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지크프리트 렌츠의 문학과 정치(I) - 초기 작품 속에 나타난 참여정신을 중심으로

Literatur und Politik von Siegfried Lenz (Ⅰ) - unter besonderer Berücksichtigung des Engagement in den frühen Werken

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주제분류독일어와문학

초록

Lenz’ Engagement als Schriftsteller, der handelt, indem er etwas aufdeckt: einegemeinsame Not, gemeinsame Leidenschaften, Hoffnungen, Freuden, eine Bedrohung,die alle betrifft. Hier zeigt sich deutlich Lenz’ engagierte Haltung. Dennoch bedeutetfür Lenz “engagiert” nicht, Literatur als sozial politisches Instrument zu gebrauchen. Ihm geht es um die Wahrheit des menschlichen Daseins. Das Engagement desAutors bedeutet für Lenz Kritik, aber Kritik, die nicht aggressiv ist. Dieserengagierter literarischer Geist findet sich in allen Werken von Siegfried Lenz. Diese Werke stellen nicht nur einen wichtigen Versuch der Vergangenheitsbewältigungdar, sondern auch seinen engagierten literarischen Geist. Eine Reihe der frühenWerke von Lenz sind als naive Gegenentwürfe zu der ihn umgebenden Gesellschaftzu verstehen. Seit Anfang der sechziger Jahre hat der Autor Lenz ein reges Interesse an derdeutschen Politik entwickelt; er sieht seine Tätigkeit auf diesem Felde als ‘eine andere Art der Schreibtischarbeit’. Diese Einstellung ist nicht nur in seinerDichtung zu finden, sondern auch in einer Reihe expliziter Aussagen - inAufsätzen, Interviews und Bemerkungen - die seinen Begriff von der Rolle desSchriftstellers in der Gesellschaft darlegen. Nach Lenz’ Ansicht besteht die Rolle des Schriftstellers darin, dass er versucht,sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Er glaubt, dass ein Schriftsteller, der seineRolle freiwillig und ohne Zwang wählt, eine Verantwortung übernehmen muss, dieüber sein persönliches Bedürfnis hinausgeht. Der Schriftsteller ist, als Künstler, auf besondere Weise sprachbegabt, unddieses Talent verpflichtet ihn zu redlicher Aussage über alles, was er um sich sieht. Aber wenn der Schriftsteller seine Unabhängigkeit nicht bewahrt, wenn er sichnicht weigert, sein Talent im Dienste der Machtvollen zu gebrauchen, dann istseine Arbeit wertlos, und er zerstört sich selbst als Schriftsteller. Bei seiner Bestimmung der Rolle der gegenwärtigen Literatur vergisst Lenznicht, dass sie eine weitere Aufgabe hat, die immer von Bedeutung gewesen ist: dieLust zu wecken zu unmittelbarer Teilnahme am Dargestellten. Hier liegt der ewigeWert der Literatur. Der Schriftsteller muss - schon aus beruflichen Gründen - zweifeln, doch hegtLenz die Zuversicht, dass die Zweifel, die er zum Ausdruck bringt, eine größereWachsamkeit unter seinen Lesern hervorrufen und sie zu einer größeren Teilnahmezwingen wird. Gerade diese Teilnahme und Wachsamkeit will Lenz beim Wählererzeugen. Für Lenz als Autor geht es vielmehr darum, einen Dialog mit seinen Lesernzustande zu bringen. Eben wie Lenz - als Schriftsteller - seinem Leser etwas zubieten versucht, das der Ergänzung bedarf und seine kritische Aufmerksamkeitverlangt, versucht Lenz durch seine politische Tätigkeit eine kritische Wählerschaftzu schaffen, die Politikern und brennenden Streitfragen in der Gesellschaft eingrößeres Interesse entgegenbringt. Die Bemerkungen von Lenz verweisen auf das Verhältnis zwischen seinen literarischen Werken und seiner politischen Tätigkeit. Damit hat Lenz klarausgesprochen, worin sein Engagement als Schriftsteller besteht, und diesesEngagement ist schon in seinen Werken vorhanden.

