브레히트와 비트겐슈타인에게 있어 상(相)인지
Die Kognition eines Aspekts von Brecht und Wittgenstein
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초록
Das Sehen eines Aspekts ist, so Wittgenstein, das Bemerken eines Aspekts anetwas, das man zuvor so nicht gesehen hat. Bemerkt man einen Aspekt, oder,anders ausgedrückt, leuchtet ein Aspekt an etwas auf, dann ändern sich, soWittgenstein, das Sehen und das Denken. Wittgenstein geht es darum, dualistischeAuffassungen von Sehen und Denken zu unterlaufen. Es sei nicht so, dass sich,wenn ein Aspekt bemerkt werde, erst das Sehen und dann das Denken - oderumgekehrt - ändere. Beide Änderungen vollzögen sich vielmehr simultan. Wennwir am Wahrgenommenen einen Aspekt bemerken, machen wir, die Erfahrungeines Aspektwechsels, denn das Bemerken des Aspekts ist der Austausch einerbisherigen Auffassung durch eine neue Auffassung. Bedeutsam an dieserDifferenzierung ist für Wittgenstein, dass sie das Sehen insgesamt als einAuffassen ausweist, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind. Sobaldwir an einem Wahrnehmungsgegenstand die Erfahrung des Aspektwechselsgemacht haben, können wir sagen, dass jenes, was wir bislang sahen, ein Aspektdes Gegenstands war und nicht der Gegenstand selbst. Die Kriegsfibel ist wesentlich bestimmt durch eine Auseinandersetzung Brechtsmit den Massenmedien seiner Zeit, den Illustrierten. Deren Vorgehen, das nachBrecht die Aufmerksamkeit der Leserschaft durch die Verwendung von Fotosbinden will, das durch die rein illustrative Funktion von Fotos wichtige Zusammenhängeverschleiert, greift er in der Wahl der Methode der Fotoepigramme auf. Doch drehter die Absicht der Illustrierten um. Der gewöhnlichen Rezeption von Zeitungsbildern,die meist nebenbei erfasst und dann zur Seite gelegt werden, soll durch dieMethode der Fotoepigramme ein “verweilendes Betrachten” entgegengesetzt werden, um zu lernen die Bilder des Kriegs zu lesen. Die Bedeutung, die Brechtder Auseinandersetzung mit dem Krieg und dem Alltagsmedium der Fotografiebemisst, führt sich den Betrachtern durch die künstliche Gesamtkonzeption derKriegsfibel vor Augen.
Abstract
Das Sehen eines Aspekts ist, so Wittgenstein, das Bemerken eines Aspekts anetwas, das man zuvor so nicht gesehen hat. Bemerkt man einen Aspekt, oder,anders ausgedrückt, leuchtet ein Aspekt an etwas auf, dann ändern sich, soWittgenstein, das Sehen und das Denken. Wittgenstein geht es darum, dualistischeAuffassungen von Sehen und Denken zu unterlaufen. Es sei nicht so, dass sich,wenn ein Aspekt bemerkt werde, erst das Sehen und dann das Denken - oderumgekehrt - ändere. Beide Änderungen vollzögen sich vielmehr simultan. Wennwir am Wahrgenommenen einen Aspekt bemerken, machen wir, die Erfahrungeines Aspektwechsels, denn das Bemerken des Aspekts ist der Austausch einerbisherigen Auffassung durch eine neue Auffassung. Bedeutsam an dieserDifferenzierung ist für Wittgenstein, dass sie das Sehen insgesamt als einAuffassen ausweist, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind. Sobaldwir an einem Wahrnehmungsgegenstand die Erfahrung des Aspektwechselsgemacht haben, können wir sagen, dass jenes, was wir bislang sahen, ein Aspektdes Gegenstands war und nicht der Gegenstand selbst. Die Kriegsfibel ist wesentlich bestimmt durch eine Auseinandersetzung Brechtsmit den Massenmedien seiner Zeit, den Illustrierten. Deren Vorgehen, das nachBrecht die Aufmerksamkeit der Leserschaft durch die Verwendung von Fotosbinden will, das durch die rein illustrative Funktion von Fotos wichtige Zusammenhängeverschleiert, greift er in der Wahl der Methode der Fotoepigramme auf. Doch drehter die Absicht der Illustrierten um. Der gewöhnlichen Rezeption von Zeitungsbildern,die meist nebenbei erfasst und dann zur Seite gelegt werden, soll durch dieMethode der Fotoepigramme ein “verweilendes Betrachten” entgegengesetzt werden, um zu lernen die Bilder des Kriegs zu lesen. Die Bedeutung, die Brechtder Auseinandersetzung mit dem Krieg und dem Alltagsmedium der Fotografiebemisst, führt sich den Betrachtern durch die künstliche Gesamtkonzeption derKriegsfibel vor Augen.
참고문헌 (12)
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- 루트비히 비트겐슈타인, "철학적 탐구" (2006), 책세상
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- 박병철, "비트겐슈타인과 상(相)의 문제", 철학, (83), pp.191~210 (2005), 한국철학회
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