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문학 문법과 음악 문법의 혼용과 대위법적 변용 -토마스 베른하르트와 토마스 만, 엘프리데 옐리네크의 작품을 중심으로

Zusammenstellung und kontrapunktische Metamorphose der literarischen und musikalischen Grammatik -Zum Verhältnis zwischen Literatur und Musik in den Werken von Thomas Bernhard, Thomas Mann und Elfriede Jelinek

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주제분류독일어와문학

초록

In dieser Arbeit geht es um die Analyse des Verhältnisses zwischen Literatur und Musik hinsichtlich der literarischen Darstellungsweisen und musikalischen Ausdrucksweisen, und zwar sowohl in den Werken Verstörung und Alte Meister von Thomas Bernhard als auch in Thomas Manns Doktor Faustus und Elfriede Jelineks Klavierspielerin. Die deutsche Literatur hat besonders seit der Romantik versucht, die musikalische Form in ihre Darstellung einzubeziehen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die wissenschaftliche Untersuchung über die Musik durch Eduard Hanslick, die Hugo Riemann bis zum frühen 20. Jahrhundert zur Gründung einer modernen Musikwissenschaft weiterverfolgt hat. In unserer Zeit hat Carl Dahlhaus in seiner Untersuchung über die absolute Musik versucht, das moderne Verhältnis zwischen Musik und Literatur zu erklären. In diesem Zusammenhang bezeichnet diese Arbeit zwei Formen der Wechselbeziehungen als ihren wesentlichen Aspekt, nämlich die vermischende Zusammenstellung und kontrapunktische Metamorphose. Die Romane Verstörung und Alte Meister von Thomas Bernhard stellen uns ein Beispiel der kontrapunktischen Metamorphose in der Darstellungsweise vor, indem sie ihre literarischen Darstellungen stets mit den musikalischen Ausdrucksformen kontrapunktisch korrespondieren lassen. Die musikalischen Ausdrucksformen sind dabei u.a. eine Grammatik der 'Neuen Musik', die vor allem durch die atonale Musik und Zwölftontechnik von Schönberg und seinen Schülern präsentiert worden ist, und die musikalische Form der Toncluster, wie sie durch die modernen Komponisten wie Penderecki und Ligeti benutzt werden. Dagegen sind Doktor Faustus von Thomas Mann und die Klavierspielerin von Elfriede Jelinek zwei literarische Beispiele, die in ihren literarischen Formulierungen den Einfluss der Musik wirksam werden lassen. In Doktor Faustus hat die Musik, d.h. musikalische Formen und ihre Interpretation sowie Darstellungen von Komponisten die Funktion, Informationen über Musik und musikalische Formen zu geben, während in der Klavierspielerin von Elfriede Jelinek die Musik bzw. die Information über die Musik eine Art Zitat aus der Musik darstellt, das in dem Roman mit anderen Worten lediglich als Zutaten bzw. Accessoires für literarische Formulierungen des Erzählers benutzt wird. In diesem Zusammenhang ist es eine unbestreitbar notwendige Aufgabe, den Aspekt der wechselseitigen Beziehungen der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts und der Musik neu zu begründen.

Abstract

In dieser Arbeit geht es um die Analyse des Verhältnisses zwischen Literatur und Musik hinsichtlich der literarischen Darstellungsweisen und musikalischen Ausdrucksweisen, und zwar sowohl in den Werken Verstörung und Alte Meister von Thomas Bernhard als auch in Thomas Manns Doktor Faustus und Elfriede Jelineks Klavierspielerin. Die deutsche Literatur hat besonders seit der Romantik versucht, die musikalische Form in ihre Darstellung einzubeziehen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die wissenschaftliche Untersuchung über die Musik durch Eduard Hanslick, die Hugo Riemann bis zum frühen 20. Jahrhundert zur Gründung einer modernen Musikwissenschaft weiterverfolgt hat. In unserer Zeit hat Carl Dahlhaus in seiner Untersuchung über die absolute Musik versucht, das moderne Verhältnis zwischen Musik und Literatur zu erklären. In diesem Zusammenhang bezeichnet diese Arbeit zwei Formen der Wechselbeziehungen als ihren wesentlichen Aspekt, nämlich die vermischende Zusammenstellung und kontrapunktische Metamorphose. Die Romane Verstörung und Alte Meister von Thomas Bernhard stellen uns ein Beispiel der kontrapunktischen Metamorphose in der Darstellungsweise vor, indem sie ihre literarischen Darstellungen stets mit den musikalischen Ausdrucksformen kontrapunktisch korrespondieren lassen. Die musikalischen Ausdrucksformen sind dabei u.a. eine Grammatik der 'Neuen Musik', die vor allem durch die atonale Musik und Zwölftontechnik von Schönberg und seinen Schülern präsentiert worden ist, und die musikalische Form der Toncluster, wie sie durch die modernen Komponisten wie Penderecki und Ligeti benutzt werden. Dagegen sind Doktor Faustus von Thomas Mann und die Klavierspielerin von Elfriede Jelinek zwei literarische Beispiele, die in ihren literarischen Formulierungen den Einfluss der Musik wirksam werden lassen. In Doktor Faustus hat die Musik, d.h. musikalische Formen und ihre Interpretation sowie Darstellungen von Komponisten die Funktion, Informationen über Musik und musikalische Formen zu geben, während in der Klavierspielerin von Elfriede Jelinek die Musik bzw. die Information über die Musik eine Art Zitat aus der Musik darstellt, das in dem Roman mit anderen Worten lediglich als Zutaten bzw. Accessoires für literarische Formulierungen des Erzählers benutzt wird. In diesem Zusammenhang ist es eine unbestreitbar notwendige Aufgabe, den Aspekt der wechselseitigen Beziehungen der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts und der Musik neu zu begründen.

참고문헌 (30)

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