게오르게의 『악의 꽃』과 벤야민의 『악의 꽃』- 번역사적 맥락을 중심으로
Die Blumen des Bösen von Stefan George und Walter Benjamin - eine Betrachtung im übersetzungsgeschichtlichen Kontext
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초록
Diese Studie zielt darauf ab, die Übersetzungen von Charles Baudelaires Gedichtband Les Fleurs du Mal durch Stefan George (1901) und Walter Benjamin (1921) zu vergleichen. Zu diesem Zweck wird zunächst erörtert, wie die beiden Übersetzer den umstrittenen Dichter Baudelaire sowie die Großstadt Paris des 19. Jahrhunderts, die den Hintergrund dieses Gedichtbandes ausmacht, betrachten. Auf der theoretischen Ebene werden wesentliche Einstellungen Benjamins und Georges über die Übersetzung im Allgemeinen diskutiert. Insbesondere ist dabei Benjamins Die Aufgabe des Übersetzers, eine Art der Vorrede seiner Übersetzung, unentbehrlich. Für beide ist vor allem wichtig, mittels der Übersetzung die Barrieren der alten, verbrauchten Worte zu überwinden. Das verbrauchte Wort ist ähnlich der abgenutzten Münze, die in jede Hand hineingerät. Es dient nur zur alltäglichen, banalen Kommunikation sowie zur ideologischen Propaganda, kann jedoch nicht dazu beitragen, neue Ausdrucksmöglichkeiten in der Muttersprache sowie neue Denkansätze zu schaffen. Die beiden Übersetzer haben die Gemeinsamkeit, dass sie die leserorientierte, oder besser gesagt, populistische Übertragung prinzipiell ablehnen. George zieht nur eine kleine spezielle Lesergruppe in Betracht, die bei ihm mit dem idealen Leser identisch ist. Benjamin verleugnet sogar den Begriff des idealen Lesers. Das heißt, dass die Übersetzung bei ihm nicht dem Leser, sondern dem Urtext dienen soll. Die Aufgabe der Übersetzung liegt in erster Linie darin, das Unfassbare, das Geheimnisvolle, das Dichterische des Urtexts herauszuarbeiten. In dieser Hinsicht wirkt die Benjaminsche Übersetzung als eine Art Literaturkritik bzw. Werkinterpretation. Die beiden Übersetzer zeigen jedoch in der Übersetzungspraxis verschiedene Haltungen: George bemüht sich um die Übertragung der Formen, die er mit den Worten ‘ton bewegung gestalt’ eines Gedichts bezeichnet. Einerseits gelangt er damit auf ein unvergleichbares Niveau, das nicht jeder erreichen kann, andererseits bedeutet dies, dass George als kongenialer Übersetzer einen neuen, eigenen Baudelaire schafft. Viele Kritiker weisen darauf hin, dass Benjamins Übersetzung unter dem formalen Gesichtspunkt weniger geschickt als die Georges ist. In der Tat liegt die Zielsetzung der Benjaminscher Übersetzung woanders: Er will den eigentümlichen Geist des Dichters, nämlich den ‘absoluten Wahrheitsgehalt’, der sich hinter der Sprache versteckt, ins Licht setzen. In dieser Hinsicht besteht Momme Brodersen darauf, dass das Urteil, welche Übersetzung geeigneter ist, keine Geschmackssache ist. Ihm zufolge geht es vielmehr um die Art und Weise, wie man mit dem Urtext umgeht. Die beiden Übersetzungen sind aber nicht komplett: George übertrug 117 von insgesamt 151 Gedichten, und Benjamin hauptsächlich den zweiten Teil dieses Gedichtsbandes, Tableaux parisiens, und noch 24 Gedichte aus den anderen Teilen. Nach ihnen sind weitere Übersetzungen dieses Gedichtbandes erschienen. Wenn sich das Leben eines Urtexts durch die Übersetzung erneuert und sich umfangreich entwickelt, sollte man versuchen, ihn aufs Neue zu übersetzen, damit er zum höheren und eigenen Leben gelangt.
