독일민담에 나타난 탄생과 재탄생의 의미 고찰
Betrachtungen über den Sinn der Geburt und Wiedergeburt in deutschen Märchen
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초록
Märchen zeigen ein universales Menschenbild, das über eine bestimmte Zeit und einen historischen Raum hinaus den Prozess der geistigen Entwicklung von Menschen vertritt. Im Märchen werden eher die Lebensstufen einer Person als die Probleme einer Gruppe oder Gesellschaft ausgedrückt. Die Protagonisten des Märchens überwinden alle schweren Lebensstufen und entwickeln sich zur nächsten Stufe. Wir halten diese Stufen für Übergangsriten, wodurch die Protagonisten über den Zustand der geistigen Unreife hinaus ein Stadium der Autonomie und Unabhängigkeit erreichen. Carl G. Jung und seine Nachfolger betrachten das Märchen als die Selbstdarstellung der inneren Entwicklung eines Menschen. Diese tiefenpsychologische Forschung spielt eine große Rolle für die Märcheninterpretation. Im Märchen wird jeder Übergangsritus durch verschiedene Motive dargestellt, nämlich den Bauch eines Tiers, das Wasser, den Schlaf und das Gesicht eines Tiers. Das typische Beispiel für das Motiv des Tierbauches ist Der Wolf und die sieben jungen Geißlein (KHM 5). Wie Max Lüthi sagt, ist der Märchenheld wesenhaft ein Wandernder. Er wandert zwischen Diesseitswelt und Jenseitswelt, zwischen der Wirklichkeit und deren symbolischen Welt. Der Tierbauch im KHM 5 ist als ein dunkler Raum ein Symbol für den Tod, der einen geistigen Stillstand ohne Selbstentwicklung bedeutet. Die sieben jungen Geißlein werden aus dem Bauch des Wolfs gerettet. Das besagt, dass sie die Übergangsriten einer Lebensstufe erlebt haben. Beim Rotkäppchen (KHM 26) sehen wir dasselbe Motiv. Hier wird der Konflikt von Rotkäppchen mit seiner Mutter dargestellt. Der Bauch des Wolfs kann für den Bauch seiner eigenen Mutter gehalten werden. Das Davonkommen aus dem Bauch der Mutter symbolisiert, dass es seine Unabhängigkeit und eigene Autonomie gewinnt. Im Märchen Frau Holle (KHM 24) symbolisiert das Wasser das Reich des Todes. Deshalb ist der Brunnen ein Eingang in das Todesreich. Die Protagonisten kommen aus dem Brunnen heraus, nachdem sie einige Zeit dort bleiben mussten. Dadurch werden sie geistig reif, d.h. sie werden wiedergeboren. In diesem Sinne ist der Tod im Märchen nur ein Wechsel oder eine Lebensform, die sich auf die Wiedergeburt bezieht. Das Motiv Schlaf sehen wir im Märchen Dornröschen (KHM 50). Der lange Schlaf der Prinzessin ist gleichbedeutend mit dem Scheintod, der lange auf das Aufwachen warten muss. Dieses Märchen zeigt, dass sich ein Mensch durch Not und Leid als Übergangsriten geistig entwickeln kann. Durch diesen inneren Prozess werden unreife Personen zu Erwachsenen, die geistig wiedergeboren werden. Hans mein Igel (KHM 108) und Das Eselein (KHM 144) haben Protagonisten, die mit dem Gesicht eines Tieres geboren sind. Die Kinder mit dem Tiergesicht symbolisieren, dass sie den Erwartungen der Eltern nicht entsprechen. Deswegen müssen sie das Elternhaus verlassen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Das Hineintreten in die Welt ist gleichbedeutend mit der schweren Phase, die man im Leben durchhalten muss. Durch ihre Geduld und Bemühungen um Unabhängigkeit verwandeln sich Igel und Eselein in Menschen. Diese Verwandlung kann man als eine Art von Übergangsritus interpretieren. Märchen zeigen, wie erwähnt, symbolisch die Übergangsriten jedes Stadiums des Lebens und stellen dadurch die Universalität der menschlichen Erkenntnisse und die Archetypen der Lebensrealität dar. Darin erkennen wir den Sinn der Wiedergeburt des Menschen, wo sich die innere Selbstdarstellung und Selbstentwicklung ausdrückt.
