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“완전한 진리”: 무질의 보편주의적 사유

Die volle Wahrheit - Musils universalistisches Denken

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Frage, ob sich die klassische Moderne von der neuzeitlichen Moderne wirklich in dem Sinne unterschieden hat, dass in ihr – im Gegensatz zum Anspruch der neuzeitlichen Moderne auf “Singularität und Universalität” - “Pluralität und Partikularität” nicht nur denkbar, sondern dominant und verbindlich werden. Um diese Annahme zu beweisen, soll zuerst Musils Konzept von der vollen Wahrheit beleuchtet werden, in der seine Überzeugung von der Konstruktionsmöglichkeit der Universalität zum Ausdruck kommt. Dann ist die im Mann ohne Eigenschaften gegebene Formel vom Prinzip des unzureichenden Grundes als einem grundlegenden Gesetz des Lebens und zugleich als einem epistemologischen Prinzip hinsichtlich des universalistischen Anspruchs Musils auf die volle Wahrheit zu erörtern. Anschließend wird das räumliche Nacheinander in Betracht gezogen, um ersichtlich zu machen, dass es als das Musilsche Darstellungsprinzip des bereits so kompliziert miteinander verwobenen Lebens fungiert. Schließlich steht sein Konzept vom Essayismus im Mittelpunkt, mit dessen Hilfe Teilwahrheiten zum unendlichen System der Zusammenhänge in der wirklichen Welt konstruiert werden können. Aus diesen Analysenschritten lässt sich die Schlussfolgerung ableiten, dass es bei Musil nicht nur um Pluralität und Partikularität, sondern vielmehr um eine offene Universalität geht.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Frage, ob sich die klassische Moderne von der neuzeitlichen Moderne wirklich in dem Sinne unterschieden hat, dass in ihr – im Gegensatz zum Anspruch der neuzeitlichen Moderne auf “Singularität und Universalität” - “Pluralität und Partikularität” nicht nur denkbar, sondern dominant und verbindlich werden. Um diese Annahme zu beweisen, soll zuerst Musils Konzept von der vollen Wahrheit beleuchtet werden, in der seine Überzeugung von der Konstruktionsmöglichkeit der Universalität zum Ausdruck kommt. Dann ist die im Mann ohne Eigenschaften gegebene Formel vom Prinzip des unzureichenden Grundes als einem grundlegenden Gesetz des Lebens und zugleich als einem epistemologischen Prinzip hinsichtlich des universalistischen Anspruchs Musils auf die volle Wahrheit zu erörtern. Anschließend wird das räumliche Nacheinander in Betracht gezogen, um ersichtlich zu machen, dass es als das Musilsche Darstellungsprinzip des bereits so kompliziert miteinander verwobenen Lebens fungiert. Schließlich steht sein Konzept vom Essayismus im Mittelpunkt, mit dessen Hilfe Teilwahrheiten zum unendlichen System der Zusammenhänge in der wirklichen Welt konstruiert werden können. Aus diesen Analysenschritten lässt sich die Schlussfolgerung ableiten, dass es bei Musil nicht nur um Pluralität und Partikularität, sondern vielmehr um eine offene Universalität geht.

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