteht ein Verfremdungseffekt, der die habituelle Erwartung des Lesers bzw. Publikums entautomatisiert. Der Unterschied zwischen beiden liegt aber darin, dass Horváths Dramaturgie Tragik in der Komik und die Einfühlung nicht gänzlich ausschließt, während Brecht sie nicht zulässt und die Einsicht in die Mechanismen der Wirklichkeit betont. In dieser Arbeit wird versucht, Horváths Komödie Figaro läßt sich scheiden (1937) und Brechts Volksstück Herr Puntila und sein Knecht Matti (1940/41) in Bezug auf den Spielcharakter des Widerspruchs zu analysieren. In der Gestaltung des Motivs ‘Herr und Knecht’ zeigen beide Autoren ihre Figuren als gespalten. Deshalb ist es problematisch, diese Figuren zu typisieren und sie rahmenhaft aufzufassen: Figaro ist eine Spielfigur, die verschiedenartige Wandlungen durchmacht und die Gedanken des Rezipienten in Gang setzt; der Gutsbesitzer Puntila ist eine gespaltene Figur, die sich quasi zwischen Traum und Wirklichkeit hin und her bewegt. Mein Interesse an dem Spielerischen ist damit verbunden, wie die beiden Dramatiker im Exil, von den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen isoliert, in diesen beiden Stücken einen neuen Vorstellungsraum schaffen.

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