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내러티브와 사회적 치유 - 게르만신화 신들의 죽음과 『황금가지』의 사제왕 살해 관습을 중심으로 -

Erzählung und soziale Heilung - In Bezug auf den Tod der Götter im germanischen Mythos und die Bräuche des Mensch-Gottes in Golden Bough von J.G. Frazer -

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In diesem Aufsatz wird aufgeführt, wie das Erzählen von Mythen für die soziale Heilung nutzbar gemacht werden kann, und warum der Hauptgott Odin und seine Götterfamilie im germanischen Mythos getötet werden. Das Erzählen birgt die Fähigkeit, die Wirklichkeit zu verstehen und die Realität zu rekonstruieren. Der Mythos als eine Geschichte, die von den Göttern handelt, kann die Funktionen haben, die Angst vor der Natur/Welt zu bändigen. Die germanischen Mythen können auch als ein Erzählen mit dem Ziel der Heilung von den Ängsten gesehen werden, mit denen die Germanen in der Welt konfrontiert waren. James George Frazer hat viele Beispiele für den Tod des Mensch-Gottes in seinem Buch Golden Bough angeführt. Es gab den Brauch, den König zu töten, sobald er Falten oder graue Haare bekam. Die Sitte, einen König zu Tode zu bringen, sobald er einen persönlichen Defekt aufwies, herrschte im Altertum in vielen Regionen. Damals glaubte man, dass der Lauf der Natur vom Leben des Mensch-Gottes abhängig war. Es gab nur eine Möglichkeit zur Abwendung der damit verbundenen Gefahren. Die Seele des Mensch-Gottes musste auf einen starken Nachfolger übertragen werden, sobald er Symptome zeigte, dass seine Kräfte zu versiegen beginnen, und bevor er ernsthaft durch den drohenden Verfall beeinträchtigt wurde und starb. Im germanischen Mythos kämpft der Hauptgott Odin gegen Riesen und Monster, und wird dabei im Ragnarök getötet. Darin ähnelt die Erzählung den Bräuchen vom Tod des Mensch-Gottes und wie den in dem Buch Golden Bough gezeigten Sitten, Könige mit persönlichen Defekten in eine Schlacht zu treiben und töten zu lassen. Die Heilung ist mit der Heiligkeit und der Ganzheit verbunden. Im Altertum erforderte Heiligkeit Vollständigkeit. Wenn sich eine Gesellschaft nicht im Zustand der Ganzheit und Heiligkeit befindet, dann fehlt in ihr die Fähigkeit zur sozialen Heilung. Daher muss man die unheilige Situation verbessern, wenn man die Gesellschaft heilen will. Man muss sie wieder in den Zustand der Ganzheit und der Heiligkeit bringen. Deshalb hat man den der Krankheit und Altersschwachheit verfallenen Mensch-Gott getötet und seinen Kranz einem kräftigen Nachfolger übergeben. In der germanischen Mythologie hatte sich die Angst und Furcht vor der Welt gesteigert. Odin war alt und schwach. In dieser Situation wurde der Tod Odins gefordert. Daher sind Odin und seine Götterfamilie ums Leben gekommen. Danach erscheinen die Nachfolger-Götter wie Baldur, Hödur, Modi und Magni in Ganzheit und Heiligkeit. Dadurch kann die Welt neu- geboren und wieder geheilt werden.

Abstract

In diesem Aufsatz wird aufgeführt, wie das Erzählen von Mythen für die soziale Heilung nutzbar gemacht werden kann, und warum der Hauptgott Odin und seine Götterfamilie im germanischen Mythos getötet werden. Das Erzählen birgt die Fähigkeit, die Wirklichkeit zu verstehen und die Realität zu rekonstruieren. Der Mythos als eine Geschichte, die von den Göttern handelt, kann die Funktionen haben, die Angst vor der Natur/Welt zu bändigen. Die germanischen Mythen können auch als ein Erzählen mit dem Ziel der Heilung von den Ängsten gesehen werden, mit denen die Germanen in der Welt konfrontiert waren. James George Frazer hat viele Beispiele für den Tod des Mensch-Gottes in seinem Buch Golden Bough angeführt. Es gab den Brauch, den König zu töten, sobald er Falten oder graue Haare bekam. Die Sitte, einen König zu Tode zu bringen, sobald er einen persönlichen Defekt aufwies, herrschte im Altertum in vielen Regionen. Damals glaubte man, dass der Lauf der Natur vom Leben des Mensch-Gottes abhängig war. Es gab nur eine Möglichkeit zur Abwendung der damit verbundenen Gefahren. Die Seele des Mensch-Gottes musste auf einen starken Nachfolger übertragen werden, sobald er Symptome zeigte, dass seine Kräfte zu versiegen beginnen, und bevor er ernsthaft durch den drohenden Verfall beeinträchtigt wurde und starb. Im germanischen Mythos kämpft der Hauptgott Odin gegen Riesen und Monster, und wird dabei im Ragnarök getötet. Darin ähnelt die Erzählung den Bräuchen vom Tod des Mensch-Gottes und wie den in dem Buch Golden Bough gezeigten Sitten, Könige mit persönlichen Defekten in eine Schlacht zu treiben und töten zu lassen. Die Heilung ist mit der Heiligkeit und der Ganzheit verbunden. Im Altertum erforderte Heiligkeit Vollständigkeit. Wenn sich eine Gesellschaft nicht im Zustand der Ganzheit und Heiligkeit befindet, dann fehlt in ihr die Fähigkeit zur sozialen Heilung. Daher muss man die unheilige Situation verbessern, wenn man die Gesellschaft heilen will. Man muss sie wieder in den Zustand der Ganzheit und der Heiligkeit bringen. Deshalb hat man den der Krankheit und Altersschwachheit verfallenen Mensch-Gott getötet und seinen Kranz einem kräftigen Nachfolger übergeben. In der germanischen Mythologie hatte sich die Angst und Furcht vor der Welt gesteigert. Odin war alt und schwach. In dieser Situation wurde der Tod Odins gefordert. Daher sind Odin und seine Götterfamilie ums Leben gekommen. Danach erscheinen die Nachfolger-Götter wie Baldur, Hödur, Modi und Magni in Ganzheit und Heiligkeit. Dadurch kann die Welt neu- geboren und wieder geheilt werden.

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