“자연을 노래하는 횔덜린 찬가는 없다” - 동독 생태문학의 지형도 (Ⅱ)
„Kein Hö lderlin-Hymnus auf die Natur“ - Die Topographie der ö kologisch orientierten Literatur in der DDR (Ⅱ)
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초록
Dieser Aufsatz ist die Fortgesetzung meiner Untersuchung über die ökologischorientierte Literatur der DDR, deren erster Teil sich mit den sechziger undsiebziger Jahren befasste. In der vorliegenden Arbeit geht es um die sogenannte„Endzeit-Literatur“ der achtziger Jahre in der DDR, und es wird überwiegend diedystopische Vision der Menschheit behandelt. Das entsprechende Motto derdamaligen Zeit hieß: „Erst stirbt die Natur und dann der Mensch!“Vor dem Hintergrund einer sich weltweit verschärfenden Ost-West-Konfrontationgaben die in den achtziger Jahren wirkenden Schriftsteller ihrer Stimmungslagegegenüber der unerwünschten DDR-Gesellschaft Ausdruck und griffen dabeisowohl zu mythologischen Stoffen, wie sie auch auf das Fehlen von positivenZukunftsvorstellung (wie Günter Kunert, Hanns Cibulka) hinwiesen. Für dieökologisch orientierte Literatur, die wesentlich auf Kritik am zivilisatorischen Prozessbasiert, zeigt sich, dass ihre fundamentalistische Wendung nicht nur antigesellschaftlichausgerichtet ist, sondern unausgesprochen die Veränderungsmöglichkeit der sozialistischenGesellschaft thematisiert. Nichtsdestoweniger fordern einige feministischenSchriftsteller (wie Monika Maron) weder zur Resignation, noch zur radikalenRevolutionierung der politischen und ökonomischen Strukturen auf. Sie orientierensich vielmehr in Richtung einer ‘sanften Revolution’ des ökologischen Bewusstseinsund eines veränderten Umgangs mit der Natur. Auch die Defizite der wissenschaftlichtechnischenFaktoren werden in Hinblick auf eine neue zivilisatorischeDeformation in Betracht gezogen. Nicht nur die Realität der Umweltkrise, wieLuft- , Wasser- und Bodenverschmutzung sowie die von Technologie und Industrie entfremdete Landwirtschaft und deren Arbeitsbedingungen, werden von zahlreichenLiteraten dargestellt, auch zukunftsorientierte Alternativen für einen neuenUmgang mit der Krise werden durch ökologische Informationen aufgezeigt. Eineradikale Bestandaufnahme geschädigter Natur erfolgt zwar nicht, doch dasVertrauen in den technischen Fortschritt scheint erschüttert.
Abstract
Dieser Aufsatz ist die Fortgesetzung meiner Untersuchung über die ökologischorientierte Literatur der DDR, deren erster Teil sich mit den sechziger undsiebziger Jahren befasste. In der vorliegenden Arbeit geht es um die sogenannte„Endzeit-Literatur“ der achtziger Jahre in der DDR, und es wird überwiegend diedystopische Vision der Menschheit behandelt. Das entsprechende Motto derdamaligen Zeit hieß: „Erst stirbt die Natur und dann der Mensch!“Vor dem Hintergrund einer sich weltweit verschärfenden Ost-West-Konfrontationgaben die in den achtziger Jahren wirkenden Schriftsteller ihrer Stimmungslagegegenüber der unerwünschten DDR-Gesellschaft Ausdruck und griffen dabeisowohl zu mythologischen Stoffen, wie sie auch auf das Fehlen von positivenZukunftsvorstellung (wie Günter Kunert, Hanns Cibulka) hinwiesen. Für dieökologisch orientierte Literatur, die wesentlich auf Kritik am zivilisatorischen Prozessbasiert, zeigt sich, dass ihre fundamentalistische Wendung nicht nur antigesellschaftlichausgerichtet ist, sondern unausgesprochen die Veränderungsmöglichkeit der sozialistischenGesellschaft thematisiert. Nichtsdestoweniger fordern einige feministischenSchriftsteller (wie Monika Maron) weder zur Resignation, noch zur radikalenRevolutionierung der politischen und ökonomischen Strukturen auf. Sie orientierensich vielmehr in Richtung einer ‘sanften Revolution’ des ökologischen Bewusstseinsund eines veränderten Umgangs mit der Natur. Auch die Defizite der wissenschaftlichtechnischenFaktoren werden in Hinblick auf eine neue zivilisatorischeDeformation in Betracht gezogen. Nicht nur die Realität der Umweltkrise, wieLuft- , Wasser- und Bodenverschmutzung sowie die von Technologie und Industrie entfremdete Landwirtschaft und deren Arbeitsbedingungen, werden von zahlreichenLiteraten dargestellt, auch zukunftsorientierte Alternativen für einen neuenUmgang mit der Krise werden durch ökologische Informationen aufgezeigt. Eineradikale Bestandaufnahme geschädigter Natur erfolgt zwar nicht, doch dasVertrauen in den technischen Fortschritt scheint erschüttert.
참고문헌 (24)
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