제1차 세계대전기 독일 전쟁소설 연구
Eine Studie zum deutschen Kriegsroman zur Zeit des Ersten Weltkrieges
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초록
In dieser Arbeit versuche ich aufzuzeigen, wie sich der deutsche Kriegsroman in den Jahrenvon 1914 bis 1933 entwickelte und wie er von Lesepublikum und Literaturkritik rezipiert wurde. Zudem mochte ich die gesellschaftliche Funktion und die Auswirkungen des Kriegsromans erlautern. Zunachst betrachte ich daher den Kriegsroman als geeignetes Genre, um die Totalitat des Krieges darzustellen. Der Kriegsroman ist insofern ein typisches und epochenspezifisches Genre der Literatur der Weimarer Republik . kein anderer Stoff ist damals so haufig literarisch behandelt worden wie der Erste Weltkrieg, kein anderes Genre erreichte eine derartige Anzahl an Auflagen wie die Romane uber den Krieg. Zudem stießder Kriegsroman nicht nur beim Lesepublikum, sondern auch in der damaligen Literaturkritik auf starkes Interesse. Anschließend charakterisiere ich reprasentative Weisen der literarischen Verarbeitung des Weltkrieges im Zeitraum von 1914 bis zum Zusammenbruch der Weimarer Republik. In der ersten Phase zwischen 1914 und 1918 dominierte ein fieberhaftes Bedurfnis nach Informationen uber die Geschehnisse an der Front, von denen ein Hochstmaß an Authentizitat erwartet wurde: Kriegsbriefe, Kriegstagebucher,Kriegsberichte. Die zweite Phase umfasst die Jahre von 1918 bis 1923. Der Großteil der Literatur, die damals uber den Krieg publiziert wurde, stellt Rechtfertigungsliteratur dar wie z. B. Memoiren hoher Generalstabsoffiziere, Regimentsgeschichten und Memoiren der Frontoffiziere. Die dritte Phase ist schließlich der Zeitraum von 1923 bis 1933. Mit dem sensationellen Erfolg von Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“dominierten Antikriegsromane und Enthüllungsliteratur. Diese Romane beschrieb meist nicht das authentische Kriegserlebnis der Verfasser, sondern suchten vor allem die Frage zu beantworten, welchen Sinn das Kriegserlebnis in ihrer Gegenwart, nämlich in der späten Weimarer Republik, besaß. Anhand des Beispiels der Remarque-Rezeption versuche ich abschließend zu zeigen, wie Autoren und Rezensenten der unterschiedlichsten politischen und literarischen Orientierungen über diesen Roman eine poetische Matrix der Kriegsliteratur herausarbeiteten.
Abstract
In dieser Arbeit versuche ich aufzuzeigen, wie sich der deutsche Kriegsroman in den Jahrenvon 1914 bis 1933 entwickelte und wie er von Lesepublikum und Literaturkritik rezipiert wurde. Zudem mochte ich die gesellschaftliche Funktion und die Auswirkungen des Kriegsromans erlautern. Zunachst betrachte ich daher den Kriegsroman als geeignetes Genre, um die Totalitat des Krieges darzustellen. Der Kriegsroman ist insofern ein typisches und epochenspezifisches Genre der Literatur der Weimarer Republik . kein anderer Stoff ist damals so haufig literarisch behandelt worden wie der Erste Weltkrieg, kein anderes Genre erreichte eine derartige Anzahl an Auflagen wie die Romane uber den Krieg. Zudem stießder Kriegsroman nicht nur beim Lesepublikum, sondern auch in der damaligen Literaturkritik auf starkes Interesse. Anschließend charakterisiere ich reprasentative Weisen der literarischen Verarbeitung des Weltkrieges im Zeitraum von 1914 bis zum Zusammenbruch der Weimarer Republik. In der ersten Phase zwischen 1914 und 1918 dominierte ein fieberhaftes Bedurfnis nach Informationen uber die Geschehnisse an der Front, von denen ein Hochstmaß an Authentizitat erwartet wurde: Kriegsbriefe, Kriegstagebucher,Kriegsberichte. Die zweite Phase umfasst die Jahre von 1918 bis 1923. Der Großteil der Literatur, die damals uber den Krieg publiziert wurde, stellt Rechtfertigungsliteratur dar wie z. B. Memoiren hoher Generalstabsoffiziere, Regimentsgeschichten und Memoiren der Frontoffiziere. Die dritte Phase ist schließlich der Zeitraum von 1923 bis 1933. Mit dem sensationellen Erfolg von Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“dominierten Antikriegsromane und Enthüllungsliteratur. Diese Romane beschrieb meist nicht das authentische Kriegserlebnis der Verfasser, sondern suchten vor allem die Frage zu beantworten, welchen Sinn das Kriegserlebnis in ihrer Gegenwart, nämlich in der späten Weimarer Republik, besaß. Anhand des Beispiels der Remarque-Rezeption versuche ich abschließend zu zeigen, wie Autoren und Rezensenten der unterschiedlichsten politischen und literarischen Orientierungen über diesen Roman eine poetische Matrix der Kriegsliteratur herausarbeiteten.
참고문헌 (10)
- Remarque, Erich Maria, "Im Westen nichts Neues" (2003)
- Antikowiak, Alfred, "Erich Maria Remarque. Leben und Werk" (1965)
- Bekes, Peter, "Erich Maria Remarque. Im Westen nichts Neues. Oldenbourg Interpretationen Bd. 90"
- Glunz, Claudia, "Krieg und Literatur" (2000), Osnabrück
- Gollbach, Michael, "Wiederkehr des Weltkrieges in der Literatur. Zu den Frontromanen der späten Zwanziger Jahre" (1978)
- Hillebrand, Bruno, "Theorie des Romans. Erzählstrategien der Neuzeit" (1993)
- Klose, Werner, "Deutsche Kriegsliteratur zu zwei Weltkriegen" (1984)
- Müller, Hans-Harald, "Der Krieg und die Schriftsteller. Der Kriegsroman der Weimarer Republik" (1986)
- 오한진, "독일참여작가론" (1989), 기린원
- 정연선, "미국전쟁소설" (2002), 서울대출판부
