빈자리와 문학교수법
Leerstellen und Literaturdidaktik
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초록
Eine Leerstelle ist als versteckt oder offen markierte Abwesenheit zu definieren, die von dem Leser im Lesevorgang ausgefüllt werden muss. Sie läßt sich ferner so definieren, als eine Lücke, wo es nach Umberto Eco gilt, “einem Text das zu entnehmen, was dieser nicht sagt (aber voraussetzt, anspricht, beinhaltet und miteinbezieht”. Für Wolfgang Iser ist die Leerstelle das “Nicht-Gesagte, das konstitutiv ist für das, was der Text sagt”. Die Literatur enthält als Illusionskunst viele Freiräume, die hier auch Leerstelle genannt werden. Die ästhetische Literatur unterscheidet sich von der Sachliteratur in den Leerstellen. Das heißt, dass Literaturverstehen zunächst Leerstellenverstehen bedeutet, indem der Leser aufgrund seines Wissens, seiner Erfahrungen usw. den Text interpretiert. Selbstverständlich entstehen in einem solchen Akt des Lesens die unterschiedliche Deutungen, da der Leser wiederum eine andere Vorstellung von der Wirklichkeit hat, und er den Text jeweils auf sein Bild von Wirklichkeit bezieht. Alles Gelesene setzt sich in dem Moment sofort in Bilder und Gedanken um, motiviert verschiedene Möglichkeiten Zusammenhänge sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang versucht diese Studie sich mit dem Begriff der Leerstelle auseinanderzusetzen und reflektiert die Typen von Leerstellen, wenn es sie überhaupt gibt. Mit Blick auf die verschiedenen Gegenstandsbereiche kann man jedoch wenigstens grob 3 Typen von Leerstellen unterscheiden: I. Formen der elliptischen Rede, II. Leerstellen, die durch das Ergänzen von Sachverhalten auszufüllen sind, und III. unbesetzte Stellen in einem System von Plätzen. Zur Präzisierung von Typ II ist eine Untergliederung nachzutragen, a) beredte Leerstellen, die ihre Ergänzungsbedürftigkeit exponieren (Rätsel), und b) mehr oder minder stumme Leerstellen, die nach Interpretation verlangen (also vorhermeneutische Probleme stellen). Man wird neugierig gemacht, und man ergänzt das Nicht-Gesagte aufgrund einer Interpretation des Gesagten. Auf der Basis der Untersuchung der Leerstellen beobachtet diese Studie, wie sich Fragestrategien daraus ableiten lassen, die ein Text aufwirft, welche aber einen wichtigen didaktischen Wert haben. In dem zitierten Textabschnitt von Goethe, Kunze, Ende usw. bleibt vieles ungesagt, was der Leser aufgrund der einzelnen Mitteilungen mitlesen muss. Damit entsteht ein erster Zusammenhang, womit der Leser in einen eigenen Dialog mit dem Text treten kann. Die motivierende Kraft solcher Fragen bezieht die Leser/Studenten aktiv mit ein um den Unterricht lebendig zu gestalten. Aber die Lehrer müssen solche Fragen vermeiden, deren Antwort die Studenten aus dem Text ablesen könnten, ohne wirklich zu verstehen, denn sie tragen nichts zum Verstehen des Textes bei. Da die subjektiven Erfahrungen des Lesers einen zentralen Anteil der Leerstellen ausmachen, sollten die Leser/Studenten ihre eigenen Erfahrungen mitbringen. Das ermöglicht ihnen sich die Leerstellen persönlich anzueignen, und zwar durch ihre Intuition. Damit vervollständigt sich die Aneignung der Texte in der Literaturdidaktik, was eigentlich den Wesenszug der Leerstellen beschreibt.
