내러티브의 기능과 문학치료
Die Funktionen des Narrativs und die Poesietherapie
1
조회
0
다운로드
5
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Poesietherapeutische Intervention ist über weite Strecken durch narrative Mitteilungen geprägt. Klienten und Therapeuten sind intelligente narrative Akteure im Konstruieren und Rekonstruieren szenischer Dynamik. Das Narrativ bietet optimalen Zugang zum subjektiven Erleben des Erzählenden und lädt den Hörer zum empathischen Mitvollzug ein. Die Narrationen als Ausdrucksformen der möglichen Welt werden zunächst als affektiv-kognitive Modelle aufgefasst, die im Blick auf die narrative Situation, den therapeutischen Prozess analysierbar machen. Es liegen die verschiedensten Funktionen des Narrativs vor, die für die Auffassung der Weltmodelle, die psychische Problemlösung und die Identitätsbildung fruchtbar sind. Poesietherapie ist ein methodischer Ansatz zur Behandlung seelischer und psychosomatischer Erkrankungen und zur Bewältigung von Lebenskrisen. Darüberhinaus ist sie aber auch im Bereich der Selbsterfahrung zur Entwicklung der Persönlichkeit und zur Verbesserung von Lebensqualität sowohl durch das gemeinsame Erfahren der Narrationen als auch durch das Gestalten eigener Texte als persönlichen Narrationen einsetzbar. Diese Texte werden Gegenstand eines therapeutischen Diskurses, der in Einzel- oder Gruppenarbeit auf phänomenologischer und tiefenpsychologischer Grundlage im Sinne einer persönlichen Hermeneutik des Subjekts erfolgt. Der Text der Narrationen wird für seinen Erzähler und Hörer eine Botschaft von sich, über sich, für sich, aber auch an andere. Diese Arbeit versucht, durch die Identifikation von narrativen und diskursiven Aspekten beim Übergang zum Stadium der Problemerkenntnis im Verlauf der poesietherapeutischen Intervention zuerst die Funktionen des Narrativs zu skizzieren. Sie stellt es dabei fest, dass durch die heterogene Perspektive der beiden Disziplinen, der diskursiven sowie der therapeutischen, jedoch Ungereimtheiten hervortreten, und dass die Explikation der Funktionen des Narrativs auf den therapeutischen Blick umgestaltet werden. Poesietherapie greift auf die Narrationen der persönlichen Biographie und der kollektiven Geschichte als gelebten Texten zurück, die sich im Vollzug des Lebens selbst auslegen. Die Narrationen beschreiben ein Medium, in dem sich die Klienten zu begreifen versuchen, um damit ein Gefühl von Sinn, ein vertieftes Verstehen ihrer selbst, ihrer Beziehungen und ihres Lebens in der Welt zu erlangen. In diesem Zusammenhang können sie sich in ihren schöpferischen Funktionen selbst als heilend erfahren. Obgleich in den gegebenen Narrationen reiches produktives Material für die Erkundung des Klienten zutage kommt (und der Therapeut sollte dies erkennen und registrieren), wird die Poesietherapie auf ein aufdeckendes und durcharbeitendes Vorgehen verzichten, um den Kreationen nicht in Prozessen analytischer Zergliederung ihre Farbigkeit zu nehmen; vielmehr ist es ihr Ziel, Freude als Freude stehenzulassen. Die sogenannte ‘große Erlaubnis’, sich so zu äußern, wie man ist oder wie man sich darstellen will, soll nicht durch Zensur oder Reglementierung beschnitten werden.
