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Zur kulturökologischen Funktion der Landschaft in Wulf Kirstens Lyrik

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주제분류독일어와문학

초록

Wulf Kirstens poetisches Werk zeigt Landschaft im Kontext ihrer Natur- und Kulturgeschichte. Was er schreibt, handelt von den Menschen um ihn herum. Er ist zwar kein politischer Dichter, aber beschäftigt sich seit seiner ersten Schaffensphase mit literarischer Landschaft, die mit sozialen Strukturen und ökologischen Problemen verflochten ist. Insofern thematisiert seine „Müllhaldenpoesie“ die Natur als „ein Segment, ein Aspekt, eine Facette“ der Wirklichkeit. Außerdem hinterfragt er, wie sein Gedicht die Landschaft unter dem Aspekt des Sozialen konstruiert und sich mit der ökologischen Thematik auseinandersetzt. Sein ökologisches Bewusstsein ist jenseits ideologischer Ausrichtungen von landschaftlichem Bewusstsein durchdrungen. Es geht nicht um ein ahistorisches und idyllisches Naturbild, sondern um die Natur, die mit zeitgebundenen ökologischen Diskursen verbunden ist. Im Gegensatz zum radikalen Pessimismus, der seit den siebziger Jahren in den Gedichten von Braun, Biermann, Kunze und Kunert zu finden ist, konstatiert Kirsten sein ökologisches Interesse aus seiner bäuerlichen Welt in der sächsischen Provinz, als ob er mit seiner körnigen Sprache wie Samen den Acker besäen würde. Dementsprechend versteht er Landschaft als „eine Art Buch, in dem man lesen kann, und zwar lesen nicht einfach im Sinne des Entnehmens von Sachinformationen, sondern ein Buch, in dem letztlich steht, was wir tun sollen“.

Abstract

Wulf Kirstens poetisches Werk zeigt Landschaft im Kontext ihrer Natur- und Kulturgeschichte. Was er schreibt, handelt von den Menschen um ihn herum. Er ist zwar kein politischer Dichter, aber beschäftigt sich seit seiner ersten Schaffensphase mit literarischer Landschaft, die mit sozialen Strukturen und ökologischen Problemen verflochten ist. Insofern thematisiert seine „Müllhaldenpoesie“ die Natur als „ein Segment, ein Aspekt, eine Facette“ der Wirklichkeit. Außerdem hinterfragt er, wie sein Gedicht die Landschaft unter dem Aspekt des Sozialen konstruiert und sich mit der ökologischen Thematik auseinandersetzt. Sein ökologisches Bewusstsein ist jenseits ideologischer Ausrichtungen von landschaftlichem Bewusstsein durchdrungen. Es geht nicht um ein ahistorisches und idyllisches Naturbild, sondern um die Natur, die mit zeitgebundenen ökologischen Diskursen verbunden ist. Im Gegensatz zum radikalen Pessimismus, der seit den siebziger Jahren in den Gedichten von Braun, Biermann, Kunze und Kunert zu finden ist, konstatiert Kirsten sein ökologisches Interesse aus seiner bäuerlichen Welt in der sächsischen Provinz, als ob er mit seiner körnigen Sprache wie Samen den Acker besäen würde. Dementsprechend versteht er Landschaft als „eine Art Buch, in dem man lesen kann, und zwar lesen nicht einfach im Sinne des Entnehmens von Sachinformationen, sondern ein Buch, in dem letztlich steht, was wir tun sollen“.

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