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사이렌의 유혹 - 폭력의 소리, 소리의 폭력

Die Verführung der Sirenen - Der Klang der Gewalt und die Gewalt des Klangs

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주제분류독일어와문학

초록

In der traditionellen Auffassung vom Wesen der Musik geht es um zweierlei: erstens um die Beziehung zwischen Tönen (nämlich die Melodie als eine horizontale und den Akkord als eine vertikale Beziehung zwischen Tönen), und zweitens um den harmonischen Charakter dieser Beziehung; eine Beziehung zwischen Tönen ist dann für eine musikalische zu halten, wenn sie eine Harmonie bildet und dadurch als das Schöne erscheint. Mit dem Beginn der Neuen Musik am Ende des 19. Jahrhunderts kommt aber eine neue Verständnisweise von der Musik vor: Es geht nun nicht mehr um die durch die harmonische Beziehung zwischen Tönen entstehende Schönheit, sondern vielmehr um den Effekt, den der Klang ausmacht. Es sind nicht mehr eine schöne Melodie und ein harmonischer Akkord, sondern die Abwesenheit der Melodie, die Dissonanz, die Atonalität, Geräusche, eine absolute Begrenzung des Klangs usw., welche entscheiden, was das Wesen der Musik ist. Solche neuen Phänomene fangen an, sich als das leitende Prinzip der Musik durchzusetzen. Der vorliegende Aufsatz richtet die Aufmerksamkeit auf das Phänomen, dass sich das leitende musikalische Prinzip zuerst im ‘Klang der Gewalt’, aber dann in der ‘Gewalt des Klangs’ zu erkennen gibt. Denn diese Änderung scheint deutlich zu zeigen, welchen Sinn die Gewalt im Änderungsprozeß der musikalischen Formen hat. Die Untersuchung beginnt mit der Analyse, wie der Klang der Gewalt musikalisch dargestellt wird. Dabei geht es darum, wie der Inhalt von etwas Gewalttätigem durch die Töne oder den Klang musikalisch repräsentiert wird. Dann wird beschrieben, wie der Klang selbst gewalttätig wirkt. Nun soll hier gezeigt werden, wie die musikalische Form selbst durch den Klang (oder den Effekt des Klangs) gewalttätig wirkt: Es geht um die Gewalt des Klangs. Der Aufsatz will die Funktionsänderung der musikalischen Elemente wie z.B. der Töne oder des Klangs zeigen, indem er den Unterschied zwischen dem ‘Klang der Gewalt’ und der ‘Gewalt des Klangs’ anschaulich macht.

Abstract

In der traditionellen Auffassung vom Wesen der Musik geht es um zweierlei: erstens um die Beziehung zwischen Tönen (nämlich die Melodie als eine horizontale und den Akkord als eine vertikale Beziehung zwischen Tönen), und zweitens um den harmonischen Charakter dieser Beziehung; eine Beziehung zwischen Tönen ist dann für eine musikalische zu halten, wenn sie eine Harmonie bildet und dadurch als das Schöne erscheint. Mit dem Beginn der Neuen Musik am Ende des 19. Jahrhunderts kommt aber eine neue Verständnisweise von der Musik vor: Es geht nun nicht mehr um die durch die harmonische Beziehung zwischen Tönen entstehende Schönheit, sondern vielmehr um den Effekt, den der Klang ausmacht. Es sind nicht mehr eine schöne Melodie und ein harmonischer Akkord, sondern die Abwesenheit der Melodie, die Dissonanz, die Atonalität, Geräusche, eine absolute Begrenzung des Klangs usw., welche entscheiden, was das Wesen der Musik ist. Solche neuen Phänomene fangen an, sich als das leitende Prinzip der Musik durchzusetzen. Der vorliegende Aufsatz richtet die Aufmerksamkeit auf das Phänomen, dass sich das leitende musikalische Prinzip zuerst im ‘Klang der Gewalt’, aber dann in der ‘Gewalt des Klangs’ zu erkennen gibt. Denn diese Änderung scheint deutlich zu zeigen, welchen Sinn die Gewalt im Änderungsprozeß der musikalischen Formen hat. Die Untersuchung beginnt mit der Analyse, wie der Klang der Gewalt musikalisch dargestellt wird. Dabei geht es darum, wie der Inhalt von etwas Gewalttätigem durch die Töne oder den Klang musikalisch repräsentiert wird. Dann wird beschrieben, wie der Klang selbst gewalttätig wirkt. Nun soll hier gezeigt werden, wie die musikalische Form selbst durch den Klang (oder den Effekt des Klangs) gewalttätig wirkt: Es geht um die Gewalt des Klangs. Der Aufsatz will die Funktionsänderung der musikalischen Elemente wie z.B. der Töne oder des Klangs zeigen, indem er den Unterschied zwischen dem ‘Klang der Gewalt’ und der ‘Gewalt des Klangs’ anschaulich macht.

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