Abstract
Poesietherapeutische Intervention ist über weite Strecken durch narrative Mitteilungen geprägt. Klienten und Therapeuten sind intelligente narrative Akteure im Konstruieren und Rekonstruieren szenischer Dynamik. Das Narrativ bietet optimalen Zugang zum subjektiven Erleben des Erzählenden und lädt den Hörer zum empathischen Mitvollzug ein. Die Narrationen als Ausdrucksformen der möglichen Welt werden zunächst als affektiv-kognitive Modelle aufgefasst, die im Blick auf die narrative Situation, den therapeutischen Prozess analysierbar machen. Es liegen die verschiedensten Funktionen des Narrativs vor, die für die Auffassung der Weltmodelle, die psychische Problemlösung und die Identitätsbildung fruchtbar sind. Poesietherapie ist ein methodischer Ansatz zur Behandlung seelischer und psychosomatischer Erkrankungen und zur Bewältigung von Lebenskrisen. Darüberhinaus ist sie aber auch im Bereich der Selbsterfahrung zur Entwicklung der Persönlichkeit und zur Verbesserung von Lebensqualität sowohl durch das gemeinsame Erfahren der Narrationen als auch durch das Gestalten eigener Texte als persönlichen Narrationen einsetzbar. Diese Texte werden Gegenstand eines therapeutischen Diskurses, der in Einzel- oder Gruppenarbeit auf phänomenologischer und tiefenpsychologischer Grundlage im Sinne einer persönlichen Hermeneutik des Subjekts erfolgt. Der Text der Narrationen wird für seinen Erzähler und Hörer eine Botschaft von sich, über sich, für sich, aber auch an andere. Diese Arbeit versucht, durch die Identifikation von narrativen und diskursiven Aspekten beim Übergang zum Stadium der Problemerkenntnis im Verlauf der poesietherapeutischen Intervention zuerst die Funktionen des Narrativs zu skizzieren. Sie stellt es dabei fest, dass durch die heterogene Perspektive der beiden Disziplinen, der diskursiven sowie der therapeutischen, jedoch Ungereimtheiten hervortreten, und dass die Explikation der Funktionen des Narrativs auf den therapeutischen Blick umgestaltet werden. Poesietherapie greift auf die Narrationen der persönlichen Biographie und der kollektiven Geschichte als gelebten Texten zurück, die sich im Vollzug des Lebens selbst auslegen. Die Narrationen beschreiben ein Medium, in dem sich die Klienten zu begreifen versuchen, um damit ein Gefühl von Sinn, ein vertieftes Verstehen ihrer selbst, ihrer Beziehungen und ihres Lebens in der Welt zu erlangen. In diesem Zusammenhang können sie sich in ihren schöpferischen Funktionen selbst als heilend erfahren. Obgleich in den gegebenen Narrationen reiches produktives Material für die Erkundung des Klienten zutage kommt (und der Therapeut sollte dies erkennen und registrieren), wird die Poesietherapie auf ein aufdeckendes und durcharbeitendes Vorgehen verzichten, um den Kreationen nicht in Prozessen analytischer Zergliederung ihre Farbigkeit zu nehmen; vielmehr ist es ihr Ziel, Freude als Freude stehenzulassen. Die sogenannte ‘große Erlaubnis’, sich so zu äußern, wie man ist oder wie man sich darstellen will, soll nicht durch Zensur oder Reglementierung beschnitten werden.
참고문헌 (17)
- 아리스토텔레스, "시학" (2002), 문예출판사
- 서정남, "영화 서사학" (2004), 생각의 나무
- 앨리스 모건, "이야기 치료란 무엇인가?" (2003), 청목출판사
- 빅터 터너, "제의에서 연극으로" (1996), 현대미학사
- 변학수, "감성독서" (2012), 경북대학교출판부
- 앨리스 모건, "이야기 치료란 무엇인가?" (2003), 청목출판사
- 맹정현, "라캉과 정신의학" (2002), 민음사
- 로버트 숄즈, "서사의 본질" (2001), 예림기획
- 미케 발, "서사란 무엇인가" (1999), 문예출판사
- Petzold, Hilarion, "Poesie und Therapie. Über die Heilkraft der Sprache" (1985), Junfermann-Verlag
- McLeod, J., "Narrative and Psychotherapy" (1997), SAGE publications
- Bruner, J.S., "Actual Minds, Possible Worlds" (1986), Harvard University Press
- Bruner, J.S., "Acts of Meaning" (1990), Harvard Universuty Press
- Sarbin, T.R., "Emotions as narrative Emplotments, In Entering the Circle: Hermeneutic Investigation in Psychology" (1989), State University of New York Press
- Ekman, P., "An argument for basic emotions", Cognition and Emotion, 6(3-4), pp.2169~2200 (1992)
- Polkinghorne, D.E., "Narrative and the self-concept", Journal of Narrative and Life History, 1
- McAdams, D.P., "The Stories We Live By: Personal Myths and the making of the Self" (1993), William Murrow