Abstract
Eine Leerstelle ist als versteckt oder offen markierte Abwesenheit zu definieren, die von dem Leser im Lesevorgang ausgefüllt werden muss. Sie läßt sich ferner so definieren, als eine Lücke, wo es nach Umberto Eco gilt, “einem Text das zu entnehmen, was dieser nicht sagt (aber voraussetzt, anspricht, beinhaltet und miteinbezieht”. Für Wolfgang Iser ist die Leerstelle das “Nicht-Gesagte, das konstitutiv ist für das, was der Text sagt”. Die Literatur enthält als Illusionskunst viele Freiräume, die hier auch Leerstelle genannt werden. Die ästhetische Literatur unterscheidet sich von der Sachliteratur in den Leerstellen. Das heißt, dass Literaturverstehen zunächst Leerstellenverstehen bedeutet, indem der Leser aufgrund seines Wissens, seiner Erfahrungen usw. den Text interpretiert. Selbstverständlich entstehen in einem solchen Akt des Lesens die unterschiedliche Deutungen, da der Leser wiederum eine andere Vorstellung von der Wirklichkeit hat, und er den Text jeweils auf sein Bild von Wirklichkeit bezieht. Alles Gelesene setzt sich in dem Moment sofort in Bilder und Gedanken um, motiviert verschiedene Möglichkeiten Zusammenhänge sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang versucht diese Studie sich mit dem Begriff der Leerstelle auseinanderzusetzen und reflektiert die Typen von Leerstellen, wenn es sie überhaupt gibt. Mit Blick auf die verschiedenen Gegenstandsbereiche kann man jedoch wenigstens grob 3 Typen von Leerstellen unterscheiden: I. Formen der elliptischen Rede, II. Leerstellen, die durch das Ergänzen von Sachverhalten auszufüllen sind, und III. unbesetzte Stellen in einem System von Plätzen. Zur Präzisierung von Typ II ist eine Untergliederung nachzutragen, a) beredte Leerstellen, die ihre Ergänzungsbedürftigkeit exponieren (Rätsel), und b) mehr oder minder stumme Leerstellen, die nach Interpretation verlangen (also vorhermeneutische Probleme stellen). Man wird neugierig gemacht, und man ergänzt das Nicht-Gesagte aufgrund einer Interpretation des Gesagten. Auf der Basis der Untersuchung der Leerstellen beobachtet diese Studie, wie sich Fragestrategien daraus ableiten lassen, die ein Text aufwirft, welche aber einen wichtigen didaktischen Wert haben. In dem zitierten Textabschnitt von Goethe, Kunze, Ende usw. bleibt vieles ungesagt, was der Leser aufgrund der einzelnen Mitteilungen mitlesen muss. Damit entsteht ein erster Zusammenhang, womit der Leser in einen eigenen Dialog mit dem Text treten kann. Die motivierende Kraft solcher Fragen bezieht die Leser/Studenten aktiv mit ein um den Unterricht lebendig zu gestalten. Aber die Lehrer müssen solche Fragen vermeiden, deren Antwort die Studenten aus dem Text ablesen könnten, ohne wirklich zu verstehen, denn sie tragen nichts zum Verstehen des Textes bei. Da die subjektiven Erfahrungen des Lesers einen zentralen Anteil der Leerstellen ausmachen, sollten die Leser/Studenten ihre eigenen Erfahrungen mitbringen. Das ermöglicht ihnen sich die Leerstellen persönlich anzueignen, und zwar durch ihre Intuition. Damit vervollständigt sich die Aneignung der Texte in der Literaturdidaktik, was eigentlich den Wesenszug der Leerstellen beschreibt.
참고문헌 (21)
- Ende Michael, "Momo", ~ (1973)
- Goethe, Johann Wolfgang von, "Die Leiden des jungen Werther, Goethes Werke Bd. VI" (1982)
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- Abraham, Ulf, "Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung" (2009)
- Ehlers, Swantje, "Lesen als Verstehen, Langenscheidt" (1992)
- Gadamer, Hans-Georg, "Wahrheit und Methode, Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik" (1986)
- Gehlen, Arnold, "Urmensch und Spätkultur" (1986)
- Homberg, Walter, "Der Zünd und seine Leser. In Literaturwissenschaft und empirische Methoden (LiLi, Beiheft 12)" (1981)
- Ingarden, Roman, "Erlebnis, Kunswerk und Wert" (1969)
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- 롤랑 바르트, "텍스트의 즐거움" (2002), 동문선
- 미셸 푸코, "지식의 고고학" (1998), 민음사
- 에른스트 곰브리치, "예술과 환영" (2003), 열화당
- 김병옥, "도이치문학 용어사전" (2001), 서울대학교출판부