Abstract

Lenz’ Engagement als Schriftsteller, der handelt, indem er etwas aufdeckt: einegemeinsame Not, gemeinsame Leidenschaften, Hoffnungen, Freuden, eine Bedrohung,die alle betrifft. Hier zeigt sich deutlich Lenz’ engagierte Haltung. Dennoch bedeutetfür Lenz “engagiert” nicht, Literatur als sozial politisches Instrument zu gebrauchen. Ihm geht es um die Wahrheit des menschlichen Daseins. Das Engagement desAutors bedeutet für Lenz Kritik, aber Kritik, die nicht aggressiv ist. Dieserengagierter literarischer Geist findet sich in allen Werken von Siegfried Lenz. Diese Werke stellen nicht nur einen wichtigen Versuch der Vergangenheitsbewältigungdar, sondern auch seinen engagierten literarischen Geist. Eine Reihe der frühenWerke von Lenz sind als naive Gegenentwürfe zu der ihn umgebenden Gesellschaftzu verstehen. Seit Anfang der sechziger Jahre hat der Autor Lenz ein reges Interesse an derdeutschen Politik entwickelt; er sieht seine Tätigkeit auf diesem Felde als ‘eine andere Art der Schreibtischarbeit’. Diese Einstellung ist nicht nur in seinerDichtung zu finden, sondern auch in einer Reihe expliziter Aussagen - inAufsätzen, Interviews und Bemerkungen - die seinen Begriff von der Rolle desSchriftstellers in der Gesellschaft darlegen. Nach Lenz’ Ansicht besteht die Rolle des Schriftstellers darin, dass er versucht,sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Er glaubt, dass ein Schriftsteller, der seineRolle freiwillig und ohne Zwang wählt, eine Verantwortung übernehmen muss, dieüber sein persönliches Bedürfnis hinausgeht. Der Schriftsteller ist, als Künstler, auf besondere Weise sprachbegabt, unddieses Talent verpflichtet ihn zu redlicher Aussage über alles, was er um sich sieht. Aber wenn der Schriftsteller seine Unabhängigkeit nicht bewahrt, wenn er sichnicht weigert, sein Talent im Dienste der Machtvollen zu gebrauchen, dann istseine Arbeit wertlos, und er zerstört sich selbst als Schriftsteller. Bei seiner Bestimmung der Rolle der gegenwärtigen Literatur vergisst Lenznicht, dass sie eine weitere Aufgabe hat, die immer von Bedeutung gewesen ist: dieLust zu wecken zu unmittelbarer Teilnahme am Dargestellten. Hier liegt der ewigeWert der Literatur. Der Schriftsteller muss - schon aus beruflichen Gründen - zweifeln, doch hegtLenz die Zuversicht, dass die Zweifel, die er zum Ausdruck bringt, eine größereWachsamkeit unter seinen Lesern hervorrufen und sie zu einer größeren Teilnahmezwingen wird. Gerade diese Teilnahme und Wachsamkeit will Lenz beim Wählererzeugen. Für Lenz als Autor geht es vielmehr darum, einen Dialog mit seinen Lesernzustande zu bringen. Eben wie Lenz - als Schriftsteller - seinem Leser etwas zubieten versucht, das der Ergänzung bedarf und seine kritische Aufmerksamkeitverlangt, versucht Lenz durch seine politische Tätigkeit eine kritische Wählerschaftzu schaffen, die Politikern und brennenden Streitfragen in der Gesellschaft eingrößeres Interesse entgegenbringt. Die Bemerkungen von Lenz verweisen auf das Verhältnis zwischen seinen literarischen Werken und seiner politischen Tätigkeit. Damit hat Lenz klarausgesprochen, worin sein Engagement als Schriftsteller besteht, und diesesEngagement ist schon in seinen Werken vorhanden.

참고문헌 (24)

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  16. "Nachdenken über Warschau", Die Zeit, 18. Dezember 1970, ~ (1970)
  17. Pätzold, Harmut, "Zeitgeschichte und Zeitkritik im Werk von S. Lenz, In Text + Kritik, Heft 52, Siegfried Lenz" (1982)
  18. Ranicki, Marcel-Reich, "Siegfried Lenz, der gelassene Mitwisser 1963, In Der Schriftsteller S. Lenz. Urteile und Standpunkt" (1973)
  19. Rudolph, Ekkehart, "Protokoll zur Person. Autoren über sich und ihr Werk" (1971), List
  20. Schramm, Goderhard, "Wiedererkennen der Wirklichkeit. Über Das Vorbild von S. Lenz, In Deutsche Besteller. Deutsche Ideologie. Ansätze zu einer Verbraucherpoetik" (1975)
  21. Schwarz, Wilhelm Johannes, "Der Erzähler Siegfried Lenz. Mit einem Beitrag Das szenische Werk von Hans-Jürgen Greif" (1974)
  22. "Unsere Chance: Veränderung - Rede über den Zweifel", Dafür, 1. Mai 1969, ~ (1969)
  23. Wagener, Hans, "Siegfried Lenz" (1976)
  24. 오청자, "전후 독일문학에 있어서의 <쿠르츠게쉬히테 Kurzgeschichte> 연구", 독일문학, 46 (1991), 한국독어독문학회

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