Abstract
Diese Studie zielt darauf ab, die Übersetzungen von Charles Baudelaires Gedichtband Les Fleurs du Mal durch Stefan George (1901) und Walter Benjamin (1921) zu vergleichen. Zu diesem Zweck wird zunächst erörtert, wie die beiden Übersetzer den umstrittenen Dichter Baudelaire sowie die Großstadt Paris des 19. Jahrhunderts, die den Hintergrund dieses Gedichtbandes ausmacht, betrachten. Auf der theoretischen Ebene werden wesentliche Einstellungen Benjamins und Georges über die Übersetzung im Allgemeinen diskutiert. Insbesondere ist dabei Benjamins Die Aufgabe des Übersetzers, eine Art der Vorrede seiner Übersetzung, unentbehrlich. Für beide ist vor allem wichtig, mittels der Übersetzung die Barrieren der alten, verbrauchten Worte zu überwinden. Das verbrauchte Wort ist ähnlich der abgenutzten Münze, die in jede Hand hineingerät. Es dient nur zur alltäglichen, banalen Kommunikation sowie zur ideologischen Propaganda, kann jedoch nicht dazu beitragen, neue Ausdrucksmöglichkeiten in der Muttersprache sowie neue Denkansätze zu schaffen. Die beiden Übersetzer haben die Gemeinsamkeit, dass sie die leserorientierte, oder besser gesagt, populistische Übertragung prinzipiell ablehnen. George zieht nur eine kleine spezielle Lesergruppe in Betracht, die bei ihm mit dem idealen Leser identisch ist. Benjamin verleugnet sogar den Begriff des idealen Lesers. Das heißt, dass die Übersetzung bei ihm nicht dem Leser, sondern dem Urtext dienen soll. Die Aufgabe der Übersetzung liegt in erster Linie darin, das Unfassbare, das Geheimnisvolle, das Dichterische des Urtexts herauszuarbeiten. In dieser Hinsicht wirkt die Benjaminsche Übersetzung als eine Art Literaturkritik bzw. Werkinterpretation. Die beiden Übersetzer zeigen jedoch in der Übersetzungspraxis verschiedene Haltungen: George bemüht sich um die Übertragung der Formen, die er mit den Worten ‘ton bewegung gestalt’ eines Gedichts bezeichnet. Einerseits gelangt er damit auf ein unvergleichbares Niveau, das nicht jeder erreichen kann, andererseits bedeutet dies, dass George als kongenialer Übersetzer einen neuen, eigenen Baudelaire schafft. Viele Kritiker weisen darauf hin, dass Benjamins Übersetzung unter dem formalen Gesichtspunkt weniger geschickt als die Georges ist. In der Tat liegt die Zielsetzung der Benjaminscher Übersetzung woanders: Er will den eigentümlichen Geist des Dichters, nämlich den ‘absoluten Wahrheitsgehalt’, der sich hinter der Sprache versteckt, ins Licht setzen. In dieser Hinsicht besteht Momme Brodersen darauf, dass das Urteil, welche Übersetzung geeigneter ist, keine Geschmackssache ist. Ihm zufolge geht es vielmehr um die Art und Weise, wie man mit dem Urtext umgeht. Die beiden Übersetzungen sind aber nicht komplett: George übertrug 117 von insgesamt 151 Gedichten, und Benjamin hauptsächlich den zweiten Teil dieses Gedichtsbandes, Tableaux parisiens, und noch 24 Gedichte aus den anderen Teilen. Nach ihnen sind weitere Übersetzungen dieses Gedichtbandes erschienen. Wenn sich das Leben eines Urtexts durch die Übersetzung erneuert und sich umfangreich entwickelt, sollte man versuchen, ihn aufs Neue zu übersetzen, damit er zum höheren und eigenen Leben gelangt.
참고문헌 (19)
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