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과거와 현재 그리고 그 체험 가능성에 대해 -스텐 나돌니의 『느림의 발견』(1983)

Vergangenheit, Gegenwart und die Erfahrbarkeit der Geschichte in Sten Nadolnys Roman Die Entdeckung der Langsamkeit

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit versucht, die poetische Darstellung und Erkenntnis der Geschichte am Beispiel Sten Nadolnys Roman Die Entdeckung der Langsamkeit (1983) zu klären. In diesem Roman handelt es sich nicht um eine Geschichtserkenntnis im Sinne des Historismus, sondern geht es darum, eine andere, neue Erfahrbarkeit der Geschichte darzustellen. Die Geschichtsschreibung im Sinne des Historismus basiert auf Logik und Empirismus der Geschichte. Die Geschichte im Historismus ist durchaus szientistisch geprägt. Aber bei S. Nadolny steht sie auf fiktiven Boden. Bei ihm ist die ‘Geschichte von unten’ eine Kompensation der Geschichte, die in die Gegenwart hineinzieht. John Franklin, die Hauptfigur des Romans, ist eine fiktive Figur mit Handicap Langsamkeit. Er sieht seine Umwelt mit seiner Langsamkeit und betrachtet die Entwicklung des Menschen als eine sinnlose Hektik-Kette. Die Schnelligkeit und die Geschwindigkeit der Zivilisation sind der Gegenstand, der durch und mit Langsamkeit kompensiert werden soll. Die frühindustrielle Phase Englands ist nicht als eine in der Vergangenheit abgeschlossene Geschichtsepoche zu verstehen, sondern darüber hinaus bezieht sie sich auf die Gegenwart des Lesers. Die langsame Perspektive und das Erfahren der Geschichte sind eine andere ‘Entdeckung’ der Geschichte. Die Langsamkeit im Roman erweist sich als ein Prinzip des Lebens; also ein Prinzip, das im Zeitalter des Industrialismus nutzlos aufgefasst werden kann. Jedoch ist das Prinzip der Langsmakeit als eine Kompensation des industriellen Lebens zu fassen, und zugleich als eine Kompensation des historischen Geschichtsverstehens. Der Autor Sten Nadolny will die Langsamkeit ins Spiel bringen, um eine andere Perspektive der Geschichte zu zeigen und zu garantieren.

Abstract

Die vorliegende Arbeit versucht, die poetische Darstellung und Erkenntnis der Geschichte am Beispiel Sten Nadolnys Roman Die Entdeckung der Langsamkeit (1983) zu klären. In diesem Roman handelt es sich nicht um eine Geschichtserkenntnis im Sinne des Historismus, sondern geht es darum, eine andere, neue Erfahrbarkeit der Geschichte darzustellen. Die Geschichtsschreibung im Sinne des Historismus basiert auf Logik und Empirismus der Geschichte. Die Geschichte im Historismus ist durchaus szientistisch geprägt. Aber bei S. Nadolny steht sie auf fiktiven Boden. Bei ihm ist die ‘Geschichte von unten’ eine Kompensation der Geschichte, die in die Gegenwart hineinzieht. John Franklin, die Hauptfigur des Romans, ist eine fiktive Figur mit Handicap Langsamkeit. Er sieht seine Umwelt mit seiner Langsamkeit und betrachtet die Entwicklung des Menschen als eine sinnlose Hektik-Kette. Die Schnelligkeit und die Geschwindigkeit der Zivilisation sind der Gegenstand, der durch und mit Langsamkeit kompensiert werden soll. Die frühindustrielle Phase Englands ist nicht als eine in der Vergangenheit abgeschlossene Geschichtsepoche zu verstehen, sondern darüber hinaus bezieht sie sich auf die Gegenwart des Lesers. Die langsame Perspektive und das Erfahren der Geschichte sind eine andere ‘Entdeckung’ der Geschichte. Die Langsamkeit im Roman erweist sich als ein Prinzip des Lebens; also ein Prinzip, das im Zeitalter des Industrialismus nutzlos aufgefasst werden kann. Jedoch ist das Prinzip der Langsmakeit als eine Kompensation des industriellen Lebens zu fassen, und zugleich als eine Kompensation des historischen Geschichtsverstehens. Der Autor Sten Nadolny will die Langsamkeit ins Spiel bringen, um eine andere Perspektive der Geschichte zu zeigen und zu garantieren.

참고문헌 (14)

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  5. Bohnenkamp, Anne, "Von der Freiheit des Erz?lens. Zur Poetik Sten Nadolnys. In: Sten Nadolny", ~ (1996)
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  7. Kim, Eung-Jun, "Literatur als Historie. Zeitgeschichte in Th. Manns Doktor Faustus und G?ter Grass Die Blechtrommel. W?zburg", ~ (2004)
  8. Kohpei? Ralph, "Die Entdeckung der Langsmakeit", ~ (1999)
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  10. Mottel, Helmut, "Die Entdeckung der Langsamkeit. Ein postmoderner Erfolgsroman. In: Sten Nadolny", ~ (1996)
  11. Schulze, Winfired, "Einf?rung in die Neuere Geschichte", ~ (1996)
  12. Ziko, Lamyaa, "Interkulturalit? - Erz?lformen in den Werken von Sten Nadolny", ~ (2004)
  13. 노르베르트 볼츠, "컨트롤된 카오스" (2000), 문예출판사
  14. 피에르 쌍소, "느리게 산다는 것의 의미" (2000), 동문선

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