저자/저자성의 문제 - 바르트와 푸코의 영향을 중심으로
Das Konzept von Autor/Autorschaft bei R. Barthes und M. Foucault aus heutiger Sicht
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초록
Ausgehend davon, dass die These vom “Tod des Autors” von Roland Barthes und Michel Foucault den wirkungsmächtigsten Angriff auf den Autor als zentrale Interpretationsinstanz darstellt, wird in der vorliegenden Arbeit versucht, die Nachwirkung dieses poststrukturalistischen Ansatzes in der heutigen literaturwissenschaftlichen Forschung nachzuweisen. Im 2, 3 Kapitel wird die aktuelle Bedeutung der oben beschriebenen These analysiert. Hervorzuheben ist, dass “der Tod des Autors” bei Barthes einerseits als ein systematisches, andererseits als ein historisches Phänomen erscheint. Im “Tod des Autors” wird der Autor für überlebt erklärt. Aus dieser Sicht ist unsere Gegenwart eine Schwellenperiode, in der der ältere, autorlose Text zurückkehrt. Anders als bei Barthes führt Foucaults Text “Was ist ein Autor?” die Kategorie Diskursbegründer ein und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Autorfunktion. Schließlich entwirft Foucault die Utopie eines autorlosen Diskurses, deren Verwirklichung der Medienwissenschaftler Nobert Bolz in den unautorisierten, autorlosen Texten im Internet sieht. Das Interesse des 4. Kapitels liegt darin, wie die These von Barthes und Foucault in der literaturwissenschaftlichen Theorie und Praxis produktiv rezipiert wird. Der moderne Schreiber bei Barthes (scripteur) hat im Gegensatz zu den ‘starken’ Autorschaftsmodellen (poeta vates, poeta doctus, Genie) viele Merkmale der ‘schwachen’ Autorschaft, die man sowohl bei den Romantikern als auch in den Strömungen der Moderne des 20. Jahrhunderts feststellen kann. In diesem Sinne ist das Modell scripteur bedeutend für die Typologie des Autorschaftsmodells. Foucaults Konzept Autorfunktion erlebt auf verschiedene Weise breite Rezeption und Revision in neueren literaturwissenschaftlichen Untersuchungen. Die empirisch ausgerichtete Forschung analysiert, wo und wie der Autorbezug in der literaturwissenschaftlichen Theorie und Interpretationspraxis verwendet wird. Aber dies bedeutet keineswegs, dass das Ziel der Interpretation eine Rekonstruktion der Autorintention ist. Mit dem Begriff Autorfunktion von Foucault ist es möglich, auf den dogmatischen Intentionalismus zu verzichten.
Abstract
Ausgehend davon, dass die These vom “Tod des Autors” von Roland Barthes und Michel Foucault den wirkungsmächtigsten Angriff auf den Autor als zentrale Interpretationsinstanz darstellt, wird in der vorliegenden Arbeit versucht, die Nachwirkung dieses poststrukturalistischen Ansatzes in der heutigen literaturwissenschaftlichen Forschung nachzuweisen. Im 2, 3 Kapitel wird die aktuelle Bedeutung der oben beschriebenen These analysiert. Hervorzuheben ist, dass “der Tod des Autors” bei Barthes einerseits als ein systematisches, andererseits als ein historisches Phänomen erscheint. Im “Tod des Autors” wird der Autor für überlebt erklärt. Aus dieser Sicht ist unsere Gegenwart eine Schwellenperiode, in der der ältere, autorlose Text zurückkehrt. Anders als bei Barthes führt Foucaults Text “Was ist ein Autor?” die Kategorie Diskursbegründer ein und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Autorfunktion. Schließlich entwirft Foucault die Utopie eines autorlosen Diskurses, deren Verwirklichung der Medienwissenschaftler Nobert Bolz in den unautorisierten, autorlosen Texten im Internet sieht. Das Interesse des 4. Kapitels liegt darin, wie die These von Barthes und Foucault in der literaturwissenschaftlichen Theorie und Praxis produktiv rezipiert wird. Der moderne Schreiber bei Barthes (scripteur) hat im Gegensatz zu den ‘starken’ Autorschaftsmodellen (poeta vates, poeta doctus, Genie) viele Merkmale der ‘schwachen’ Autorschaft, die man sowohl bei den Romantikern als auch in den Strömungen der Moderne des 20. Jahrhunderts feststellen kann. In diesem Sinne ist das Modell scripteur bedeutend für die Typologie des Autorschaftsmodells. Foucaults Konzept Autorfunktion erlebt auf verschiedene Weise breite Rezeption und Revision in neueren literaturwissenschaftlichen Untersuchungen. Die empirisch ausgerichtete Forschung analysiert, wo und wie der Autorbezug in der literaturwissenschaftlichen Theorie und Interpretationspraxis verwendet wird. Aber dies bedeutet keineswegs, dass das Ziel der Interpretation eine Rekonstruktion der Autorintention ist. Mit dem Begriff Autorfunktion von Foucault ist es möglich, auf den dogmatischen Intentionalismus zu verzichten.
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