현대과학의 눈으로 본 유럽 신화* - 게르만신화와 카오스이론을 중심으로
Eine Studie zu Analogien zwischen der Chaostheorie und den europäischen Mythen, bes. den germanischen Mythen
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초록
In dieser Arbeit habe ich versucht, die europäischen Mythen, vor allem die germa nischen, mit der Chaostheorie zu vergleichen. Der Mythos und die Chaostheorie sind einander ähnlich, in der Hinsicht, dass die beiden die chaotischen Phänomene beinhalten. Den Forschungsgegenstand der Chaostheorie bilden hauptsächlich die Chaosphänomene. Die Welt der vielen Mythologien beginnt mit dem “Chaos”. Während die griechische Mythologie auch vom “Chaos” ausgeht, beginnt die germanische Mythologie mit “Ginnunggagap” (“gähnende Kluft”), einem dem Chaos ähnlichen Zustand. Außerdem endet die germanische Mythologie mit der chaotischen Götterdämmerung Ragnarök. Naturwissenschaftlich kann man Chaos in molekulares Chaos und deterministisches Chaos klassifizieren. Während deterministisches Chaos sinnvoll für die Chaostheorie ist, spielt in der Mythologie viel mehr das molekulare als das deterministische Chaos eine Rolle. Chaos in der Mythologie enthält aber auch ein Charakteristikum des deterministischen Chaos, denn es trägt “die Samen der Dinge” in sich. Obwohl Mythen eine andere Darstellungsmethode als die Naturwissenschaft haben, interessieren sich beide Gebiete gleichermaßen für die Wirklichkeit. In der Welt existieren Chaosphänomene seit der mythischen Vorzeit. Daher gibt es in der Mythologie die intuitiven Erkenntnisse über das Wesen der Chaosphänomene. Das ist der Grund für die Analogien zwischen der Chaostheorie und den europäischen Mythen, bes. den germanischen. Neben diesen Chaosphänomenen finden sich auch begriffliche Analogien zwischen der Chaostheorie und der germanischen Mythologie wieder. Diese Analogien lassen sich folgendermaßen erklären. Erstens: Sowohl die germanische Mythologie als auch die Chaostheorie sind durch Pluralität und dynamische Aktivität gekennzeichnet. In der germanischen Mythologie gibt es neun Welten. In diesen Welten leben verschiedene Wesen wie Götter, Riesen, Menschen, Zwerge und Elfen als deren Mitglieder. Die Pluralität und die dynamische Aktivität, die für die Chaostheorie und die germanische Mythologie konstituitiv sind, geben uns zu erkennen, dass sowohl die mythische Welt als auch unsere reale Welt durch verschiedene Faktoren und deren komplizierte Verflechtungen bedingt sind. Zweitens: Der Begriff “Schmetterlingseffekt” ist charakteristisch für die germanische Mythologie und die Chaostheorie. Nach der Chaostheorie verursacht ein winziger Unter schied in der ersten Phase der komplexen Chaosphänomene einen großen Unterschied in der letzten Phase. Auch in der germanischen Mythologie führen zufällige Ereignisse wie die Erschlagung des Urriesen Ymir, der Empfang von Loki in Asgard oder Baldurs Tod die unerwarteten Katastrophen herbei. Drittens: Der Begriff “feedback” ist wesentlich für die germanische Mythologie und die Chaostheorie. Der “Schmetterlingseffekt” in der Chaostheorie kann in der Struktur von “feedback” betrieben werden. Obwohl einige Riesen in der ersten Phase der germanisch-mythischen Welt mit den Göttern zunächst in freundlicher Beziehung stehen, verschärft sich der Gegensatz von Göttern und Riesen zunehmend. Sie töten sich endlich im Ragnarök miteinander. Viertens: Die Chaosphänomene gemäß dem Prinzip der Selbstähnlichkeit so struk turiert wie fraktale Geometrie. Dies gilt auch für die germanische Mythologie. In der germanischen Mythologie sind Götter, Menschen als deren erste Geschöpfe und die Nachkommen der Menschen einander sehr ähnlich. Ganzheit(ein Baum) und Teilung(Zweige) finden sich in der Struktur der Ähnlichkeit wieder. Das gilt auch für Götter und Helden wie Thor und Sigurd.
