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주제분류독일어와문학

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Diese Arbeit untersucht den Inhalt des naturwissenschaftlichen Diskurses, der vor allem in der deutschen Literatur zu betrachten ist, und dabei dessen Gegenwartsbedeutung für den heutigen Wissens- und Wissenschaftsdiskurs. In der deutschen Literatur ist die Naturwissenschaft bzw. die naturwissenschaftliche Sicht oft als eine Kernstrategie für die Erzählungen instrumentalisiert und dargestellt worden. Dies geschah insbesondere in den Erzählungen der deutschen Literatur um 1800 und macht eine paradigmatische Tendenz aus, die eigentlich mit der deutschen Aufklärung angefangen und in der deutschen Romantik kulminiert hat. Deren Vertreter sind in der Aufklärung Herder, der gegen das mechanistische Weltbild eine organische Ansicht des Weltbildes behauptete, und Goethe, der in seinem Begriff Metamorphose den dynamischen Prozess in den verschiedenen Naturphänomenen erkannte und der dessen Prozess nicht nur auf den naturwissenschaftlichen Bereich, sondern auch auf das menschliche Leben anzuwenden versuchte, wie man auch deutlich in seinem späten Roman “Wilhelm Meisters Wanderjahre” analysieren kann. Unter den deutschen Romantikern ist vor allem Novalis zu betrachten, der in seinen Werken die damaligen naturwissenschaftlichen Diskurse auf seine Weise so figurativ darstellt, dass man Menschen und einzelne Phänomene der Natur einerseits als einen Teil der Ganznatur empfindet und andererseits zugleich als ein unabhängiges einzelnes Ganzes. Literatur und Naturwissenschaft sind in seinen Werken durch den dichterisch dargelegten naturwissenschaftlichen Diskurs eng miteinander verschmolzen. Auf diese Weise bildet die deutsche Romantik eine Art Aggregat der Literatur und Wissenschaft, in dem Literatur und naturwissenschaftliche Diskurse in einem komplexen Zusammmenhang stehen. In der Literatur des 20. Jahrhunderts steht der naturwissenschaftliche Diskurs im direkten Zusammenhang mit dem modernen Wissensdiskurs, bei dem Naturwissenschaft bzw. Wissenschaft eine zentrale Rolle spielen. Canettis Roman “Die Blendung” und der Roman Musils “Der Mann ohne Eigenschaften” versuchen eine fatale Gefahr der toten Wissenschaft zu zeigen, die sich niemals um einen ernsten Kontakt mit der Wirklichkeit und den Menschen sowie deren schöpferischen Geist bemüht. Damit ist zu erkennen, dass es im modernen Wissensdiskurs der deutschen Literatur nicht um die Kristallisierung der Bedeutung der Wissenschaft bzw. Naturwissenschaft geht, die bis zur Romantik ein Hauptanliegen des naturwissenschaftlichen Diskurses der deutschen Literatur war, sondern um deren Rolle in der modernen Gesellschaft. Kehlmanns Roman “Die Vermessung der Welt” und “Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders” Süskinds zeigen auf, dass die deutsche Gegenwartsliteratur die Tradition des naturwissenschaftlichen Diskurses bewusst in ein Thema im Zusammenhang der europäischen Kultur und Wissenschaft verwandelt, um eine hinter der modernen wissenschaftlich-technischen Errungenschaft ungeachtet gebliebene negative, unmenschliche Seite der westlichen Wissenschaft zu figurieren.

