열린 사유 형식을 위하여 - 상징개념에 관한 연구
Zur offenen Form des Denkens Studium eines literatur- und kulturwissenschaftlichen Symbolbegriffs
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초록
Im Konzept vom Symbol will de Man eine ästhetische Ideologie erkannt haben, die das Bezeichnende und das Bezeichnete zu identifizieren und der Entwicklung der Zeit zu entgehen versucht. Dabei geht es ihm um zweierlei: um das Identitätsprinzip und um die Problematik der Zeitlosigkeit. Die vorliegende Arbeit fragt sich, ob solche Kritik de Mans tatsächlich für den Symbolbegriff überhaupt gelten kann. Während sie für Schellings Konzeption vom Symbol gilt, in der es als ‘die Darstellung des Absoluten mit absoluter Indifferenz des Allgemeinen und Besonderen’ angesehen wird, scheinen folgende Konzepte vom Symbol von solcher Kritik frei zu sein: Der goethesche Begriff des Symbols, der nicht auf dem Identitätsprinzip beruht, sondern in sich eine paradoxe Beziehung zwischen dem Bezeichnenden und dem Bezeichneten verkörpert, versteht sich z.B. nicht als eine abgeschlossene, sondern vielmehr als eine offene Form der Darstellung, Auch die semiotische Theorie des Symbols bei Nelson Goodman, die keinen die Unterschiede verwischenden indifferenten Pluralismus, sondern einen die Unterschiede betonenden komplementären Pluralismus beinhaltet, ermöglicht die Offenheit und Unabschließbarkeit von Deutungen. Dass das Symbol als eine offene Form des Denkens fungiert, gibt sich auch in kulturwissenschaftlichen Arbeiten zu erkennen. Anders als die Philosophie der symbolischen Formen Cassirers, in der das Symbol als das einheitliche und universale Prinzip der Kultur gilt, macht das Symbol in der Semiotik Umberto Ecos aufgrund des Konzepts von interpretant und unlimited semiosis die Deutung des Zeichens unabschließbar.
Abstract
Im Konzept vom Symbol will de Man eine ästhetische Ideologie erkannt haben, die das Bezeichnende und das Bezeichnete zu identifizieren und der Entwicklung der Zeit zu entgehen versucht. Dabei geht es ihm um zweierlei: um das Identitätsprinzip und um die Problematik der Zeitlosigkeit. Die vorliegende Arbeit fragt sich, ob solche Kritik de Mans tatsächlich für den Symbolbegriff überhaupt gelten kann. Während sie für Schellings Konzeption vom Symbol gilt, in der es als ‘die Darstellung des Absoluten mit absoluter Indifferenz des Allgemeinen und Besonderen’ angesehen wird, scheinen folgende Konzepte vom Symbol von solcher Kritik frei zu sein: Der goethesche Begriff des Symbols, der nicht auf dem Identitätsprinzip beruht, sondern in sich eine paradoxe Beziehung zwischen dem Bezeichnenden und dem Bezeichneten verkörpert, versteht sich z.B. nicht als eine abgeschlossene, sondern vielmehr als eine offene Form der Darstellung, Auch die semiotische Theorie des Symbols bei Nelson Goodman, die keinen die Unterschiede verwischenden indifferenten Pluralismus, sondern einen die Unterschiede betonenden komplementären Pluralismus beinhaltet, ermöglicht die Offenheit und Unabschließbarkeit von Deutungen. Dass das Symbol als eine offene Form des Denkens fungiert, gibt sich auch in kulturwissenschaftlichen Arbeiten zu erkennen. Anders als die Philosophie der symbolischen Formen Cassirers, in der das Symbol als das einheitliche und universale Prinzip der Kultur gilt, macht das Symbol in der Semiotik Umberto Ecos aufgrund des Konzepts von interpretant und unlimited semiosis die Deutung des Zeichens unabschließbar.
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