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“니벨룽겐의 충성”의 허상 - 하이너 뮐러의 <게르마니아 베를린에서 죽음>을 중심으로

Das Trugbild der “Nibelungentreue” im Stück Heiner Müllers - Am Beispiel von 'Germania Tod in Berlin'

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주제분류독일어와문학

초록

Das Nibelungenlied ist ein mittelalterliches Heldenepos und wird, seit um 1800 der Begriff Nationalepos entstand, oft als ‚Nationalepos der Deutschen‘ bezeichnet. Die vorliegende Arbeit befasst sich auf der Ebene des Zerstörens von der ‘Appellfunktion des Mythos’ damit, wie das Trugbild der “Nibelungentreue” typisch deutsche Eigenschaften verherrlicht. Im politischen Bereich wurde das Nibelungenlied für ideologische Zwecke mißbraucht. Die Nationalsozialisten waren sich sehr wohl der metaphorischen Wirkung des Nibelungenstoffes bewußt und konnten mühelos an die traditionell nationalistische Nibelungenlied-Rezeption anknüpfen. Die Anfänge des Mißbrauchs können schon vor dem Ersten Weltkrieg gefunden werden. Im Nationalsozialismus feierte man die Wiederkehr der germanischen Größe und des Heldentums, der germanischen Gefolgstreue und des männlichen Rittertums und unterlegte die Idee des deutschen Volkstums mit diesen „germanischen Tugenden“. Vor allem versuchte sich Hermann Göring den Nibelungenstoff zunutze zu machen, als er am Vorabend der Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad der Wehrmacht die Nibelungen als Beispiel heroischen Kämpfertums in Anspruch nahm. Und er appellierte an die Opferbereitschaft und das Heroentum des deutschen Volkes. Das Nibelungenlied wurde so als Vehikel nationaler Ideen instrumentalisiert. Bei der Rezeption des Nibelungenstoffes versucht Müller, die Appellfunktion des Mythos durch das Kannibalismus-Motiv in seinem Stück Germania Tod in Berlin zu zerstören. Wie in der Lage der Nibelungen im brennenden Saal zeigen die deutschen Soldaten im Kessel von Stalingrad ein absolut unmenschliches Verhalten als ‘Menschenfresser’. Es zeigt sich, daß das ‘Alte’ in der DDR bis in die Gegenwart hinein weiterbesteht. Es ist noch nicht überwunden.

Abstract

Das Nibelungenlied ist ein mittelalterliches Heldenepos und wird, seit um 1800 der Begriff Nationalepos entstand, oft als ‚Nationalepos der Deutschen‘ bezeichnet. Die vorliegende Arbeit befasst sich auf der Ebene des Zerstörens von der ‘Appellfunktion des Mythos’ damit, wie das Trugbild der “Nibelungentreue” typisch deutsche Eigenschaften verherrlicht. Im politischen Bereich wurde das Nibelungenlied für ideologische Zwecke mißbraucht. Die Nationalsozialisten waren sich sehr wohl der metaphorischen Wirkung des Nibelungenstoffes bewußt und konnten mühelos an die traditionell nationalistische Nibelungenlied-Rezeption anknüpfen. Die Anfänge des Mißbrauchs können schon vor dem Ersten Weltkrieg gefunden werden. Im Nationalsozialismus feierte man die Wiederkehr der germanischen Größe und des Heldentums, der germanischen Gefolgstreue und des männlichen Rittertums und unterlegte die Idee des deutschen Volkstums mit diesen „germanischen Tugenden“. Vor allem versuchte sich Hermann Göring den Nibelungenstoff zunutze zu machen, als er am Vorabend der Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad der Wehrmacht die Nibelungen als Beispiel heroischen Kämpfertums in Anspruch nahm. Und er appellierte an die Opferbereitschaft und das Heroentum des deutschen Volkes. Das Nibelungenlied wurde so als Vehikel nationaler Ideen instrumentalisiert. Bei der Rezeption des Nibelungenstoffes versucht Müller, die Appellfunktion des Mythos durch das Kannibalismus-Motiv in seinem Stück Germania Tod in Berlin zu zerstören. Wie in der Lage der Nibelungen im brennenden Saal zeigen die deutschen Soldaten im Kessel von Stalingrad ein absolut unmenschliches Verhalten als ‘Menschenfresser’. Es zeigt sich, daß das ‘Alte’ in der DDR bis in die Gegenwart hinein weiterbesteht. Es ist noch nicht überwunden.

참고문헌 (24)

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  17. Roethe, Gustav, "Von deutscher Art und Kultur", ~ (1915)
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