Abstract

Diese Arbeit untersucht den Inhalt des naturwissenschaftlichen Diskurses, der vor allem in der deutschen Literatur zu betrachten ist, und dabei dessen Gegenwartsbedeutung für den heutigen Wissens- und Wissenschaftsdiskurs. In der deutschen Literatur ist die Naturwissenschaft bzw. die naturwissenschaftliche Sicht oft als eine Kernstrategie für die Erzählungen instrumentalisiert und dargestellt worden. Dies geschah insbesondere in den Erzählungen der deutschen Literatur um 1800 und macht eine paradigmatische Tendenz aus, die eigentlich mit der deutschen Aufklärung angefangen und in der deutschen Romantik kulminiert hat. Deren Vertreter sind in der Aufklärung Herder, der gegen das mechanistische Weltbild eine organische Ansicht des Weltbildes behauptete, und Goethe, der in seinem Begriff Metamorphose den dynamischen Prozess in den verschiedenen Naturphänomenen erkannte und der dessen Prozess nicht nur auf den naturwissenschaftlichen Bereich, sondern auch auf das menschliche Leben anzuwenden versuchte, wie man auch deutlich in seinem späten Roman “Wilhelm Meisters Wanderjahre” analysieren kann. Unter den deutschen Romantikern ist vor allem Novalis zu betrachten, der in seinen Werken die damaligen naturwissenschaftlichen Diskurse auf seine Weise so figurativ darstellt, dass man Menschen und einzelne Phänomene der Natur einerseits als einen Teil der Ganznatur empfindet und andererseits zugleich als ein unabhängiges einzelnes Ganzes. Literatur und Naturwissenschaft sind in seinen Werken durch den dichterisch dargelegten naturwissenschaftlichen Diskurs eng miteinander verschmolzen. Auf diese Weise bildet die deutsche Romantik eine Art Aggregat der Literatur und Wissenschaft, in dem Literatur und naturwissenschaftliche Diskurse in einem komplexen Zusammmenhang stehen. In der Literatur des 20. Jahrhunderts steht der naturwissenschaftliche Diskurs im direkten Zusammenhang mit dem modernen Wissensdiskurs, bei dem Naturwissenschaft bzw. Wissenschaft eine zentrale Rolle spielen. Canettis Roman “Die Blendung” und der Roman Musils “Der Mann ohne Eigenschaften” versuchen eine fatale Gefahr der toten Wissenschaft zu zeigen, die sich niemals um einen ernsten Kontakt mit der Wirklichkeit und den Menschen sowie deren schöpferischen Geist bemüht. Damit ist zu erkennen, dass es im modernen Wissensdiskurs der deutschen Literatur nicht um die Kristallisierung der Bedeutung der Wissenschaft bzw. Naturwissenschaft geht, die bis zur Romantik ein Hauptanliegen des naturwissenschaftlichen Diskurses der deutschen Literatur war, sondern um deren Rolle in der modernen Gesellschaft. Kehlmanns Roman “Die Vermessung der Welt” und “Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders” Süskinds zeigen auf, dass die deutsche Gegenwartsliteratur die Tradition des naturwissenschaftlichen Diskurses bewusst in ein Thema im Zusammenhang der europäischen Kultur und Wissenschaft verwandelt, um eine hinter der modernen wissenschaftlich-technischen Errungenschaft ungeachtet gebliebene negative, unmenschliche Seite der westlichen Wissenschaft zu figurieren.

참고문헌 (34)

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  21. Heisenberg, Werner, "Physik und Philosophie", ~ (1959)
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  23. Helmholtz, Hermann, "Über das Ziel und die Fortschritte der Naturwissenschaft. In Populäre wissenschaftliche Vorträge", 181~211 (1876)
  24. Huxley, Aldous, "Literatur und Wissenschaft", ~ (1963)
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  27. Lovelock, James E, "Unsere Erde wird überleben. GAIA - Eine optimistische Ökologie", ~ (1982)
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  29. Meyer-Abich, Adolf, "Ideen und Ideale der biologischen Erkenntnis. Beiträge zur Theorie und Geschichte der biologischen Ideologien", ~ (1934)
  30. Müller, Günther, "Die Gestaltfrage in der Literaturwissenschaft und Goethes Morphologie. In Morphologische Poetik", 146~224 (1968)
  31. Oppel, Horst, "Morphologische Literaturwissenschaft. Goethes Ansicht und Methode (1947)", ~ (1967)
  32. Richter, Karl, "Literatur und Naturwissenschaft. Eine Studie zur Lyrik der Aufklärung", ~ (1972)
  33. Sachsse, Hans, "Ökologische Philosophie. Natur-Technik-Gesellschaft", ~ (1984)
  34. Snow, Charles Percy, "Die zwei Kulturen. Literarische und naturwissenschaftliche Intelligenz", ~ (1967)

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