Abstract
Märchen zeigen ein universales Menschenbild, das über eine bestimmte Zeit und einen historischen Raum hinaus den Prozess der geistigen Entwicklung von Menschen vertritt. Im Märchen werden eher die Lebensstufen einer Person als die Probleme einer Gruppe oder Gesellschaft ausgedrückt. Die Protagonisten des Märchens überwinden alle schweren Lebensstufen und entwickeln sich zur nächsten Stufe. Wir halten diese Stufen für Übergangsriten, wodurch die Protagonisten über den Zustand der geistigen Unreife hinaus ein Stadium der Autonomie und Unabhängigkeit erreichen. Carl G. Jung und seine Nachfolger betrachten das Märchen als die Selbstdarstellung der inneren Entwicklung eines Menschen. Diese tiefenpsychologische Forschung spielt eine große Rolle für die Märcheninterpretation. Im Märchen wird jeder Übergangsritus durch verschiedene Motive dargestellt, nämlich den Bauch eines Tiers, das Wasser, den Schlaf und das Gesicht eines Tiers. Das typische Beispiel für das Motiv des Tierbauches ist Der Wolf und die sieben jungen Geißlein (KHM 5). Wie Max Lüthi sagt, ist der Märchenheld wesenhaft ein Wandernder. Er wandert zwischen Diesseitswelt und Jenseitswelt, zwischen der Wirklichkeit und deren symbolischen Welt. Der Tierbauch im KHM 5 ist als ein dunkler Raum ein Symbol für den Tod, der einen geistigen Stillstand ohne Selbstentwicklung bedeutet. Die sieben jungen Geißlein werden aus dem Bauch des Wolfs gerettet. Das besagt, dass sie die Übergangsriten einer Lebensstufe erlebt haben. Beim Rotkäppchen (KHM 26) sehen wir dasselbe Motiv. Hier wird der Konflikt von Rotkäppchen mit seiner Mutter dargestellt. Der Bauch des Wolfs kann für den Bauch seiner eigenen Mutter gehalten werden. Das Davonkommen aus dem Bauch der Mutter symbolisiert, dass es seine Unabhängigkeit und eigene Autonomie gewinnt. Im Märchen Frau Holle (KHM 24) symbolisiert das Wasser das Reich des Todes. Deshalb ist der Brunnen ein Eingang in das Todesreich. Die Protagonisten kommen aus dem Brunnen heraus, nachdem sie einige Zeit dort bleiben mussten. Dadurch werden sie geistig reif, d.h. sie werden wiedergeboren. In diesem Sinne ist der Tod im Märchen nur ein Wechsel oder eine Lebensform, die sich auf die Wiedergeburt bezieht. Das Motiv Schlaf sehen wir im Märchen Dornröschen (KHM 50). Der lange Schlaf der Prinzessin ist gleichbedeutend mit dem Scheintod, der lange auf das Aufwachen warten muss. Dieses Märchen zeigt, dass sich ein Mensch durch Not und Leid als Übergangsriten geistig entwickeln kann. Durch diesen inneren Prozess werden unreife Personen zu Erwachsenen, die geistig wiedergeboren werden. Hans mein Igel (KHM 108) und Das Eselein (KHM 144) haben Protagonisten, die mit dem Gesicht eines Tieres geboren sind. Die Kinder mit dem Tiergesicht symbolisieren, dass sie den Erwartungen der Eltern nicht entsprechen. Deswegen müssen sie das Elternhaus verlassen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Das Hineintreten in die Welt ist gleichbedeutend mit der schweren Phase, die man im Leben durchhalten muss. Durch ihre Geduld und Bemühungen um Unabhängigkeit verwandeln sich Igel und Eselein in Menschen. Diese Verwandlung kann man als eine Art von Übergangsritus interpretieren. Märchen zeigen, wie erwähnt, symbolisch die Übergangsriten jedes Stadiums des Lebens und stellen dadurch die Universalität der menschlichen Erkenntnisse und die Archetypen der Lebensrealität dar. Darin erkennen wir den Sinn der Wiedergeburt des Menschen, wo sich die innere Selbstdarstellung und Selbstentwicklung ausdrückt.
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