문화간 탈경계적 주체로서의 번역가의 과제와 번역전략(1) - 스테판 게오르게: 시적 창작 과정으로서의 번역
Aufgabe und Strategie des Übersetzers als entgrenztes Subjekt zwischen den Kulturen (1) - Stefan George: Übersetzung als Prozess des poetischen Schaffens
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초록
In der Anfangsphase seiner literarischen Tätigkeiten übersetzt Stefan George die Werke von mehreren Autoren wie z. B. von Shakespeare, Dante, Baudelaire etc. In der Übertragung Dantes Die göttliche Komödie versucht George, vor allem poetische Appellationskräfte der jeweiligen Stellen des Urtexts hervorzurufen. Er unterstreicht dabei eher ‘ton bewegung gestalt’ als den Sinn des Urtexts. Bei der Übersetzung Shakespeares Sonette übt er durchaus die Strenge dieser Gedichtsform aus. Anders als viele Übersetzer der früheren Generationen hält er die Form der Urtexte streng, aber auf der inhaltlichen Ebene übertritt er oft syntaktische Regeln: er lässt die Interpunktionen weg und variiert sie mit seinen eigenen Satzzeichen. Oft wählt er Wörter, deren Sinn von dem der Urtexte abweichen. In dieser Hinsicht nennt er sich selbst keinen textgetreuen ‘Übersetzer’, sondern eher einen ‘Umdichter’. Der größte Verdienst der 10-jährigen Übersetzungsarbeiten an Baudelaires Fleurs du Mal liegt also in der Kombinationskunst der Töne und der Zeichen, wodurch er eine neue Art des Symbols entstehen lässt. Infolgedessen zeigt er die extreme, zweckfreie Formschönheit, die über den Kontext der Wirklichkeit hinausgeht. In vieler Hinsicht ist es selbstverständlich, dass ein Dichter in der Anfangsphase seines Schaffens viele Dichter früherer Generationen nachbildet. Wenn aber dieses Vorbild ein ausländischer Dichter sein sollte, wirkt es anders als ein Vorgänger aus dem eigenen Land. Es gibt ohne weiteres die Lücke zwischen der Mutter- und Fremdsprache, die auch der beste Übersetzer nicht vollkommen beseitigen kann. Aus dieser Lücke entstehen die subtilen Differenzen der Sinne und zugleich auch ein neues Image des Wortes. Phonetische Fremdheit, musikalische und metrische Effekte der fremden Sprache sowie die Frische, die daraus entsteht: All dieses in seine Muttersprache zu transformieren, evoziert immer wieder die Einbildungskräfte eines Dichters. Neologismen, Abweichung vom normativen Satzbaus und die Zerstörung der Syntax etc. führen zu neuen poetischen Effekten. Ob ein Übersetzer es beabsichtigt oder nicht, es führt dazu, dass die Ausdrucksfähigkeit der Muttersprache dadurch bereichert werden kann. George macht mithilfe seiner Übersetzung Baudelaires Gedichte in Deutschland bekannt und trägt dadurch auch dazu bei, eine neue Strömung in die Geschichte der deutschen Gedichte einzuführen. Dabei erhalten seine eigenen Gedichte, mehr als bei keinem zweiten Autor, unverkennbare Einflüsse aus den Übersetzungen.
Abstract
In der Anfangsphase seiner literarischen Tätigkeiten übersetzt Stefan George die Werke von mehreren Autoren wie z. B. von Shakespeare, Dante, Baudelaire etc. In der Übertragung Dantes Die göttliche Komödie versucht George, vor allem poetische Appellationskräfte der jeweiligen Stellen des Urtexts hervorzurufen. Er unterstreicht dabei eher ‘ton bewegung gestalt’ als den Sinn des Urtexts. Bei der Übersetzung Shakespeares Sonette übt er durchaus die Strenge dieser Gedichtsform aus. Anders als viele Übersetzer der früheren Generationen hält er die Form der Urtexte streng, aber auf der inhaltlichen Ebene übertritt er oft syntaktische Regeln: er lässt die Interpunktionen weg und variiert sie mit seinen eigenen Satzzeichen. Oft wählt er Wörter, deren Sinn von dem der Urtexte abweichen. In dieser Hinsicht nennt er sich selbst keinen textgetreuen ‘Übersetzer’, sondern eher einen ‘Umdichter’. Der größte Verdienst der 10-jährigen Übersetzungsarbeiten an Baudelaires Fleurs du Mal liegt also in der Kombinationskunst der Töne und der Zeichen, wodurch er eine neue Art des Symbols entstehen lässt. Infolgedessen zeigt er die extreme, zweckfreie Formschönheit, die über den Kontext der Wirklichkeit hinausgeht. In vieler Hinsicht ist es selbstverständlich, dass ein Dichter in der Anfangsphase seines Schaffens viele Dichter früherer Generationen nachbildet. Wenn aber dieses Vorbild ein ausländischer Dichter sein sollte, wirkt es anders als ein Vorgänger aus dem eigenen Land. Es gibt ohne weiteres die Lücke zwischen der Mutter- und Fremdsprache, die auch der beste Übersetzer nicht vollkommen beseitigen kann. Aus dieser Lücke entstehen die subtilen Differenzen der Sinne und zugleich auch ein neues Image des Wortes. Phonetische Fremdheit, musikalische und metrische Effekte der fremden Sprache sowie die Frische, die daraus entsteht: All dieses in seine Muttersprache zu transformieren, evoziert immer wieder die Einbildungskräfte eines Dichters. Neologismen, Abweichung vom normativen Satzbaus und die Zerstörung der Syntax etc. führen zu neuen poetischen Effekten. Ob ein Übersetzer es beabsichtigt oder nicht, es führt dazu, dass die Ausdrucksfähigkeit der Muttersprache dadurch bereichert werden kann. George macht mithilfe seiner Übersetzung Baudelaires Gedichte in Deutschland bekannt und trägt dadurch auch dazu bei, eine neue Strömung in die Geschichte der deutschen Gedichte einzuführen. Dabei erhalten seine eigenen Gedichte, mehr als bei keinem zweiten Autor, unverkennbare Einflüsse aus den Übersetzungen.
참고문헌 (17)
- George, Stefan, "Dante․Die göttliche Komödie, Bd. 10, 11" (1983), Klett-Cotta
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- Klein, Carl August, "Blätter für die Kunst. Abgelichteter Neudruck" (1967)
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- Apel, Friedmar, "Literarische Übersetzung" (2003), Metzler
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- Berman, Antoine, "낯선 것으로부터 오는 시련 - 독일 낭만주의 문화와 번역" (2009), 철학과 현실사
- Baudelaire, Charles, "악의 꽃" (1996), 민음사
- David, Claude, "Stefan George, Sein dichterisches Werk" (1967)
- Friedrich, Hugo, "현대시의 구조: 보들레르에서 20세기 중반까지" (2009), 지만지 클래식
- Rince, Dominique, "보들레르와 시의 현대성" (1987), 탐구당
- Shakespeare, Wilhelm, "Sonnette" (2000), 민음사
- Störig, Hans Joachim, "Das Problem des Übersetzens" (1973)
- Wilss, Wolfram, "Übersetzungswissenschaft" (1981)
- Wunberg, Gotthardt, "Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910" (1990)
