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‘올해의 최악의 단어’에 대한 언어학적 분석

Eine sprachwissenschaftliche Analyse über das ‘Unwort des Jahres’

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주제분류독일어와문학

초록

Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Aktion ‘Unwort des Jahres’ in Deutschland. Die sprachkritische Aktion ‘Unwort des Jahres’ wurde in Deutschland 1991 von Horst Dieter Schlosser ins Leben gerufen. Bis 1994 wurde das ‘Unwort des Jahres’ im Rahmen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gewählt. Nach einem Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres selbstständig. Laut der Satzung der Jury ‘Unwort des Jahres’ soll diese Aktion auf öffentliche Formen des Sprachgebrauchs aufmerksam machen und dadurch das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Sie lenkt daher den sprachkritischen Blick auf Wörter und Formulierungen in allen Feldern der öffentlichen Kommunikation, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität verstoßen. Da die Benennung der Wörter und Unwörter des Jahres in erster Linie als Anregung zu mehr sprachkritischer Reflexion dienen soll, stellt gerade die öffentlich kritische Diskussion einen Erfolgsfaktor der Juryarbeit dar. Prinzip der Unwort-Aktion ist, dass sich die Jury tatsächlich ― ohne selbst Vorschläge zu machen ― von Vorschlägen aus der deutschsprachigen Bevölkerung aufgreift (dazu ergeht jährlich im Oktober ausdrücklich ein Aufruf über die Medien); aber diese Abhängigkeit richtet sich bei der Unwort-Wahl ausschließlich nach inhaltlichen Aspekten dieser Vorschläge. Alle Bürger können Vorschläge zum Unwort des Jahres mit Angabe einer Quelle des sprachlichen Missgriffs einreichen. Für das Auswahlverfahren eines Jahres können bis zum 31. Dezember des betreffenden Jahres Vorschläge gemacht werden, die den Grundsätzen der Unwort-Aktion entsprechen. In der ersten Januarhälfte des Folgejahres wählt eine Jury aus allen Vorschlägen und auf der Basis einer ausführlichen inhaltlichen Diskussion das ‘Unwort des Jahres’, ggf. weitere Unwörter aus. Die Jury besteht aus vier ständigen und zwei in jährlichem Wechsel kooptierten Mitgliedern. Wesentlich ist, dass die betreffenden Wörter und Formulierungen öffentlich geäußert wurden, eine gewisse Aktualität besitzen und der Äußerungskontext bekannt bzw. belegt ist. Die Anzahl der Unterstützer eines Vorschlags spielt dagegen im Unterschied zu den genannten inhaltlichen Kriterien keine Rolle.

Abstract

Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Aktion ‘Unwort des Jahres’ in Deutschland. Die sprachkritische Aktion ‘Unwort des Jahres’ wurde in Deutschland 1991 von Horst Dieter Schlosser ins Leben gerufen. Bis 1994 wurde das ‘Unwort des Jahres’ im Rahmen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gewählt. Nach einem Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres selbstständig. Laut der Satzung der Jury ‘Unwort des Jahres’ soll diese Aktion auf öffentliche Formen des Sprachgebrauchs aufmerksam machen und dadurch das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Sie lenkt daher den sprachkritischen Blick auf Wörter und Formulierungen in allen Feldern der öffentlichen Kommunikation, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität verstoßen. Da die Benennung der Wörter und Unwörter des Jahres in erster Linie als Anregung zu mehr sprachkritischer Reflexion dienen soll, stellt gerade die öffentlich kritische Diskussion einen Erfolgsfaktor der Juryarbeit dar. Prinzip der Unwort-Aktion ist, dass sich die Jury tatsächlich ― ohne selbst Vorschläge zu machen ― von Vorschlägen aus der deutschsprachigen Bevölkerung aufgreift (dazu ergeht jährlich im Oktober ausdrücklich ein Aufruf über die Medien); aber diese Abhängigkeit richtet sich bei der Unwort-Wahl ausschließlich nach inhaltlichen Aspekten dieser Vorschläge. Alle Bürger können Vorschläge zum Unwort des Jahres mit Angabe einer Quelle des sprachlichen Missgriffs einreichen. Für das Auswahlverfahren eines Jahres können bis zum 31. Dezember des betreffenden Jahres Vorschläge gemacht werden, die den Grundsätzen der Unwort-Aktion entsprechen. In der ersten Januarhälfte des Folgejahres wählt eine Jury aus allen Vorschlägen und auf der Basis einer ausführlichen inhaltlichen Diskussion das ‘Unwort des Jahres’, ggf. weitere Unwörter aus. Die Jury besteht aus vier ständigen und zwei in jährlichem Wechsel kooptierten Mitgliedern. Wesentlich ist, dass die betreffenden Wörter und Formulierungen öffentlich geäußert wurden, eine gewisse Aktualität besitzen und der Äußerungskontext bekannt bzw. belegt ist. Die Anzahl der Unterstützer eines Vorschlags spielt dagegen im Unterschied zu den genannten inhaltlichen Kriterien keine Rolle.

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