Abstract
In dieser Arbeit habe ich versucht, die europäischen Mythen, vor allem die germa nischen, mit der Chaostheorie zu vergleichen. Der Mythos und die Chaostheorie sind einander ähnlich, in der Hinsicht, dass die beiden die chaotischen Phänomene beinhalten. Den Forschungsgegenstand der Chaostheorie bilden hauptsächlich die Chaosphänomene. Die Welt der vielen Mythologien beginnt mit dem “Chaos”. Während die griechische Mythologie auch vom “Chaos” ausgeht, beginnt die germanische Mythologie mit “Ginnunggagap” (“gähnende Kluft”), einem dem Chaos ähnlichen Zustand. Außerdem endet die germanische Mythologie mit der chaotischen Götterdämmerung Ragnarök. Naturwissenschaftlich kann man Chaos in molekulares Chaos und deterministisches Chaos klassifizieren. Während deterministisches Chaos sinnvoll für die Chaostheorie ist, spielt in der Mythologie viel mehr das molekulare als das deterministische Chaos eine Rolle. Chaos in der Mythologie enthält aber auch ein Charakteristikum des deterministischen Chaos, denn es trägt “die Samen der Dinge” in sich. Obwohl Mythen eine andere Darstellungsmethode als die Naturwissenschaft haben, interessieren sich beide Gebiete gleichermaßen für die Wirklichkeit. In der Welt existieren Chaosphänomene seit der mythischen Vorzeit. Daher gibt es in der Mythologie die intuitiven Erkenntnisse über das Wesen der Chaosphänomene. Das ist der Grund für die Analogien zwischen der Chaostheorie und den europäischen Mythen, bes. den germanischen. Neben diesen Chaosphänomenen finden sich auch begriffliche Analogien zwischen der Chaostheorie und der germanischen Mythologie wieder. Diese Analogien lassen sich folgendermaßen erklären. Erstens: Sowohl die germanische Mythologie als auch die Chaostheorie sind durch Pluralität und dynamische Aktivität gekennzeichnet. In der germanischen Mythologie gibt es neun Welten. In diesen Welten leben verschiedene Wesen wie Götter, Riesen, Menschen, Zwerge und Elfen als deren Mitglieder. Die Pluralität und die dynamische Aktivität, die für die Chaostheorie und die germanische Mythologie konstituitiv sind, geben uns zu erkennen, dass sowohl die mythische Welt als auch unsere reale Welt durch verschiedene Faktoren und deren komplizierte Verflechtungen bedingt sind. Zweitens: Der Begriff “Schmetterlingseffekt” ist charakteristisch für die germanische Mythologie und die Chaostheorie. Nach der Chaostheorie verursacht ein winziger Unter schied in der ersten Phase der komplexen Chaosphänomene einen großen Unterschied in der letzten Phase. Auch in der germanischen Mythologie führen zufällige Ereignisse wie die Erschlagung des Urriesen Ymir, der Empfang von Loki in Asgard oder Baldurs Tod die unerwarteten Katastrophen herbei. Drittens: Der Begriff “feedback” ist wesentlich für die germanische Mythologie und die Chaostheorie. Der “Schmetterlingseffekt” in der Chaostheorie kann in der Struktur von “feedback” betrieben werden. Obwohl einige Riesen in der ersten Phase der germanisch-mythischen Welt mit den Göttern zunächst in freundlicher Beziehung stehen, verschärft sich der Gegensatz von Göttern und Riesen zunehmend. Sie töten sich endlich im Ragnarök miteinander. Viertens: Die Chaosphänomene gemäß dem Prinzip der Selbstähnlichkeit so struk turiert wie fraktale Geometrie. Dies gilt auch für die germanische Mythologie. In der germanischen Mythologie sind Götter, Menschen als deren erste Geschöpfe und die Nachkommen der Menschen einander sehr ähnlich. Ganzheit(ein Baum) und Teilung(Zweige) finden sich in der Struktur der Ähnlichkeit wieder. Das gilt auch für Götter und Helden wie Thor und Sigurd.
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