괴테의 지질학 연구와 문학적 담론
Goethes geologische Studien und poetische Diskurse
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초록
Die vorliegenden Überlegungen gehen davon aus, dass Goethes naturwissenschaftliche- und geisteswissenschaftliche Denkweise in seinen geologischen Studien miteinander verbunden bleiben. Unter den naturwissenschaftlichen Arbeiten Goethes sind seine geologischen Forschungen nicht so bekannt, obwohl er zahlreiche Aufsätze und Fragmente über die Geologie geschrieben hat. Dies liegt daran, dass seine geologischen Schriften zum einen nicht systematisch angelegt sind und zum anderen eher in fragmentarischer Form erschienen sind. Außerdem vertrat er den Neptunismus, der in der Geschichte der Geologie nicht so prominent wie der Vulkanismus war. Somit könnte man denken, dass seine Forschung zur wissenschaftlichen Entwicklung der Geologie kaum beigetragen hat. Aber das Bedeutende an seinen geologischen Forschungen ist die interdisziplinäre Denkweise, durch die er die geologischen Vorstellungen nicht nur dem natürlichen Rahmen, sondern auch dem menschlichen Begreifen einzupassen versucht. Dies bestätigt sich sowohl in den geologischen Schriften, als auch im Drama Faust II, in dem die Debatte zwischen Neptunismus und Vulkanismus als ein sehr aktuelles Thema für die Geologen am Ende des 18. Jahrhunderts behandelt wird. Durch die Analyse des Dramas Faust II lässt sich einerseits reflektieren, auf welche Weise Goethes geologische Studien und Denkmodelle poetisch dargestellt sind, und andererseits lässt sich zeigen, dass seine Poesie nicht einfach als eine Sphäre der literarischen Phantasien, sondern auch als ein Raum der naturwissenschaftlichen Diskurse angelegt ist.
Abstract
Die vorliegenden Überlegungen gehen davon aus, dass Goethes naturwissenschaftliche- und geisteswissenschaftliche Denkweise in seinen geologischen Studien miteinander verbunden bleiben. Unter den naturwissenschaftlichen Arbeiten Goethes sind seine geologischen Forschungen nicht so bekannt, obwohl er zahlreiche Aufsätze und Fragmente über die Geologie geschrieben hat. Dies liegt daran, dass seine geologischen Schriften zum einen nicht systematisch angelegt sind und zum anderen eher in fragmentarischer Form erschienen sind. Außerdem vertrat er den Neptunismus, der in der Geschichte der Geologie nicht so prominent wie der Vulkanismus war. Somit könnte man denken, dass seine Forschung zur wissenschaftlichen Entwicklung der Geologie kaum beigetragen hat. Aber das Bedeutende an seinen geologischen Forschungen ist die interdisziplinäre Denkweise, durch die er die geologischen Vorstellungen nicht nur dem natürlichen Rahmen, sondern auch dem menschlichen Begreifen einzupassen versucht. Dies bestätigt sich sowohl in den geologischen Schriften, als auch im Drama Faust II, in dem die Debatte zwischen Neptunismus und Vulkanismus als ein sehr aktuelles Thema für die Geologen am Ende des 18. Jahrhunderts behandelt wird. Durch die Analyse des Dramas Faust II lässt sich einerseits reflektieren, auf welche Weise Goethes geologische Studien und Denkmodelle poetisch dargestellt sind, und andererseits lässt sich zeigen, dass seine Poesie nicht einfach als eine Sphäre der literarischen Phantasien, sondern auch als ein Raum der naturwissenschaftlichen Diskurse angelegt ist.
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